rt-go: 2010-06-03

Spreewald

 

Drei Tage ohne Rad

Wir wollten ein paar Tage Radurlaub im Spreewald machen.
Das Appartement war schon lange gebucht.
Also mussten wir fahren.
Obwohl der Wetterbericht voll dagegen sprach.
Die Hinfahrt verlief noch weitgehend im Trockenen.

Gefunden!
Pension Buchan
Buschmühlenweg 16
03226 Raddusch / Spreewald
http://www.urlaub-beim-spreewaldbauer.de

Wir sind da.

Das Appartement ist schön.

Die Aussicht auch.

Nur das Wetter nicht.

Unser Ziel hieß zwar Raddusch,
aber wir hatten nicht die geringste Absicht,
unsere Räder nass werden zu lassen.

Also ließen wir unsere Räder im Anhänger und
suchten alle sehenswerten Orte mit dem Auto auf.

Radler waren zwar unterwegs.
Aber die Gesichter sprachen Bände.

Unser erstes Ziel war Burg (Spreewald).

Der Blick in den Hafen sagt alles.

Informationen findet man reichlich.

Alle Radler sind gut verpackt.

Schöne Alleen führen durch den Spreewald.

Unser nächstes Ziel war Cottbus.

Schön, aber nicht zwingend sehenswert.

Den Glockenturm kann man besteigen,
wenn man keine Probleme mit offenen Leitern hat ...

... und wenn die nicht gerade dröhnen.

Die Aussicht zeigt schön restaurierte Altbauten im Zentrum ...

... und die üblichen Plattenbauten in der Umgebung.

Nordöstlich von Cottbus kann man den ...

... "Tagebau Cottbus Nord" besichtigen.

Vattenfall baut hier weiter Braunkohle ab ...

... errichtet aber auch Windräder.

Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde macht
nicht nur mächtig Dampf, sondern auch Strom.

Unterwegs kann man immer wieder Storchennester sehen.
Manche sogar mit Störchen.

Der kleine Hafen in Lübbenau.

Die wenigen Kähne, die unterwegs sind,
fahren mit improvisiertem Regenschutz.

Die meisten liegen fest.

Auch im großen Hafen ...

... ist “tote Hose” bei dem Wetter.

Die Aussicht von unserer Bleibe aus ist auch eher trübe.
Das kann uns aber nicht davon ab halten,
weiter die Umgebung zu erkunden.
Im Auto ist es ja ziemlich trocken.

In Lübben stehen alle Räder still
(wenn unser schwaches Bein das will)
und die Radler spülen sich den Frust hinunter.
Z. B. mit Gurkenschnaps.
Bei dem Wetter ist vermutlich alles akzeptabel.

Ein Außenborder am Spreekahn ist natürlich ein Stilbruch.
Aber unter bestimmten Voraussetzungen
dürfen die auch verwendet werden.

Auf dem Marktplatz in Lübben.

Dieser wichtige Hinweis im Schaufenster einer Apotheke
hat uns natürlich voll überzeugt.

Fußpilz ist viel besser als Hautkrebs.

Den Pflanzen schadet der Regen offensichtlich nicht.

Die Slavenburg bei Raddusch
ist eine sehr moderne Rekonstruktion
einer slavischen Fluchtburg.

Vernünftiger Weise hat man auch gleich
die Fütterungsstation der Touristen mit rekonstruiert.

Denn mit irgend etwas muss man sich ja am Leben erhalten.

Man denke nur an die vielen Schulklassen,
die hier seit Beginn der Völkerwanderung
immer wieder völlig unkontrolliert ein fallen.

Was in England der “cornershop”
ist im Spreewald der Hofladen.

Die Radler sind gut eingepackt.

Die Wegweiser sind verlockend.

Aber, nur Gurken müssen eingelegt werden.
Radler nicht.

Die Wege sind immer noch viel zu nass.

Im Auto ist es trocken.

Schöne Landschaften ...

... kann man sogar vom Auto aus genießen.

Aber das hält natürlich keinem Vergleich stand.

 

2.
Ein Tag mit Rad

Endlich hatte das Wetter vom Dauer-Niesel-Regen
zum Zeitweise-Niesel-Regen gewechselt.

Das hat uns dann bewogen, am letzten Tag im Spreewald
endlich eine Radtour zu wagen.

 

Raddusch-Lübbenau-Runde

 

Der Gurkenradweg ist hier zwar beschädigt, ...

... aber mit etwas Mühe befahrbar ...

... und gut beschildert.

 

 

Das musste ja kommen.

Aber das ist kein Problem.

Nur etwas Gezerre.

Runter geht's aber nur einzeln.

Man beachte die Eleganz und graziöse Leichtigkeit der Bewegung.

