rt-go: 1997-09-20

Rheinhessen

ist anders

Das flächenmäßig größte deutsche Weinanbaugebiet im Rheinknie zwischen Bingen, Mainz und Worms führt seinen Namen seit dem Wiener Kongress (1815). 1816 wurde es Hessen zugeschlagen. 1946 wurde es Teil des neu gebildeten Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Rheinhessen ist anders als die umliegenden Landschaften. Es ist ein Hügelland. Weit gedehnte Flächen werden von weich geformten, breiten Tälern durchzogen. Es ist wasserarm und nur von bescheidenen Bächen durchzogen. Der längste ist die Selz.

Die umliegenden Mittelgebirge bescheren Rheinhessen ein mildes Steppenklima und (nach dem Breisgau) die zweitgrößte Zahl an Sonnentagen in Deutschland. Dafür muss sich die Landwirtschaft mit rund 450 Millimeter Niederschlägen pro Jahr begnügen.

Das Schaubild mit den Durchschnittstemperaturen täuscht darüber hinweg, dass es an einem heißen Sommertag nachmittags auch mal +35°C warm und in einem kalten Winter nachts -25°C kalt werden kann. Zum Glück kommt das aber nur sehr selten vor.

Rheinhessen ist Lößland. Löß ist der gelbe Staub der Eiszeit. Er bedeckt das Land bisweilen in einer Mächtigkeit von bis zu 12 Metern. Nur an wenigen Stellen tritt Kalkstein aus dem Tertiär zu Tage. Es ist ein fruchtbares Land, in dem neben Getreide, Wein, Rüben und Obst auch Sonderkulturen angebaut werden.

Rheinhessen ist ein Land der weiten Ausblicke mit vielen kleinen Dörfern und schönen, alten Kirchen. Im Frühling und Sommer ist es grün, im Herbst bunt und im Winter braun. Es gibt kaum Bäume und keinen nennenswerten Wald in der Landschaft.
Dafür findet man in den Ortschaften reichlich Bäume und Grün. Wenn man Alzey aus der Luft betrachtet sieht man fast so viel Grün wie Ziegelrot. Für die meisten Orte gilt das ebenso.

Rheinhessen

      
   

ist eben anders.

Und genau das kann man sogar bei Google maps
 auf dem Satellitenbild erkennen.


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