rt-go: Do 14.07.2011

Weser-Radreise

Heimreise und Fazit

Weil wir die mindestens 550 km
auf dem kürzesten Weg nach Hause
nicht am Stück fahren wollten
und auch aus anderen Gründen,
haben wir auch auf dem Rückweg
Zwischenstation im Harz gemacht
und sind lieber zweimal rund 350 km gefahren.

Einzelheiten von der Fahrt
sind aber nicht berichtenswert.

Mit dem Auto-Navi haben wir unterwegs
ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Die meiste Zeit war auf dem Display nichts zu erkennen.
Da mussten wir schon mal eine schattige Stelle am Weg
abpassen und anhalten, um uns in Ruhe zu orientieren.

Für das Finden des Radweges war es, wie erwartet,
untauglich, weil es die Radwege gar nicht kennt
und allenfalls mal einen Wirtschaftsweg findet.
Die Einstellung “Radfahrer” verhindert lediglich,
dass man auf Autobahnen geführt wird.

In den Orten kann man es allerdings gut nutzen,
um ein Hotel zu finden, wenn es dem Navi bekannt ist,
oder man die Adresse eingeben kann.
Den kürzesten und besten Weg findet es aber nicht immer.
Das haben wir im wahrsten Wortsinn erfahren.
Und manchmal zeigt es auch einfach offensichtlichen Mist an.
Auch das haben wir erlebt und voller Verwunderung gesehen.

Der Original-Navihalter,
den ich zuvor extra noch ans Trike montiert hatte,
hat sehr enttäuscht.
Denn unterwegs ist das Navi fünf Mal weg geflogen.
Die Hersteller hatten wohl nicht mit den stellenweise
derart miserablen Rüttelwegen gerechnet.
Aber, das muss man wohl anderen zur Last legen.

Beim fünften Freiflug ist das Navi sogar unter die Räder gekommen.
Das zweite Trike und der Anhänger sind drüber grollt.
Deshalb lag das Navi anschließend zerlegt auf dem Weg.

Nachdem ich die Teile wieder an den richtigen Platz gebracht
und die Gehäusehälften zusammen gedrückt hatte,
funktionierte es aber wieder wie zuvor.

Danach habe ich das Navi nur noch dort benutzt,
wo es wirklich von Nutzen war
und sehr penibel auf den Weg geachtet.

Natürlich weiß ich, dass es inzwischen auch “richtige” Fahrrad-Navis gibt.
Und wenn sie doppel so gut sind und halb so viel kosten,
kauf ich mir auch eins.

Einstweilen denke ich aber lieber nochmal
über einen brauchbaren Halter nach
(vielleicht fehlt da ja nur eine missbrauchte Speiche)
und verlasse mich auf Wegweiser und Karten,
bis der eindeutige Preis-Leistungs-Sieger fest steht.

Zum Kartenmaterial kann ich nur fest stellen,
dass ich das richtige noch nicht gefunden habe.

Und das bikeline Radtourenbuch Weser-Radweg sorgt nicht
“Für Ihr unbeschwertes Radvergnügen”,
wie behauptet wird.
Wenn man die Beschreibungen zu den Streckenabschnitten
bis zu drei Seiten vor oder zurück suchen muss,
ist das alles andere als ein unbeschwertes Vergnügen.
Und schwülstige und realitätsfremde Beschreibungen
bieten auch keine zweckdienliche Wegweisung.
Hinzu kommt,
dass die Kartenausschnitte mit unzureichender Überlappung
einfach aus einer größeren Karte ausgeschnitten sind
und deshalb Beschriftungen häufig fehlen.
So wird man gezwungen, ständig hin und her zu blättern,
um die Karte im Kopf zusammen zu fügen.
Und brauchbare Übersichten über größere Streckenabschnitte
zur schnellen allgemeinen Orientierung fehlen auch.

Wenn der ganze “Schmäh” abgetrennt wäre,
könnte man den in den Pausen konsumieren
und hätte unterwegs vielleicht
eine zweckmäßige Wegführung.

Aber,
“In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat”,
war es auch sinnvoll Frösche zu küssen.

Nachtrag

Inzwischen habe ich auch den

vom

und finde ihn um Klassen besser.

Hier findet man weitere Informationen:

Aber Vorsicht!
Dort wird, wie so oft,
scham- und maßlos übertrieben
oder sogar schlichtweg gelogen.
Und die 7 (!) Sterne gehören vielleicht auf die Metaxa-Flasche,
aber sicher nicht auf den Weser-Radweg.
Dafür ist die Wegführung und die Wegweisung viel zu schlecht
und der Weg selbst stellenweise zu miserabel.

Fazit

Die Radreise an der Weser hat uns
(trotz allem)
gut gefallen und Spaß gemacht.

Der erste Teil von Hann. Münden nach Minden etwas weniger.
Der von Minden nach Bremen eindeutig mehr.
Deshalb würden wir auch nur diesen Teil empfehlen.
Obwohl auch dort noch Etliches an den Radwegen
und an der Wegweisung zu verbessern ist.
Und, obwohl wir die 47 km von Höxter nach Bodenwerder
insgesamt am schönsten fanden.

Nochmal wollen wir die Reise nicht machen.
Wir kennen die Gegenden ja nun schon
und wollen noch andere kennen lernen.

Wenn es uns aber irgendwann doch
wieder an die Weser ziehen sollte,
würden wir sehr wahrscheinlich
in Porta Westfalica oder Minden starten
und dann vielleicht über Bremen hinaus fahren.

Das dann aber nur,
wenn der Wind Pause macht oder von Süden kommt.
Denn wir sind ja Genussradler und
wollen unsere Reisen genießen.

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Petersberg (7) 

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