Zwischendurch ein kurzes Stück Straße.

Dann geht's wieder naturnah weiter.

Weil die Kanäle kreuz und quer laufen, ...

... muss man dauernd über Brücken.

Zum Glück sind hier aber keine Treppen.

Ein wunderbarer Weg zwischen zwei Fließen.

Was dieser Eingeborene hier mit dem Auto wollte,
haben wir nicht erfahren.
Er hat jedenfalls zurück gesetzt und uns durch gelassen.
Obwohl wir auch so vorbei gekommen wären.

Freundliche Begegnungen sind üblich.

 

In Lübbenau haben wir die Kahnfahrt nach geholt,
die wir uns wegen des Regens bisher verkniffen hatten.
Außerdem hatten wir die Abzweigung nach Lehde verpasst.
Dort wollten wir eigentlich mit dem Rad durch.

Häufige Begleiter.

In Lübbenau.

 

In Lehde.

Unterwegs gibt es immer wieder Gelegenheiten,
endlich das Geld los zu werden.

 

 

 

 

 

 

Noch jemand ohne original Spreewaldprodukte?

Lehde hat nur eine Zufahrtsstraße,
aber viele Zufahrtskanäle.

Die meisten Ortsteile liegen auf Inseln,
die durch Kanäle und Brücken verbunden sind.
Gut dass wir den Radweg verpasst hatten
und mit dem Kahn gekommen waren.

Touristisch ist Lehde voll erschlossen.
Für läppische fünf Euro könnte man z. B.
vier eingerichtete Stuben besichtigen,
um zu sehen, wie die Lehder früher lebten.
Wie sie heute leben sieht man schon an der Kasse.

Man kann die Pause aber auch zum Besuch einer der
zahlreichen gastronomischen Einrichtungen nutzen.

 

Hier ist noch Platz ...

... zum Sitzen.

Und im Bauch ist noch Platz für ein Babben-Bier
aus der kleinsten Brauerei Brandenburgs.

 

 

 

 

Zurück in Lübbenau.
Hier durfte unser Lindwurm nicht lange stehen.

Denn da sollte gefilmt werden.

Aber das ist gar nicht so einfach.
Kaum sind die Räder weg, läuft ein strammer Radler ins Bild
oder Paddler fahren durch.

Auf dem Rückweg.

 

 

 

 

Warum ist es im Wald so schön?

 

Die Pinien (Kiefern) erinnern uns an die französische Atlantikküste.

 

 

15 Uhr 50.
Wir sind zurück und haben unsere erste Runde mit 23 km beendet.
Da ist eine kleine Erfrischung angesagt.
Der Hofhund bewacht unseren Lindwurm,
bis wir zur zweiten Runde starten.

 

Raddusch-Burg-Runde

 

 

Den Weg kennen wir noch.

Und diese Brücke auch.
Am Stück geht's hoch.

Und geteilt wieder runter.

Andere Radler dürfen sich da auch abmühen.

Da waren wir zwar schon.

Aber alles haben wir noch nicht gesehen.

 

Insbesondere den Bismarkturm hatten wir noch nicht besucht.
Das ist der höchste Aussichtspunkt in der Umgebung.

Und von hier aus sehe ich sofort, ...

... dass unser Gefährt Interesse weckt.

Von oben kann man zwar sehr weit sehen.
Aber oft sind die Aussichten in der Nähe auch nicht zu verachten.

Das Schild hatte ich schon gesehen,
konnte aber konkret nichts damit verbinden.
Nun weiß ich endlich, was eine Fahrradstraße ist
und dass es so etwas tatsächlich gibt.

 

Eine Gruppe Handbiker hat großen Spaß an dem gemeinsamen Ausflug.

Der Paddler sitzt im Boot
und die Frau bedient die Schleuse.
Das nennt man Arbeitsteilung.

Der Radweg geht gerade aus.

Aber wir nehmen den Fußweg.

Der fährt sich zwar etwas schwerer,
ist aber sehr viel schöner.

Die zweite Runde mit 25 km ist auch beendet.

Dieser Tag hat richtig Spaß gemacht
und die 48 km haben wir gar nicht gemerkt.

 

Fazit

Wenn das Wetter stimmt
sind Radtouren im Spreewald ein Genuss.

 

Übrigens

Fall jemand unser
“planloses Herumgecruise”
exakt nachvollziehen möchte,
kann er unsere Routen als
 

Raddusch-Lübbenau-Runde.gpx
+
Raddusch-Lübbenau-Runde.kml

Raddusch-Burg-Runde.gpx
+
Raddusch-Burg-Runde.kml

herunter laden und außerdem bei

betrachten.

Trotzdem viel Spaß!

 


Keep dry king!

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