rt-go: 2002-03-23

Eine galaktische Kartoffel

auf der Erde

Die Erdachse ist im Vergleich zur Erdbahn um etwa 23,5 geneigt. Deshalb ist am 21. Juni die Nordhalbkugel am stärksten nach innen geneigt und innerhalb des nördlichen Polarkreises geht die Sonne überhaupt nicht unter.

Auf der Nordhalbkugel ist dann Sommer und in unseren Breiten (etwa 50N) erreicht die Sonne mittags eine Höhe von 63,5 über dem Horizont. Vom Aufgang bis zum Untergang der Sonne vergehen etwa 16 und eine halbe Stunde, also etwa 2/3 des Tages.

21. Juni 21. März
23. September 22. Dezember

Ein halbes Jahr später, am 22. Dezember, ist die Nordhalbkugel am stärksten nach außen geneigt und innerhalb des nördlichen Polarkreises geht die Sonne überhaupt nicht auf.

Auf der Nordhalbkugel ist dann Winter und in unseren Breiten (etwa 50N) erreicht die Sonne mittags nur eine Höhe von 16,5 über dem Horizont. Vom Aufgang bis zum Untergang der Sonne vergehen nur etwa 8 Stunden, also etwa 1/3 des Tages.

Die unterschiedliche Tageslänge von 16 zu 8 Stunden im Sommer und 8 zu 16 Stunden im Winter wirkt sich neben dem Einfallswinkel der Sonne auf die Temperaturen aus. Deshalb schwankt die Temperatur wie das Schaubild zeigt in Rheinhessen z.B. zwischen 2C im Januar und 18C im Juli.

Die Abweichung von nur plus oder minus 8C vom Jahresmittel erscheint gering und gilt natürlich nur für die Durchschnittstemperatur. Die tatsächlichen Temperaturen können z.B. auch mal +35C oder -25C erreichen. Zum Glück passiert das aber recht selten.

Obwohl die Sonneneinstrahlung so stark schwankt, sind die Temperaturschwankungen relativ gering. Das verdanken wir vor allem der Tatsache, dass sich die Luft und mehr noch das Wasser nur langsam erwärmen und abkühlen. Deshalb haben küstennahe Länder ein milderes Klima als Binnenländer.

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Unser Sonnensystem arr-fwd.gif (138 Byte)

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