rt-go: 2014-05-04

Rheinhessen-Rundfahrt #8

Gau-Odernheim ⇒ Bechtolsheim ⇒ Gabsheim ⇒ Wörrstadt
⇒ Rommersheim ⇒ Schimsheim ⇒ Armsheim ⇒ Flonheim
⇒ Alzey ⇒ Framersheim ⇒ Gau-Odernheim
~ 41 Km  ~ 425 Hm

Karte von GPSies

Meine Route kann man als
Rheinhessen-Runde-8.gpx + Rheinhessen-Runde-8.kml
herunter laden und außerdem direkt betrachten:

 

Nachdem ich mein Trike mit viel Mühe zum E-Trike umgerüstet und aus Gründen der Vorsicht erst bei drei kleineren Ausfahrten erprobt hatte, wollte ich endlich mal eine größere Tour machen,
damit ich einen Eindruck davon bekomme, wie sich der Antrieb und vor allem der Akku auf einer größeren Tour bewährt.

Deshalb habe ich nur noch auf stabil gutes Wetter gewartet.

Am Sonntag, den 04.05. war es endlich so weit.
Also bin ich los gefahren.

Der Berg hat zwar wieder gerufen,
aber heut' hatt' ich was anderes vor.
Außerdem hatte ich die 27% am “Herrgottspfad”
ja schon bei der ersten Probefahrt genutzt.

Zuerst ging's mal nach Bechtolsheim,
das mich heute aber auch nicht weiter interessiert hat.

Die Straße nach Gabsheim habe ich wegen der langen Steigung bisher immer vermieden und deshalb den geografischen Mittelpunkt Rheinhessens noch nie gesehen.

Heute kann mich die Steigung nicht abschrecken.
Ich fahr' sie einfach langsam hoch,
genieße dabei die Unterstützung durch den Motor
und mache eine erstaunliche  Erfahrung:
Ein Rennradfahrer überholt mich natürlich.
Er ignoriert mich aber nicht etwa verächtlich,
sondern grüßt mich ganz locker im Vorbeifahren.
Solchen Leuten wünsche ich doch gern
einen guten Tag und gute Fahrt.

Oben geht's erst mal eine Weile
ohne große Höhenunterschiede weiter.

Da ist er, der geografische Mittelpunkt Rheinhessens.

Und weil man ihm das ja nicht ansehen kann,
stehen hier zahlreiche informative Tafeln.

Dann darf man die kostbaren und mühsam eroberten  Höhenmeter auf der Abfahrt nach Gabsheim
ganz einfach in den Fahrtwind schreiben.

Und hinter dem Ort darf man neue Höhen erklimmen.

Eine Boeing 737 von SunExpress sorgt dafür,
dass man nicht vor lauter Ruhe ein schläft.

Ein Blick zurück nach Gabsheim.

Klare Sache, ich will zunächst nach Wörrstadt.

Hier oben gibt es schöne Betonwege und zahllose Windräder.

Die Brücke über die A63.

Nix los.

An Wegweisern fehlt es nicht.

Wörrstadt naht.

Noch eine Abfahrt, ...

... dann bin ich am ersten Ziel.
Keine falschen Vorurteile bitte!

Ich war ohne Frühstück los gefahren und habe mir nun,
um 14 Uhr, einen Döner mit Scharf gegönnt.

Auch alte Wegweiser weisen den Weg.
Man muss sie nur entdecken.
Sie zeigen allerdings nicht den offiziellen Radweg.

Ein schöner Weg führt nach Rommersheim hinunter.

Ein Blick ins Schwimmbad zeigt, dass dort auch nix los ist.

In der Ferne kann man den Turm auf dem Schildberg sehen,
von dem einige Radler (alle tragen einen Helm)
 die Aussicht genießen.
Die kann man auch hier im Panorama bewundern.

Weiter geht's nach Rommersheim.

Und durch den Ort.

Die Beschilderung hier ist unzureichend und gibt mir
endlich mal Gelegenheit meine Karte aus zu packen.
Eine im Maßstab 1:25'000 sollte man immer dabei haben.

Ein schöner Radweg führt neben der Straße nach Schimsheim,
ein Ortsteil von Armsheim.

