rt-go: Fr 08.07.2011

Weser-Radreise

Von Todenmann nach Petershagen

39 km

Weil wir schon wussten,
dass es auf dem Weg von Rinteln nach Porta Westfalika
schlechte Wege und heftige Steigungen gibt,
haben wir uns entschlossen, auf diese Etappe des Radweges zu verzichten.
Der Wirt hat uns erklärt,
dass es eine Straße über den Buckel in Richtung Minden gibt.
Die habe zwar auch etwas Steigung, sei aber gut zu fahren.

Genau so war es dann auch.

 

Hier geht zwar nicht der Weser-Radweg lang,
aber nach Minden kommt man hier auch.

 

 

Das Denkmal sehen wir zwar nur von Weitem,
aber das genügt uns völlig.

Rückblick 1

Vor der Abfahrt hatte ich mir zu Hause schon mal vorgestellt,
“was wäre wenn”.
Dabei war dann auch die Situation, dass mein “Zughase”
aus irgend einem Grund als Zugmaschine ausfiele.
Weil dann gar nichts mehr ginge,
habe ich noch am letzten Tag vor der Abfahrt
zwei Schrauben M6x60 besorgt und an der Gabel montiert.
Dadurch könnte im Fall der Fälle unser zweites Trike
als Zugmaschine einspringen und das defekte erste ziehen.

Rückblick 2

Etwa zwei Kilometer zurück sind wir an einen Supermarkt gekommen.
Ich wollte dort unser Leergut los werden
und ein Sixpack Mineralwasser für unterwegs besorgen.
Während ich rein gegangen bin,
kam draußen ein junger Mann mit seinem Alleweder und Hund vorbei,
hat sich unseren Lindwurm angesehen und dann meine Frau angesprochen.
Er hat bei Hase gelernt und betreibt jetzt zusammen mit einem Partner
im Nachbarort einen Versandhandel und einen Fahrradladen mit Werkstatt.
Wenn wir wollten, könnten wir gerne auf einen Kaffe vorbei kommen.
Diese Einladung war zwar sehr nett, aber wir hatten ja ein Ziel
und nur für einen Kaffee und einen Plausch
hätten wir den Umweg nicht gemacht.

Aber dann kam es doch anders.
Plötzlich krachte es und der Antrieb blockierte.

Die Ursache hatte ich schnell gefunden.
Im Differenzial hatte sich das Schräubchen (M5x20) gelöst.
Normalerweise verbindet es das Differenzial fest mit der rechten Antriebswelle.
Nun war es lose.
Deshalb konnte sich das Ritzel seitlich von der Welle entfernen,
die Kette lief seitlich weg und verklemmte sich zwischen Zahnrad und Getriebe.

Weil da unterwegs nichts zu machen war,
habe ich umgekoppelt und benutzte das zweite Trike als Zugmaschine.

So ging es dann gemächlich einen halben Kilometer zurück bis zur Abzweigung ...

... und dann noch gut zwei Kilometer bis zu B+B CYCLES in Nammen,
einem Vorort von Porta Westfalica.

Niki Bürger, der eine von B+B CYCLES, der uns zum Kaffee eingeladen hatte
und der Hasekenner ist, machte sich dann gleich an die Arbeit.

Bei der Gelegenheit zeigte sich,
dass das linke Zahnrad im Differenzial schon drei Zähne eingebüßt hatte.
Weil die aber an verschiedenen Stellen fehlten,
war das kein akutes Problem.

In der Zwischenzeit führte Bernd Bünte, der andere von B+B CYCLES,
einen Stepper vor.

Macht Spaß, ist aber für Radreisen weniger geignet.

Dann hat Niki das Problem gelöst und wir können weiterfahren,
als ob gar nichts gewesen wäre.

Bliebe noch unbedingt zu erwähnen,
dass ich noch nirgends freundlichere und hilfsbereitere Fachleute getroffen habe.

Und dann wollten sie noch nicht einmal etwas für ihre Hilfsleistung nehmen.
Das merk ich mir.

Und wenn ich mal was brauche, schau ich zuerst mal bei

bb-cycles.de

 

Porta Westfalica haben wir versäumt.
Aber damit können wir leben.
Unser nächstes Ziel, Minden, liegt vor uns.

Eine schöne und bequeme Brücke über die Weser bringt uns in die Stadt.

 

Wichtigstes Ziel um 13 Uhr 30 war der Italiener.

Denn manchmal hilft nur eine Mahlzeit weiter.

