rt-go: 2016-06-10

Tucker tucker Sexmaschine

Ein “Märchen für Große” von Rolf Tiemann

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit. Da hatte ein junges Landwirtsehepaar, Rosi und Herbert, genannt Berti, einen uralten Bauernhof übernommen. Komplett und günstig, mit allem was dazu gehört und vor allem auch mit dem, was früher mal dazu gehört hatte. Das mussten sie halt entsorgen.

Der Start war gar nicht leicht und hatte viel Arbeit gemacht, weil es halt viel zu tun und entweder zu entsorgen oder wieder her zu richten gab. Aber irgendwann war es geschafft und alles hatte seinen Gang gefunden. Da hatten Rosi und Herbert auch schon mal etwas Zeit. Und wenn sie dann auch noch Muße hatten, durchstöberten sie die Ecken, für die sie bisher noch keine Zeit gefunden hatten. Zuerst im Wohnhaus und dann auch in den diversen Hallen. Dabei entdeckten sie in der hintersten Ecke einer Halle einen uralten Traktor, den offensichtlich schon sehr lange keiner mehr gebraucht und benutzt hatte. Deshalb stand er vermutlich schon viele Jahrzehnte hier und war selbstverständlich total verdreckt und mit Spinnweben regelrecht zu gewoben. Das hielt Rosi auf Distanz und davon ab, sich mehr dafür zu interessieren. Aber Herbert konnte das natürlich nicht abschrecken. Er holte einen großen Besen und fegte den Traktor frei. Als er erkannte, welches 'Juwel' er da ausgegraben hatte, war er ganz begeistert und sagte zu Rosi. "Schatz, stell dir vor, was wir hier haben. Das ist ein Lanz-Bulldog aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts."


(Quelle: Wikipedia)

Rosi schaffte es gerade noch, ihre Begeisterung im Zaum zu halten und sagte nur: "Das macht sicher viel Arbeit, den fort zu schaffen. Am besten lassen wir ihn einfach stehen."

Das machten sie dann auch. Aber wenn Herbert mal wieder etwas Zeit hatte, kümmerte er sich um den alten Bulldog und säuberte ihn gründlich. Und als Rosi einmal beim Einkaufen im Ort war, probierte er auch mal, ob er ihn starten könne. Das klappte natürlich nicht auf Anhieb. Da er aber keinen technischen Defekt finden konnte, machte er sich bei einem alten Bauern in der Nähe schlau. Der kannte das Gerät noch recht gut aus seiner Jugend. Schon bei der nächsten Gelegenheit schaffte er es dann tatsächlich, das "Monster" mit Lötlampe und Kurbel in Gang zu bringen.

Als am folgenden Sonntag besonders schönes Wetter war, fragte er Rosi, ob sie mal eine Ausfahrt im Gelände machen wolle.

Weil sie ja nicht wissen konnte, was Herbert vor hatte, fragte sie: "Mit dem Auto durch die Rüben?"

Herbert antwortete: "Nein, mit dem Bulldog durch die Landschaft. Und wir bleiben auf den Wegen."

Rosi sagte nur: "Na dann auf!" und folgte ihm zu der Halle. Sie war zwar nur mäßig begeistert, wollte ihm aber den Spaß nicht verderben. Dort staunte sie nicht schlecht, als sie sah, was er inzwischen geschafft hatte und wie er stolz den Bulldog startete.
Er zog Rosi zu sich empor und wartete, bis sie einen sicheren Platz gefunden hatte. Dann legte er den großen Gang ein und fuhr los. Mit der absoluten Höchstgeschwindigkeit von 4,2 km/h bei Vollgas.

Nach einer Weile hielt er an, nahm den Gang wieder heraus, und blickte Rosi erwartungsvoll an. Er war auf ihre Reaktion gespannt. Die fiel allerdings eher bescheiden aus.

Als Rosi jedoch bemerkte, dass der alte Einzylinder im Standgas immer wieder auf und ab wippte und mit ihm Herbert auf seinem Sitz, kam ihr eine Idee, wie man den alten Bulldog doch noch einer nützlichen und sehr vergnüglichen Verwendung zu führen könnte und sagte: "Berti, pack deinen Ständer aus."

Herbert antwortete zwar, ich hab doch gar keinen stehen, machte aber brav die Hose auf und holte seinen Schwanz heraus.

Darauf hin hob Rosi ihren Rock hoch, zog den Slip aus und ließ ihn mal tief in ihr Gebüsch sehen. Dann schwang sie ein Bein über seine Oberschenkel. Als sie sich langsam setzte, merkte sie, wie sein Ständer in ihre Möse glitt. Genau so hatte sie sich das gedacht.

Dann sagte sie: "Fahr los, aber nur im Standgas." Also legte Herbert den kleinen Gang ein und der alte Lanz tuckerte ganz gemächlich durch die Gegend. Dabei wippte er immer wieder so auf und ab, dass Rosi jedes mal etwas, aber nicht zu viel, empor geschnickt wurde und dann wieder auf Herberts Oberschenkel herab sank.

Das war geradezu ideal, eine richtige Sexmaschine.

Wenn Rosi schließlich sagte: "Gib mal langsam etwas Gas.", dann tat er das selbstverständlich. Dann tuckerte und wippte der alte Traktor natürlich noch etwas schneller und heftiger auf und ab und dann dauerte es nicht lange, bis sie beide ohne jede Mühe zum Höhepunkt kamen.

Weil das den beiden natürlich großen Spaß gemacht hat, haben sie noch sehr oft eine Vergnügungsfahrt unternommen. Dabei wurden sie unterwegs unvermeidlich auch von Spaziergängern gesehen. Aber weil ja immer Rosis Rock drüber hing, konnten die natürlich nichts konkretes sehen und haben sich nur gewundert, dass die beiden so vergnügt unterwegs waren, obwohl der Traktor ja so entsetzlich langsam fuhr.

Und als einmal jemand im Vorbeigehen, genauer gesagt beim Überholen, mitleidig fragte: "Na habt ihr's noch weit bis zu eurem Ziel?", sagte Rosi mit unüberhörbarer Begeisterung in der Stimme: "Naa, i kann's scho' spürn." Der Wanderer sagte nur: "Na dann gute Fahrt!" und ging kopfschüttelnd weiter. Er hatte nichts gerafft und hat sich vielleicht gefragt: "San die bleed?"

So "bleed" wie es schien war Rosi aber sicher nicht. Denn kurz darauf kam das, was sie "scho' g'spürt" hatte. Und weil sie Herbert immer wieder mit den Worten: "Auf Berti, mer packe noch a Rund!" davon abhalten konnte, voreilig zur Halle zurück zu fahren, kam sie oft auch noch ein zweites und manchmal sogar ein drittes Mal.

"Wenn man genug Zeit hat, kann man auch mit einem langsamen alten Traktor noch ganz schön weit kommen." stellte sie dann mit großer Befriedung und einem glücklichen Lächeln im Gesicht fest. Und Herbert sah nicht den geringsten Grund ihr zu widersprechen.

Klar, das Wetter ist nicht immer geeignet und Herbert und Rosi hatten auch nicht immer die Zeit für eine Bulldogrunde "de luxe". Außerdem hatten sie selbstverständlich auch viel öfter Lust als die Gelegenheit dazu. Deshalb haben sie sich, wie andere Leute auch, meistens im Bett vergnügt.

Aber gelegentlich, wenn alles gepasst hat, konnte man sehen wie sie wieder freudestrahlend und vergnügt durchs Feld getuckert sind.

Und nun folgt unvermeidlich der bei Märchen übliche Schluss:

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tuckern sie noch heute.

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