rt-go: 1997-03-18

Meine Schulzeit

Wenn ich mal
»aus dem Nähkästchen«
    plaudern darf ...

Als ich sechs Jahre alt war, widerfuhr mir,
was allen in diesem Alter widerfährt,
ich musste zur Schule.

Ich konnte zwar schon mit drei Jahren Rad fahren
und hatte mit vier Jahren bereits meine
Geburtsstadt (Alzey) und ihre Umgebung "erobert",
außerdem war ich nach leider glaubwürdiger Aussage
ein "rotzfrecher Straßenjunge",
trotzdem war meine Hauptsorge (bei der Einschulung) die,
ob mir meine Mutter wohl regelmäßig zur Pause
meine heiß geliebte "Kaba-Flasche" (mit Schnuller)
an den Zaun bringen könnte.

Denn die Schule (Löwenschule) kam mir
wegen ihres Gitterzaunes doch irgendwie
wie eine geschlossene Anstalt vor.

Aber, sie haben uns dann doch
regelmäßig wieder raus gelassen.

In der dritten Klasse, also mit knapp 9 Jahren,
wurde mir zum ersten Mal die Frage gestellt,
was ich denn nun später mal werden wolle.

Damals, wen wundert das, wollte ich Lokführer werden.

In der vierten Klasse,
da war ich schon fast 10 Jahre alt,
wurde die Frage langsam bedrängender,
zumal mir meine damaligen Lehrer
zum Besuch des Gymnasiums rieten.

Mein Hauptinteresse galt damals zwar gerade,
weiß der Kuckuck warum, dem Beruf des Piloten,
aber zum Glück hatte ich noch eine Alternative
anzubieten, nämlich den Elektriker.

Und diese Alternative hatte für mich den großen Vorteil,
dass ich die Schule nicht wechseln musste.

Inzwischen gefiel mir meine Schule nämlich ganz gut
und ich wusste absolut nicht,
weshalb ich sie wechseln sollte.

  In der achten Klasse, mit etwa 14 Jahren, wusste ich dann endlich, was ich wirklich werden wollte. Folglich besuchte ich nach der Volksschule (so hieß sie damals noch und hatte nur acht Klassen) dann das Aufbaugymnasium in Alzey, machte dort mein Abitur, studierte in Worms "auf Lehrer" und bin es seitdem in Gau-Odernheim.

Ich erinnere mich,
dass mir sowohl die Zeit in der Volksschule
als auch die Studienzeit sehr gut,
die Zeit auf der "Penne" dagegen
(zeitweise) weniger gefallen hat.

Ich kann mir deshalb nicht vorstellen,
dass ich auf dem Gymnasium
glücklicher gewesen wäre.

Meinen Eltern danke ich,
dass sie mich zu nichts gedrängt haben.

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