Wir wählten Penne und Kirschtomaten mit Käse überbacken.
Etwas später kam die leicht gestresste Bedienung mit Spaghetti Bolognese.
Die wollten wir aber nicht, auch nicht zum halben Preis.
Deshalb mussten wir noch etwas warten.

Das wollten wir und das hat uns auch gut geschmeckt.
Beim Bezahlen hat die Bedienung nur ein Gericht berechnet,
weil wir warten mussten.
Da fiel uns spontan kein triftiger Einwand ein.

Inzwischen drohte der Himmel mit dunklen Wolken.
Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken.

Hier stand rechts aus unersichtlichem Grund ein Schild:
Durchfahrt für Fahrräder verboten.
Na gut, da sind wir halt links durch gefahren.

Hier war die Füßgängerzone zwar schmaler, aber frei befahrbar.

Wieder auf dem Weser-Radweg.

Hier ist die Beschilderung noch eindeutig.

Dann kommt eine Umleitung wegen einer Großbaustelle an der Schleusenanlage.
Das war uns schon bekannt und deshalb keine Überraschung.
Schön, dass man überhaupt eine Umleitung für die Radler beschildert hat.

Hier schien uns die Durchfahrt etwas eng.
Deshalb wollten wir lieber die Straße benutzen.

Während meine Frau unten wartete,
stieg ich erst mal zum Kanal hoch, um das Wunderwerk zu bestaunen.

Ein steiler Weg führt hinauf.

Nebenan stehen zwei gewaltige Pilze mit mindesten 20 cm Hut-Durchmesser.

Der Blick von oben.

An der Schleusenanlage.

Von diesem Kanal aus hätte ich zu gern einen Blick auf die Weser geworfen.
Aber da führte kein Weg hin.
Schade.

Der Fußweg von oben.

Nun wollten wir unseren Weg fortsetzen.
Genau vor der Brücke hätte eigentlich ein Umleitungsschild stehen müssen.
Dann wären wir davor links abgebogen.
So fuhren wir drunter durch und gradeaus weiter
und hätten uns in dem Gebiet ohne Ausgang stundenlang verirren können.
Zum Glück kam uns ein Einheimischer mit dem Rad entgegen,
fragte ob wir auf dem Weser-Radweg weiter wollten
und forderte uns dann auf ihm zu folgen.

Er brachte uns dann zu dem nächsten Umleitungsschild.
(Kann ihm mal jemand die Füße küssen?!)

Von da an ging es dann eindeutig beschildert und problemlos weiter.

Hoch über dem Kanal.

An der Großbaustelle.

Klare Sache.

Das Ende der Umleitung.

Unterhalb der Schleuse.

An der Weser.

Ausnahmsweise mal ein Kohlekraftwerk.

 

 

Netter Hinweis auf eine Fahrrad-Entsorgungs-Stelle.

 

 

 

Zweifel über Zweifel.
Soll man hier wirklich abbiegen?

Die Karte bestätigt es und der Waldweg ist nur kurz.

So frei von gefährlichen Hindernissen können Kreuzungen sein.
Die Beschilderung ist ja eindeutig.

Gleich noch ein vorbildliches Beispiel.

Und es geht sogar ganz ohne Schilder.

Hier beim Gästehaus+Restaurant “Bad Hopfenberg”, direkt am Radweg,
hat uns um 17 Uhr ein dringendes Bedüfnis zum Anhalten veranlasst.
Und weil die Toiletten so vorbildlich waren,
wie man das nur ganz selten findet,
kamen wir spontan auf den Gedanken,
dass die Zimmer möglicherweise auch vorbildlich sein könnten.
Und weil der Abend ja eh schon näher rückte und uns ein Tischnachbar versicherte,
dass man hier auch gut essen kann, haben wir gleich mal nachgefragt.

Kurz darauf hatten wir unser Zimmer für die Nacht.

Weil es aber fürs Abendessen noch zu früh war,
haben wir noch eine kleine Ausfahrt zur und in der Stadt Petershagen unternommen.

Beim Romantik-Hotel Schloß Petershagen mussten wir nicht fragen,
wir hatten ja unser Nachtquartier schon gefunden.

Ein sehr beschauliches Plätzchen an der Weser.

 

Im Rad-Haus gibts nichts zu sehen.
Der Laden hat schon zu.

Eine Übernachtung im Knast ist sicher originell,
wenn man so was noch nicht kennt.

Aber unser Balkonzimmer ist doch gemütlicher.

 zurück  Index 2011

Von Petershagen nach Nienburg 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

zur Homepage / Neustart:
rt-go-Homepage