rt-go: 2012-09-08

Wörrstadt – Alzey – Trike-Runde

Gau-Odernheim Biebelnheim Wörrstadt Spiesheim Biebelnheim
Albig Alzey Schafhausen Framersheim Gau-Odernheim

~42 km   ~294 Hm

Der Linke Teil des Streckenprofils verdeutlicht vielleicht,
warum ich der Verlockung nach Wörrstadt zu fahren,
bisher immer erfolgreich widerstanden habe.

Die Route kann man als

go_woerrstadt_alzey-runde.gpx
+
go_woerrstadt_alzey-runde.kml

herunter laden

und bei betrachten.


Wenn man mit dem Rad von Gau-Odernheim nach Wörrstadt fahren will,
ohne dabei einen riesigen Umweg zu machen, der die Strecke glatt verdoppelt,
muss man nicht nur einige beachtliche Steigungen überwinden,
sondern unvermeidlich auch einige Kilometer auf der Straße zurück legen.

 Bisher hat mich das immer erfolgreich davon ab gehalten.

Weil ich aber am nächsten Tag, dem Tag des offenen Denkmals,
unbedingt hin fahren wollte, und weil wunderbares Wetter war,
habe ich mich zu einer “Probefahrt” entschlossen.
Soll heißen: ich wollte es probieren und umkehren,
falls der Spaß auf der Strecke bliebe.

Bei äußerst schwachem Verkehr gibt es natürlich keine Probleme.

Und am Ortsausgang von Biebelnheim kann man endlich die Straße verlassen.

Es gibt zwar nur die üblichen Wirtschaftswege
und keinen ausgewiesenen Radweg,
aber so kann man wenigstens keinen Wegweiser verfehlen.

Ob man will oder nicht,
irgendwie vollführt man einen “Ringelpietz” mit der Autobahn.

Hier muss man quer drüber.

Und darf dann natürlich mal von oben drauf sehen.

Auf der anderen Seite geht der Blick in Richtung Spiesheim
und auf die Höhe, zu der man unvermeidlich hoch muss.

Ich will aber nicht den steilen Weg durch Spiesheim nach oben.
Deshalb führt mein Weg nach rechts und geht zur Abwechslung
mal unter der Autobahn (A63) durch.

Dann folgt der unvermeidliche Anstieg...

... und ein Blick zurück.

Zur richtigen Zeit gibt's die Wegzehrung gratis.

Von hier sieht man die alternative Route durch Spiesheim;
sie ist zwar kürzer, aber dafür steiler.

Egal wo man lang fährt, ...

... hier stehen überall Windräder.

Von links kommend hatte ich hier die Wahl,
entweder auf der L414 über die Autobahn,
oder auf dem Schotterweg weiter an der Autobahn entlang.

Ich habe mich für den Schotterweg entschieden.
Auf diesem Bild sieht man auch mal meine Landkarte,
die ich provisorisch fest geklemmt hatte.
Genau an der Stelle werde ich mir einen richtigen universellen
Kartenhalter montieren, weil die Stelle dafür ideal ist.

Was nützen einen die mühsam eroberten Höhenmeter,
Wenn der Weg dann doch wieder nach unten führt.

Hier, um zur Abwechslung die Autobahn wieder mal zu unterqueren.

“Kunst am Bau”

Dort oben geht es irgendwo weiter.

Aber zunächst kommt noch etwas staubige Piste.

Jetzt aber: “Endspurt!”

Mal eins aus der Nähe.

Und viele im Umkreis.

Von der höchsten Stelle, über die man nun mal drüber muss,
ein erster Blick auf Wörrstadt, rechts.

In der Stadt gibt's zwar keine Radwege, ...

... aber verkehrsberuhigte Bereiche.

Am Marktplatz hat der “Italiener” durch Kübelpflanzen
für ein südländisches Flair gesorgt, ohne das der Platz
nicht unbedingt zum Verweilen einladen würde.

Ich fahre trotzdem weiter und besuche schon mal
das "Tagelöhnerhaus" in der Wallstraße 18.

Weil das Haus jetzt "maroli-la-floristeria" beherbergt,
ist natürlich jemand da.

Weil ich ja nur mal eine Probefahrt machen wollte, um zu sehen, ob Wörrstadt
von Gau-Odernheim aus erreichbar ist, bin ich schon wieder auf dem Rückweg
und blicke von der Höhe in Richtung Petersberg und Kloppberg.

Spiesheim naht.

Hier bin ich schon wieder kurz vor Biebelnheim
und hätte dann von dort noch etwa 2km Straße vor mir gehabt.

