rt-go: Do 2011-05-05

Kleine “Werkstatt”-Runde

Gau-Odernheim ⇔ Mainz

~ 80 Km  ~ 306 Hm

Karte von GPSies

Profil von GPS-Track-Analyse.NET

Das Profil zeigt, warum ich nicht den gleichen Weg zurück genommen habe.
Die Tour hat auch so genügend Steigungen und Höhenmeter.
 

Meine Route kann man als
Kleine_Werkstatt-Runde.gpx
+
Kleine_Werkstatt-Runde.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.


Unser erstes Lepus hat eine Shimano Nexus 8-Gang-Nabe
und die wird durch einen Gummiring am Lenker geschaltet.
Daran ist an sich nichts aus zu setzen.
Leider verändert sich das Material aber im Lauf der Jahre.
Bei kaltem Wetter ist der Gummi hart, glatt und rutschig,
bei warmem dagegen weich und klebrig.

Weil wir für den nächsten Tag schon eine Radtour geplant hatten,
musste der nötige Wechsel schnell und reibungslos erfolgen.

Ich bin deshalb mit dem Rad nach Mainz zur Werkstatt
die Radgeber” gefahren und habe das Teil dort austauschen lassen.
Das hat nicht lange gedauert und nicht viel gekostet.
Ich musste nur die “Werkstatt”-Runde radeln.

Um 09 Uhr 26 gings gemütlich los.

Erst mal die Hauptstraße in den Ort hinein.

Um die Zeit ist noch nicht viel los.

Hier ruft wieder der Berg.

Heute allerdings vergebens.

Und schon gehts aus Bechtolsheim hinaus in die Pampa.

Ein schöner Weg ohne große Steigungen.

An der Stelle scheint immer Wild unterwegs zu sein.

Vor Friesenheim.

Der Wegweiser in Friesenheim bietet drei Richtungen an.
Dass ich hier falsch gefahren bin, liegt allerdings nicht an dem Wegweiser.
Der ist von der anderen Seite ganz klar zu sehen.
Ich bin hier aber schon so oft in Richtung Nierstein gefahren,
dass ich auch diesmal ganz selbstverständlich diese Richtung eingeschlagen habe.
Zum Glück ist mir dann aber schon nach einem Kilometer ein gefallen,
dass ich ja heute anders fahren wollte.
Ich musste also nur um drehen und einen Kilometer zurück fahren,
um in Richtung Köngernheim, Hahnheim, Selzen weiter zu fahren.

Die “Kunst am Radweg” steht immer noch.

Bei Köngernheim gehts bequem durch die Unterführung.

Und dann ganz nach Laune an der Schikane vorbei.
Entweder außen durch den Sand, als “Limbo-Triker” drunter durch,
oder ganz einfach im Slalom zwischen den beiden Sperren durch.

Auch diese Schikane ist passierbar.
Inzwischen sogar leichter, weil links keine störenden Mülltonnen mehr stehen.

An der Selz entlang.

In Richtung Hahnheim.

An der Untermühle ist wieder Betrieb.

Zwischen den beiden Sperren durch wäre es zu eng.
Aber außen vorbei passt es ohne Probleme.
Solche Schikanen sind schon eine sinnvolle Einrichtung.

In Hahnheim geht es links über den Selztalradweg in Richtung Ingelheim weiter.
Wenn man aber nach Mainz will, muss man nach rechts in Richtung Selzen fahren.

In Selzen fehlen zwar einige Wegweiser,
die den Eingeborenen die Auskunft ersparen könnten.
Aber die Schikanen stehen endlich mal so, dass sie einen nicht schikanieren.

Ein schöner Radweg.

Wie schön, dass die Bahn früher mal nach Mommenheim fuhr.

“Kitsch as kitsch can”
kurz vor Mommenheim.
Dieses Vorzeige-Stück deutscher Garten- (Hoch-) Kultur
hat mir schon 2007 große Bewunderung ab genötigt.
Und damals waren all die Gartenzwerge noch gar nicht auf gestellt.

Na dann, nix wie weiter.

Auch die Fortsetzung des Weges nach Harxheim
lässt seine Herkunft unschwer erkennen.

Endlich mal Gegenverkehr.

Am alten Bahnhof in Harxheim.

Hier bin ich letztes Mal gerade aus (links) weiter gefahren,
weil ich dem Wegweiser misstraut habe.
Diesmal habe ich es gewagt und bin durch den Hinterhof gefahren.

Trotz sehr dürftiger Beschilderung habe ich die
zwei Stellen zum Richtungswechsel und schließlich auch 
die richtige Ausfahrt aus dem Dorf gefunden.

Man muss halt langsam fahren und gründlich suchen.

Eine leichte Steigung führt auf den nächsten Hügel.
Von dort hat man dann Aussicht nach Frankfurt und zum Taunus.

Unterwegs treffe ich einen (diesen) etwas verunsicherten Radfahrer,
der von Köln nach Speyer unterwegs ist.
Er hat am Rhein entlang die Erfahrung gemacht,
dass Hotels oft ausgebucht und nicht gerade billig sind.
Nun will er es in Rheinhessen auf dem Land versuchen
und weiter südlich an den Rhein zurück kehren.

Sein Gespann mit Einrad-Anhänger und viel Gepäck.

Die Stelle ist mir noch in Erinnerung.
Der Weg geht halb links oder halb rechts und der Pfeil zeigt gerade aus.
Letztes Mal bin ich links weiter gefahren und nach Bodenheim gekommen.
Weil ich wieder dort hin will, lass ich es nicht auf einen Versuch an kommen.