Da ist es.

Boh, äh! – Wohin man von hier aus alles fahren könnte.

Ich fahr' erst mal in Richtung Armsheim weiter.

Der schöne Radweg ...

... endet wie so oft an einer Schikane,
wo sich die Hirnamputierten wieder mal austoben durften.
Zum Glück kommt man da auch außen vorbei und kann so
die volle Aufmerksamkeit auf den Verkehr
anstatt die blöde Schikane richten.

Armsheim protzt mit einer imposanten Kirche, ...

... ist aber (optisch) trotzdem ein ganz netter Ort.

Ich will nach Flonheim und Alzey weiter.

Hier gabelt sich der Weg.
Deshalb steht da nicht nur ein Wegweiser.

Der “Hinweis zur Radstrecke” ist sicher gut gemeint.
Man darf ihn aber allenfalls verbal zur Kenntnis nehmen.
Die Karte kann nur irritieren, weil sie ausgerechnet am Standort keine Ähnlichkeit mit dem realen Wegenetz zeigt:

 

Und die ca. 300 m schlechte Wegstrecke sind in der Realität
gut 900 m lang. Aber wen sollte das wundern?!

Hier beginnt die “Teststrecke”.

So sieht sie stellenweise aus.

Und so sehen die 600 m “Zugabe” aus.

Flonheim ist erreicht.

Im Ort stehen reichlich Wegweiser.

Mein Weg führt hinauf zum Flonheimer “Schauinsland”.

Das Ausflugslokal reizt mich nicht.

Von oben noch ein Blick zurück.

Sonntags begegnet man immer wieder eifrigen
“Landwirten bei der dringenden Inspektion ihrer Felder”, die,
um sich Ärger zu ersparen, ganz schnell den Weg frei machen,
auf dem sie absolut gar nichts zu suchen hätten.

Der Weg ist klar.

Hier zweigt er ab ...

... und durchquert unerwartet ein Wäldchen ...

... und ein Gebüsch.

 

Am Sonntag und bei dem Wetter
sind natürlich auch Spaziergänger unterwegs.

Und schon bin ich wieder in vertrautem Gelände,
wo am 1.Sonntag im September immer viel Volk unterwegs ist.

Noch ein Blick auf die A63.

Kunst im Wingert.

 

Abschied von den Weinbergen.

Und schon bin ich wieder in der großen Stadt.

Und, große Überraschung:
Heut' ist Tag der offenen Hose, oder so.

"Die Leid sin jo bleed. Die gans Woch kennten se oikaafe.
Norre samschdachs net so viel, weil do um zwelfe schun
die Bürjersteich hoch geklabbt werrn.
Awwer wann se sunndachs uff machen,
missen se all gerennt kumme, damit se jo nix vebassen."

"Un was hun ich defunn? – Kaan Platz!
Alla ford, wann se all drause hocken, is es jo drin leer.
Ich kann ach drin moin Schoppe drinke un e Klanichkeit esse."

Nach dem Besuch in meiner Heimatstadt nehm' ich
den vertrauten Weg durch die Schlossgasse.

Quer über die Nibelungenstraße weiter in Richtung Osten.

Kaum ist die Baustelle bei Schafhausen beseitigt,
hängt auch schon wieder das alte Schild
“zum Verarschen der Touristen”.
S.: Diebe, Fälscher, Betrüger, Scharlatane ?

Das Bio topt sich an der Selz aus.

Und der Weg ist wie immer.

Aber schön sieht es aus.

Fazit

Dank Motor-Unterstützung konnten mir
die vielen Steigungen den Spaß nicht verderben.
Der Motor macht zwar Krach,
aber deshalb darauf verzichten, ist keine Alternative.
In Zukunft kann ich einfach los fahren und muss nicht
vorher ängstlich das Profil der Strecke untersuchen.
So machen Radtouren noch viel mehr Spaß.
Ach ja, am Ende konnte ich beruhigt fest stellen,
dass ich den Akku nicht mal zur Hälfte leer gelutscht hatte.
Daraus folgt, dass auch Touren von 80 km
kein Problem sein dürften.

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Petersberg-9 

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