Weil ich mir die aber gern ersparen wollte
und um 15h25 auch noch viel Tag vor mir hatte,
bin ich kurzer Hand nach Albig abgebogen.

Ein schöner Weg mit schönen Aussichten.

Dass dort gerade Bäume beschnitten wurden,
war kein wirkliches Hindernis.

Ansonsten ist der Weg schön und gut befahrbar.

Bei so schönem Wetter ist auch das nicht asphaltierte Stück des Weges passierbar.

Von Albig geht's dann an der Bahn entlang nach Alzey.

Alzey naht.

Hier darf man sich in den normalen Verkehr einordnen.

Aber wo zu anderen Zeiten der Teufel los ist,
kann man samstags um Viertel nach Vier die Ruhe genießen.

Auch in der Innenstadt ist nichts los.

Die Fußgängerzone ist wie ausgestorben.

Auch bei meiner Lieblings-Dönerstube ist noch viel Platz.

Nur bei der Eisdiele am Rossmarkt kann man sehen,
dass Alzey doch keine Geisterstadt ist.

Aber ohne viel Trubel gefällt mir der Rossmarkt auch.

In der Schlossgasse.

Weil gerade gutes Fotolicht herrscht,
statte ich auch dem Schlosshof einen Besuch ab.
Ich will die Gelegenheit nutzen, um in einem Panoramabild
endlich mal den “ganzen” halben Schlosshof auf zu nehmen.

Zu meiner Überraschung treffe ich dort auf einen Fotografen,
einen Assistenten und ein Model.
Der Anblick des Models mit seinen high-heels auf dem Kopfsteinpflaster
erregt natürlich mein Mitleid.
Die ausgebeulte Hose des Assistenten könnte ein Hinweis darauf sein,
dass der Anblick des Models bei ihm eher nicht das Mitleid erregt hat.

Aber, wie dem auch sei, bei meinem Panoramabild
hat weder das Model noch sonst etwas gestört.

Um das Panorama größer zu sehen, muss man nur das Bild an klicken.

Hinter dem Schloss, im Schlosspark ist ausnahmsweise auch mal was los.
Die SPD veranstaltet einen Familien-Nachmittag.

Das kann mich aber nicht zum Verweilen verlocken,
sondern bringt mich eher schneller auf den Weg,

Der Weg führt durch die Gartenstraße an der Selz entlang.

In den hohen Pappeln sind unzählige Krähennester.
Ein Hinweisschild klärt über die Krähen auf.
Und darüber, wie sie die Anwohner auf unterschiedliche Art erfreuen.

Die einzige “Schikane” weit und breit,
die für Radfahrer keine schwere Behinderung darstellt.

Aber. um so etwas zu installieren braucht man Hirn,
das man natürlich nicht überall erwarten kann.

Beispiele findet man zur Genüge
und um welche zu sehen
muss man gar nicht weit fahren.
Bis nach Gau-Odernheim z. B. genügt schon.

Man kann nicht behaupten,
dass an der renaturierten Selz bei Schafhausen schon das Bio topt.
Der Graureiher späht einstweilen noch vergeblich nach Nahrung.
Aber das kann ja noch werden.

Der kleine Anstieg bei der Pfortmühle.

Den Wegweiser zu Frangels Museumsschänke habe ich schon oft gesehen.
Heute bin ich ihm mal gefolgt.

Natürlich muss man erst mal im Dorf nach oben.

Aber der Weg lohnt sich durchaus.

Für ein Radler kann man schon mal einen kleinen Umweg in Kauf nehmen.

Dank der Umgehung ist die alte Straße kaum noch befahren.

Blick über die L406 auf Framersheim und den Kloppberg.

 

Ein Radler ist was Feines, macht aber nicht sehr satt.

Da ist es schon praktisch,
wenn man unterwegs noch eine Einkehrmöglichkeit findet.

So gestärkt ...

... ist dann der Rest des Weges auch noch zu schaffen.

Obwohl dieses bescheuerte Pflaster dazu führen könnte,
dass man die letzte Malzeit nochmals zu sehen bekommt.

Fazit

Ich kann meinen Versuch,
Wörrstadt mit dem Trike zu besuchen als erfolgreich betrachten.

Trotz der langen Steigungen hatte ich auf dem Rückweg in Biebelnheim
nach rund 24 km immer noch so viel Puste und Lust zum Fahren,
dass ich noch 18 km dran gehängt und nicht bereut habe.

Mehr und mehr komme ich zu dem Schluss,
dass ich in Rheinhessen “überall” fahren kann.

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