In Bodenheim gibt es Wegweiser.
Die helfen allerdings erst dann,
wenn man die Umleitung ohne Wegweisung geschafft
und dann trotzdem zu den Wegweisern gefunden hat.

Auch dieser Kreisel ist mir in Erinnerung.

Deshalb finde ich diesmal den richtigen Radweg,
was man aber den Wegweisern an der Stelle nicht anlasten kann.
Dazu später noch mehr.

Mainz-Laubenheim.

Auch ein schöner Radweg ...

... findet sein Ende, wenn's in die Stadt geht.

Dann muss man halt mit dem normalen Verkehr mit fahren.

Die richtige Wegführung ist bisweilen nur schwer zu erahnen.
Sie verläuft hier tatsächlich in der Bildmitte.

Nerven bewahren!
Auch hier ist es der richtige Radweg.

An der Stadtgrenze.

Berliner sagen in so einem Fall: “Gar nicht erst ignorieren!”
Und manchmal bin auch ich ein Berliner.

Gleich gehts über die Brücke.

Eigentlich ganz idyllisch.

Auf der einen Seite drei Serpentinen hoch.

Auf der anderen Seite zwei Serpentinen runter.

Und schon ist man am Rhein.

 

Bei schönem Wetter ist hier Trubel.

Warum ist es am Rhein so schön?

Wenn ich nur wüsste, was dieses Schild bedeuten soll.

Vielleicht frag ich mal einen der anderen Radler.

Oder einen netten Polizisten.

Ein sehr schöner (sogar offizieller) Radweg.

Der Strand bietet sich als verlockendes Ziel an.

Aber ich muss erst mal in die Stadt.

In die Hintere Bleiche.

In die Werkstatt.

Was macht man ohne Rad in der Stadt?
Man latscht halt zu Fuß rum.

Am Marktplatz.

Das Gutenbergmuseum.

Große Ereignisse werfen ihre Dixis voraus.

Ein seltsames Schiff auf dem Rhein.

Nix wie weg, die Touristen kommen.

Der verlockende Strand hat mich an gezogen.
Aber die penetrante südamerikanische Dudelmusik
hat mich auch schnell wieder vertrieben.

Ein eiserner Mann mit auswechselbaren Körperteilen.

Am Kaufhof gibst Neueröffnung mit Musik.

Jetzt bin ich schon wieder mit dem Rad auf dem Rückweg und kurz vorm Rheinufer.

Der Biergarten am Winterhafen.

Gaststätte “Rhoischnook”.

Jetzt fahre ich gerade aus auf dem Rheinradweg weiter.

Weisenau.

Nicht gerade idyllisch, aber auch kein Problem.

Gleich gehts durch die Unterführung.

Da bin ich schon öfter durch, meistens fälschlicher Weise.

Und schon bin ich wieder an dem Kreisel mit der untauglichen Wegweisung.
Der steht an einer so ungeeigneten Stelle, dass man garantiert falsch fährt.

Und deshalb wundert es mich auch gar nicht,
dass mir der Radweg abhanden kommt
und kein Radwegweiser mehr zu sehen ist.

Die Richtung weiß ich natürlich auch so und fahre halt auf der normalen Straße.

In Nackenheim ...

... stehen dann auch wieder Radwegweiser.
Obwohl der Radweg hier endet.

Aber wenn man in der Ferne zufällig das kleine grün-weiße Schild mit dem Pfeil entdeckt,
kommt man unschwer darauf, dass man hier durch fahren sollte.

Hier bleibt gar keine Wahl.
Da kann man sich das Schild sparen.

Und hier kommt man zwangsläufig auf den alten Rheinradweg zurück.

Auch hier hat man wieder ein überflüssiges Schild gespart.
Links darf man ja sowieso nicht.

Den Abschnitt kenne ich noch.
Früher lag da nur Schotter.
Nun liegt der Schotter wenigstens auf Asphalt.

Die Bahnüberquerung bei Nackenheim.

Auf dem Rhein-Terrassen-Radweg nach Nierstein.

Klare Sache.

Ein Liegeradler.
Sogar mit einem Ruderrad.
Der war aber so aufs Fahren konzentriert,
dass ein Hallo oder Winken einfach nicht drin war.
Bin ich froh, dass ich so nicht fahren muss.

In Nierstein gibt es schöne Ecken.
Die findet man sogar ganz leicht und ganz automatisch.
Immer dann, wenn man die spärlich verteilten Wegweiser
wieder mal nicht gefunden hat.

Ich finde aber immer den Weg wieder,
auf dem früher das “Valtinche
nach Dexheim gedampft ist.

Landschaftlich ganz wunderbar.

Der Scheitelpunkt hinter Dexheim.
Von da aus geht es nach Friesenheim hinunter.

Am Ortsausgang von Friesenheim sieht man schon den Petersberg.

Zurück in Bechtolsheim.
Jetzt muss man nur noch die Pflasterstrecke durch den Ort überstehen.
(Gebissträger sollten die Luke geschlossen halten.)

Dann noch das letzte Stück Radweg nach Gau-Odernheim,
auf dem ständig so viele Landwirte unterwegs sind,
dass es gelegentlich sogar zu Staus kommt.

 

Fazit

Ein schöne Radtour,
die mir streckenweise viel Spaß gemacht hat.

Ätzend fand ich nur wieder mal die Unfähigkeit der Verantwortlichen,
einen Radweg so zu beschildern, dass man ihn auch eindeutig findet
und ihm bequem folgen kann.

Ich glaube,
wenn jeder der falsch fährt,
dem Verantwortlichen eine rein hauen dürfte,
wäre das Problem ganz schnell gelöst.

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Mosel-Runde 1 

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