rt-go: Mi 06.07.2011

Weser-Radreise

Bodenwerder -> Rinteln-Todenmann

65 km

Nach einem ordentlichen Frühstück ...

... und einem Kaffee im Freien ...

... kehren wir über die Brücke zum Weser-Radweg zurück.

Noch ein Blick nach Bodenwerder.

Und schon darf ich den Lindwurm wieder die erste Steigung hoch treten.

Ein heimtückische Falle.
Hier könnte man problem- und gefahrlos auf die Straße wechseln.
Aber der Wegweiser verhindert das.

Hier wird es eng.

Ich muss sogar einen Spiegel wegdrehen, damit ich da durch komme.

Und wozu dieser Mist?
Damit ich 50 Meter weiter durch dieses enge Loch fahren
und in der Kurve auf die andere Straßenseite wechseln kann.

 

 

Unser Kartenhalter zeigt jeweils etwa ein Drittel der ganzen Strecke.
Also mehr als eine Tagesetappe.
Wenn die Beschilderung überall ordentlich gemacht wäre,
würde das völlig reichen.
In der Praxis reicht es aber leider nicht.

 

“Kunst am Radweg”.

Das AKW Grohnde naht.

 

Die “Piratenfähre” bei Grohnde.

Bei einer kleinen Pause treffen wir zufällig zwei nette Radreisende,
die ebenfalls die Weser hinab radeln.
Sie sind öfter mit dem Rad unterwegs und berichten darüber:
http://www.angelikamilde.de/

Das AKW Grohnde vom gegenüber liegenden Ufer.

Heute sind noch andere unterwegs.


Größere Kartenansicht

Hier an der kurzen aber heftigen Steigung hat es mir die Kette zerrissen.
Zum Glück kamen gleich darauf die netten Radler von vorhin dazu.
Er hat sofort mit angefasst und geholfen, den Lindwurm hoch zu ziehen,
damit ich die Panne im Schatten beheben konnte.

So ein Kettenriss hört sich schlimmer an als er ist.
Ich habe mit dem entsprechenden Werkzeug, das man natürlich dabei haben muss,
das kaputte Kettenglied entfernt und durch ein Kettenschloss ersetzt.
Das macht keine große Mühe und ist in fünf Minuten erledigt.
Das Kettenschloss (oder mehrere) muss man natürlich auch dabei haben
und Gummihandschuhe erweisen sich auch als sehr nützlich.
All das habe ich selbstverständlich immer dabei, weil man es gelegentlich braucht.
Nur Flickzeug habe ich nie dabei, weil ich das nie brauche.

Ein schöner Anblick.
Da kann man ja fast blind durchfahren.

 

Radlerautobahn mit 2 mal 2 Spuren und rechts einer extra für den Schwerlastverkehr.

Endlich mal ein Trikefahrer.
Der hat eine Hand für einen freundlichen Gruß frei
und sieht einen, weil er nicht dauernd auf den Weg starren muss.

 

Davor waren wir unterwegs schon gewarnt worden.

Aber das nützt auch nichts.
Hoch muss ich trotzdem.

Ein Radler wartet gespannt.

Ein “Gipfelfoto” muss sein.

Die Abfahrt ist fast schlimmer als die Auffahrt.

Denn wenn man zu langsam fährt, setzt der Anhang zum Überholen an.

Noch eine Brücke.
Aber eine sehr bequeme.

Und schon treffen wir in Hameln das nette Paar wieder.
Sie haben einen Felgenbruch und müssen etwa zwei Stunden warten,
bis der Schaden in der Fahrradwerkstatt nebenan behoben ist.
Das nennt man Glück im Unglück.

Klare Sache.

Mitten in der Fußgängerzone.

 

Mittagessen?
Nix da!
Heut muss die Currywurst genügen.

Eine gefährliche Abfahrt zum Weser-Radweg.
Weil ich nichts riskieren wollte, habe ich gebremst.
Das war ein Fehler.
Die beiden “Anhänger” haben mich fast weg geschoben.
Für die Zukunft merke ich mir:
Abfahrten nie alleine, das zweite Trike muss gebremst werden.

Ein Liegeradler auf zwei Rädern.
Und, es wundert mich schon nicht mehr:
Keine Hand zum Gruß frei und den Blick stur auf den Weg gerichtet.
Was daran Spaß macht?

Und, als ob noch ein Beweis nötig gewesen wäre,
folgt die Bestätigung direkt danach.

 

 

Und, wen sehen wir bei unserer nächsten Pause?
Das Paar mit dem Felgenbruch, das schon wieder unterwegs ist.
Die Werkstatt sollte man sich merken.
Sie hat in nur zwei Stunden eine Hinterradfelge getauscht.
Und das für gerade mal 50 Euro.

Bei diesem Weg bleibt der Spaß auf der Strecke.

Das Bild täuscht vielleicht.
Es sieht möglicherweise so aus, als ob wir die Radler gleich überholen müssten.
Tatsache ist jedoch, dass die uns geade überholt haben.
Und Tatsache ist auch, dass uns das total am Anhänger vorbei geht.

Kleine Trink-Pause.
Warum die gerade an der Bank erfolgt, ist unklar,
denn zum Sitzen haben wir ja was Besseres.

 

 

 

 

 

 

Um 18 Uhr 25 in Rinteln wird es allmählich Zeit, ein Nachtquartier zu finden.
Der “RADgeber” vom Weserkontor sollte dabei helfen.
Leider sind dort aber vor allem die (zu) teuren Unterkünfte verzeichnet.
Dass bei den teuersten noch was frei ist, versteht sich.
Wenn man aber auch mit ein paar Sternen weniger zufrieden wäre,
wird es schwierig.
Also telefoniert man bei den gerade noch bezahlbaren herum,
ob vielleicht noch ein Zimmer frei ist.
Wir hatten Glück.
Beim Hotel “Zur Linde” war noch was frei.
Also gaben wir die Adresse ins Navi ein und staunten,
weil noch etwa vier Kilometer zu fahren waren.
Kein Problem, dachten wir, es liegt halt etwas außerhalb am Weser-Radweg.

Dann führte uns das Navi erst mal einen Km weiter geradeaus und dann quer ab.
Erst mit geringer Steigung und dann immer steiler.

Aber was macht man, wenn man schon kilometerweit gefahren ist?
Man fährt halt weiter bis man in das “Schöne Dorf” kommt.

Noch ein Stück, es kann nicht mehr weit sein.

Tatsächlich, da ist es.

Wir haben es geschafft ...

... und werden mit einem Konfettiregen geehrt.

Nach so viel Strapaze haben wir uns eine Stärkung verdient.

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Ruhetag in Rinteln 

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