rt-go: 2007-04-18

Trike-Tandem-Probefahrt

Mainz ⇔ Heidenfahrt

~ 30 Km  ~ 49 Hm
z. T. auf dem Rhein-Radweg R2

(Karte von:  http://www.rheinhessen.info/de/

 

Die Route kann man als
 Mainz-Heidefahrt-Runde.gpx + mainz-heidefahrt-runde.kml
herunter laden

und bei ansehen.

Für den “Brückentag” hatten wir uns beim Händler meines Vertrauens ein Hase-Trike bestellt, damit wir endlich mal ausprobieren könnten, ob uns das Fahren mit einem Trike-Tandem so viel Spaß machen würde, dass wir die ganz beachtlichen Kosten für ein zweites Exemplar auf uns nehmen wollten.

Die Radgeber in Mainz stellten uns ein neues AL-Kettwiesel für unsere Probefahrt als “Zugmaschine” zur Verfügung.

Und damit “stürzten” wir uns dann ins Verkehrsgetümmel von Mainz.

Erst ging's über die normalen Straßen zur Fußgängerzone.

Dann wären wir beinahe auch noch durch den Wochenmarkt gefahren. Aber da war uns dann doch zu viel Volk unterwegs. Deswegen zogen wir es vor, zunächst noch etwas durch die Fußgängerzone zu radeln, um uns dann über normale Straßen zum Rheinufer an der Rheingoldhalle und am Rathaus zu begeben.

Was uns sehr erstaunte war die Präsenz von sehr vielen Polizisten. Die fragten wir dann natürlich und erfuhren, dass die Politiker wieder mal auf Kosten der Steuerzahler mit viel Polizeischutz sehr heftig feierten. In dem Fall den 60. Geburtstag von Rheinland-Pfalz.

Was ich nicht verstehe:
Wenn sie Grund zum Feiern haben,
dann haben sie doch eigentlich nichts zu fürchten.
Und wenn sie Grund zum Fürchten haben,
dann gibt's doch eigentlich nichts zu feiern.
Oder???

Weil wir nicht feiern, sondern unsere Radtour machen wollten, machten wir uns auf dem schönen Radweg am Rhein davon.

Im Industriegebiet wird der Weg dann etwas weniger schön und stellenweise so eng, dass man nur ganz langsam durch fahren kann.
Und manchmal klappt's einem auch die Spiegel bei,
aber so ist das nun mal in Städten.

Im Gartengebiet bei Mombach ist mir sogar mal ein Schnappschuss nach hinten gelungen und zeigt,
dass Tandem fahren Spaß macht.

Kurzer Stopp an einer Informationstafel bei Budenheim.

An der Fahrradfähre nach Walluf ist nichts los.
Offenbar sind heute alle Radler schon auf der richtigen Rheinseite.

Anstatt bei Budenheim den Weg durch das Industriegebiet zu nehmen, den ich schon kannte, wollte ich diesmal den ausgeschilderten offiziellen Rhein-Radweg benutzen. Und das hatten wir dann davon. Nicht nur an dieser Stelle, sondern an vielen mussten wir uns ganz langsam durch den Matsch durch pflügen. Unser schwacher Trost: die Zweiradfahrer waren noch schlimmer dran. Die mussten entweder durch waten oder riskieren, mit den Rädern aus zu rutschen und in die Pampe zu stürzen. Wir haben gut verstanden, warum die gern die Räder getauscht hätten.

Übrigens: Der Rhein-Radweg (zwischen Mainz und Bingen) gehört, laut Aussage von Rheinhessen-Radtouren zu den Premium-Radrouten und die zeichnen sich durch qualitätsgeprüfte Mindestkriterien aus. Sie bilden das touristische Hauptnetz und werden durch die Regio-Radrouten ergänzt.

Boh, äh! - Da bin ich aber platt.

Bei Heidenfahrt sieht's dann wieder sehr gepflegt aus.

Für uns war dies das Ziel unserer Probefahrt ...

... und die passende Gelegenheit zur Mittagspause.

Die Wendigkeit unseres Gespanns war immer wieder überraschend und hat uns voll überzeugt. Eine Kehrtwende auf einem normalen Wirtschaftsweg geht völlig problemlos und ohne “Gehufe”.

Auf dem Rückweg.

Fazit

Wir wissen jetzt, dass das Radeln mit einem Trike-Tandem so viel Spaß macht, dass wir das noch ganz oft erleben wollen. Deshalb haben wir schon das zweite Trike bestellt und freuen uns auf die Lieferung.

Das AL-Kettwiesel, das ich als “Zugmaschine” zur Verfügung hatte, ist ein sehr schönes, leichtes, wendiges und wirklich bequemes Trike. Die Kettenschaltung ist sehr leichtgängig und überaus flink zu schalten. Man kann zwar (selbstverständlich) nur während der Fahrt schalten, das aber recht flott und ohne Pausen von oben bis unten und umgekehrt.

Weil ich's aber unbedingt mit Federung und klappbar brauche, habe ich mir natürlich ein Lepus bestellt. Weil ich auch mal steilere Wege fahren muss und will und auch mal das zweite Trike als Anhänger ziehen können und alle Gänge am Stück und auch im Stand schalten will, habe ich mir die 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff und das Differenzial mit bestellt. Lauter schöne und teuere Sachen, von denen ich aber erwarte, dass sie die Probleme lösen, mit denen man sich sonst herumärgern muss.

Noch eins:
Eine Pfütze mit nur 1 mm Wasserstand genügt vollauf, um den 2. Fahrer “zur Sau” zu machen.   Da hilft es nur, zwei große Schürzen an den Hinterrädern des ersten Trikes an zu bringen und außerdem ganz ganz langsam durch zu schleichen.

Ich denke da z. B. an grell gelbes Wachstuch und bin in Gedanken schon am Konstruieren.

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