rt-go: 2008-06-08

Selztal – Alles Radweg ? – Oder was?

 Eine kleine Rundfahrt in Rheinhessen

~42 km (z. T. auf dem Selztal-Radweg R2)

(Karte von:  http://www.rheinhessen.info/de/)

In der Zeitung hatte ich vor einiger Zeit gelesen, dass von Alzey nach Mauchenheim neben der Straße ein Radweg angelegt wird, der den Selztalradweg R2 in Richtung Quelle ergänzen soll.

Nun wollte ich mich davon überzeugen und endlich mal den anderen Teil des Selztal-Radweges R2 erfahren. Den Teil von Gau-Odernheim bis Ingelheim hatte ich bei meiner Rheinhessen-Rundfahrt schon kennen gelernt.

 

Ich fuhr also auf dem Rad-Rüttelweg R2
von Gau-Odernheim nach Framersheim.

Sonntags ist bei so einem Wetter natürlich Betrieb.

“Go west” in Alzey.

Die Abzweigung nach Mauchenheim.

Tatsächlich. Der neue Radweg ist fertig ...

... und wird auch schon eifrig genutzt.

In Mauchenheim geht's dann gut beschildert
über die normalen Straßen weiter ...

... direkt zum Sportplatz.

Nach einigem Suchen kann man dann mit etwas Glück
ein gut getarntes Schildchen (das kleinere) entdecken, ...

... das einen auf die Tribüne führt.
Na das ist doch mal ein Radweg!
Mit Aussicht auf das Spielfeld.
Und als Trikefahrer hätte ich sogar einen Sitzplatz gehabt.

Die Fortsetzung führt dann mit 19% nach oben.
Die Oma wäre sicher abgestiegen.
Ich habe es locker durch gestrampelt.
Aber, bei weniger als 100 Meter ist man oben,
bevor das Hirn merkt, dass die Beine müde werden.

Der Weg, der hier folgt, bringt mich dazu,
mich von einer Joggerin überholen zu lassen, ...

... und veranlasst andere dazu, die Mütze fest zu halten.

Dann kommt aber auch wieder ein asphaltierter Weg ...

... mit klarer Wegweisung ...

... und Schwemmland.

Na gut, 5 cm Pampe sind zu schaffen ...

... und 13% Steigung auch.

Bei dieser Selz-Durchfahrt habe ich sehr bedauert,
dass mein Trike keinen Rückwärtsgang hat.
Da hätte ich doch im Bach hin und her fahren können
bis die Räder wieder sauber gewesen wären.

Eine Hinweistafel klärt über die geplante und teilweise
bereits begonnene Renaturierung der Selz auf.

An dieser Stelle findet allerdings eher
eine Renaturierung des Weges statt.
Und ich freue mich,
dass mein Trike keinen Rückwärtsgang hat.
Das hat mir doch was erspart.

Bei 15 cm Pampe kann schon mal was hängen bleiben.
Bis zur Auffrischung bei der nächsten Durchfahrt.

Ein Blick zurück auf die Doppelspur zeigt,
dass ich hier das rechte Hinterrad geschont habe.

Jetzt ist es nicht mehr weit.
Amtlich angezeigt nur noch 800 Meter bis zur Quelle.

Hier geht's weiter.
Und? ... Richtig!
Der Weg zweigt links ab.
Da ist zwar kein Schild.
Aber als Einheimischer weiß ich natürlich wo die Quelle ist.

Bei diesem Wegstück bin ich froh, dass ich ein Dreirad fahre.
Ich werde zwar gründlich geschüttelt,
aber trotz bedenklicher Neigung nach links oder rechts
falle ich wenigstens nicht vom Rad.

Das letzte Stück ist dann sogar fast komfortabel.
Und der Kenner sieht schon die gut getarnte Quelle.

Da sind zahlreiche Hinweise und Erklärungen zu finden ...

... und natürlich die Quelle.
Ok.
Wir Rheinhessen sind halt bescheiden.

Das Wasser schmeckt übrigens,
ich habe es selbstverständlich probiert,
sehr ausgeprägt nach gar nichts.

Mir ging es natürlich nicht um die Quelle,
die ich schon lange kenne,
sondern um den Radweg da hin.

Nun kenne ich den auch.

Weil ich mir diesen Weg nicht nochmals gönnen will,
Fahre ich auf der Landstraße zum Forsthaus Vorholz.

Dort ist eine Wassertretestelle nach Dr. Kneipp.
Eine willkommene Erfrischung für Radlerbeine.

Auf dem Rückweg mache ich noch einen kleinen Umweg
und fahre über Bechenheim nach Offenheim.
Weil's dabei fast nur bergab geht,
komme ich locker auf 40 km/h.
Wie viel mehr da noch drin gewesen wäre,
wollte ich aber gar nicht wissen.

(Wer später bremst ist früher platt.)

Auf dem Radweg von Weinheim nach Alzey.

Zum Schluss ein kurzer Plausch mit einem Zweiradfahrer.
Seine Meinung über den Rüttelradweg zwischen
Framersheim und Gau-Odernheim muss ich hier nicht wiederholen.

Sonst könnten sich die Verantwortlichen
am Ende noch betroffen fühlen.

Ein Bisschen Mitleid muss man ja schon mal zeigen
(mit den zutiefst betroffenen Un-Verantwortlichen).

 

Fazit

Bei solchem Wetter macht (mir) fast jede Radtour Spaß.
Ich kann ja auch faul auf meinem Rad herum liegen
und muss nur etwas strampeln.

Ich kann mir aber vorstellen,
dass manche Zweiradfahrer
das nicht ganz so locker sehen.

Ich bin und bleibe jedoch zuversichtlich.

Wenn die andere Hälfte des Weges
auch noch befahrbar gemacht wird,
ist der Tourismus garantiert nicht mehr auf zu halten.

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Radeln in der Stadt (Worms) 

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