rt-go: 2010-05-14

Saar-Radweg 2

Mettlach <-> Saarburg

~42 km  ~370 Hm  ≤8%

 

Die Route kann man als
 Mettlach-Saarburg-Runde.gpx
+
Mettlach-saarburg-runde.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

 

So beginnen schöne Tage.

Die Laternengarage war ganz ok,
nur halt nicht völlig trocken.
Aber daran war ja das Wetter schuld.
Man kann auch nicht sagen,
dass die Räder nass waren,
nur etwas feucht vom Tau.
Und seit ich meine Kette geölt habe,
kann sie auch nicht mehr rosten.
Jetzt saut sie nur noch meine Klamotten voll.

Ich wusste doch schon immer,
warum ich etwas gegen Kettenöl habe.

Und schon geht's los und den Berg hinauf.
Dabei wollten wir doch “nur” an der Saar entlang.

Auf geht es durch den finsteren “Tann”.
Ersatzweise muss hier der Laubwald her halten.

Und schon haben wird die Marienkapelle erreicht.

Na gut, sie steht halt da.
Wozu?
Keine Ahnung.
Aber sie stört auch weiter nicht.

Noch ein Blick zurück nach Mettlach.

Saarhölzbach naht.

Der Schotterweg ist hier weniger empfehlenswert.
Zweiräder haben da wenig Probleme.
Aber Trikes sind da doch erheblich behindert.
Weder die linke noch die rechte Spur ist breit genug.
Und mit der Grasnarbe in der Mitte
macht es auch nicht mehr Spaß.

Bei den Quarzit-Steinbrüchen von Taben-Rodt.

Hier geht's wieder mal den Berg hoch,
damit man über die Brücke auf die andere Seite kommt.

Steigungen kann man hoch fahren.
Man kann aber auch hoch laufen.
Dann muss ich den Lindwurm halt alleine hoch treten.

Stört mich aber gar nicht.

An Wegweisern herrscht kein Mangel.

Jetzt geht's an der B 51 lang.

Das ist zwar weniger idyllisch.
Dafür fährt es sich auf Asphalt aber wesentlich bequemer.

Die Weinberge sind hier wirklich Wein-Berge.

Freie Auswahl.
Man kann machen was man will,
den Saar-Radweg kann man gar nicht verfehlen.

Wir haben trotzdem überlegt und uns
wegen der Erfahrungen mit dem Schotterweg
für den Weg rechts der Saar entschieden.

Die Staustufe zeigt den Höhenunterschied von rund 10 Metern.

Ein wunderbarer Asphaltweg und ...

... eine schöne Landschaft bestätigen unsere Entscheidung.

Auch der nächste Wegweiser gibt keine Rätsel auf.

Aber es spricht auch nichts gegen eine kleine Pause.

Ein scheinbar viel zu großes Schiff für die kleine Saar.

Saarburg naht.

Mit diesem Schiff wären wir durchaus gern zurück gefahren.
Aber wo nix fährt geht nix.

Zum Stadtkern geht's über die Brücke.

Wir sind fast schon da.
Ab hier geht's nur zu Fuß weiter.

Aber ein passender Abstellplatz
für unsere Räder ist schnell gefunden.

Ich wäre ja gerne hoch gefahren.

Aber Räder dürfen da weder hoch noch runter.

Auch von halber Höhe ist die Aussicht schon beeindruckend.

Eine außergewöhnliche Dekoration.

Der Blick von oben.

Diese malerische Ecke ...

... ist touristisch ...

... voll erschlossen.

Das ist aber kein Grund nicht dort ein zu kehren.
Die Konkurrenz sorgt dafür,
dass man für's Geld auch was bekommt.

Mit der Gastronomie waren wir jedenfalls zufrieden.

 

Intermezzo mit der Steinzeit

Weil es auf dem Herweg die halbe Zeit genieselt hatte
und sowieso (~9°C) ungemütlich kalt war,
hatten wir erwogen, für den Rückweg die Bahn zu nutzen.

Kein Problem.
Die Bahn fährt im Stundentakt
und kann Fahrräder mit nehmen.
Wunderbar!

Also sind wir zum Bahnhof gefahren
und haben uns dort schlau gemacht.

Personal findet man dort zwar nicht,
aber mit etwas Mühe
findet man auch selbst die nötigen Informationen.

Also: Der Zug fährt demnächst von Gleis 2.
Und wir stehen dort,
wo man von der Straße aus hin kommt,
am Gleis 1.

Selbstverständlich gibt es eine Unterführung,
durch die man zum Gleis 2 gelangen kann.

Jedenfalls wenn man gut zu Fuß und fit ist
und keinerlei Beeinträchtigungen hat.

Fahrräder sind überhaupt kein Problem,
wenn man sie selbst treppab und treppauf schleppen kann.

Gehbehinderte mit Rollator oder Rollstuhl
bleiben einfach zu Hause,
dann haben sie keinerlei Probleme.

Eltern mit Rädern machen sich mal einen schönen Tag
und lassen ihre Brut zu Hause,
dann müssen sie sich gar nicht erst
mit dem Kinderanhänger ab schleppen.

Das Leben kann ja so einfach sein.
Man muss es nur verstehen.

 

Nach dieser eindrucksvollen Belehrung
über die Vorteile von Bahnreisen
haben wir Einsicht gezeigt und beschlossen,
doch wieder selbst zurück zu radeln.

Den Weg kennen wir schon.

An der Staustufe geht's wieder etwas hoch.

Das Schiff lässt sich einfach vom Wasser hoch heben.
Aber, selbst wenn wir das auch könnten,
würde uns das viel zu lange dauern.

An der B 51.
Noch in Rheinland-Pfalz.
Da ist der Radweg durch einen kleinen Grünstreifen
von der Fahrbahn getrennt.
Das bringt zwar nichts,
wirkt aber sehr beruhigend.

Etwa auf halbem Weg.

Am Bahnhof Taben haben wir die Wahl.
Aber nicht, ob wir mit dem Zug weiter fahren wollen,
sondern ob wir über die Brücke fahren
und dann den Kiesweg durch den Wald nehmen,
oder der B 51 folgen.

Wir haben uns für die B 51 entschieden,
weil der völlig nasse Kiesweg durch den Wald
garantiert noch weniger Spaß gemacht hätte.

Vor allem die LKW wirbeln zwar etwas Wasser auf,
aber man kann ja unterwegs
auch mal die Klappe geschlossen halten
oder gelegentlich aus spucken.

Hier sieht man schön, wie tief die Wolken hingen.
Das hat uns aber nicht gestört.
Es hat zwar zeitweise etwas genieselt.
Aber von richtigem Regen sind wir
zum Glück verschont geblieben.

Villeroy & Boch.

Wir sind zurück.

Nach einem Kakao zum Aufwärmen
haben wir unsere Räder wieder ein gepackt
und sind nach Hause gefahren.

 

Fazit

Selbstverständlich wäre die Tour
bei besserem Wetter noch viel schöner gewesen.
Aber sie hat uns trotzdem Spaß gemacht
und hat den Aufwand gelohnt.

Ich kann mir gut vorstellen,
dass wir noch weitere Touren
an der Saar unternehmen werden.

Die Unterkunft bei
Antiquitäten-Schlürmann
war zwar etwas antik, aber völlig ok.
Das Frühstück war lobenswert
und das Essen im Restaurant Salzbadkeller
war richtig gut.


 


Keep dry king!

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