rt-go: Sa 2011-08-20

Petersberg
(7)

~6 km  ~94 hm  ≤27%

Meine Route kann man als
Petersberg-7.gpx
+
Petersberg-7.kml
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und außerdem bei

betrachten.

 

 

Mit 28°C im Schatten, wolkenlosem Himmel und einer leichten Brise,
hatte dieser Tag alles, um einer der schönsten des Jahres zu werden.

Als ich gegen Mittag mit dem Rad auf meiner Einkaufsrunde unterwegs war,
fiel mein Blick unvermeidlich auf den Petersberg
und ich hörte ganz deutlich wie der Berg rief.

Also lud ich ganz schnell meinen Einkauf zuhause ab
und machte mich auf den Weg.
Hier zweigt er vom Selztalradweg ab und ist alles andere als einladend.

Aber die übrigen Wege sind hier auch nicht besser.
Da muss man halt durch.

Zwischendurch halte ich immer wieder mal an,
um die Landschaft und die Natur zu genießen.
Bei den meisten Aufnahmen muss ich aber nicht mal vom Rad absteigen.
Die mach ich doch mit Links im Liegen.

Der “Herrgottspfad” in seiner ganzen Schönheit.

Von weitem sehen die 27% Steigung noch ganz entfernt aus.
Man erkennt aber schon, dass der erst im Frühjahr planierte Weg,
nicht mehr ganz so plan aussieht.

Die verlockend leuchtende “Wegzehrung” sieht zwar schon gut aus,
schmeckt aber noch abschreckend sauer.

Der Weg ist weit und schlecht.
D. h. hier ist er fast noch gut zu nennen.

Jetzt gehts los.

Die Warnung: “auf eigene Gefahr”
schlage ich in den Wind, bzw. die leichte Brise.

Vom Rad betrachtet sieht das steilste Stück gar nicht so schlimm aus.
Sind ja auch nur 27%.

Und das Problem liegt weniger in der Steigung,
als in der mangelnden Traktion.
Auf dem trockenen Staub drehen gern mal die Räder durch.

Außerdem zeigt das Thermometer,
natürlich in der Sonne, satte 40°C.
Da bleibt nur Schwitzen, um durch Verdunstungskälte
die überschüssige Wärme los zu werden.

Aber bei der leichten Brise funktioniert das wunderbar.

Insbesondere, wenn man oben mal anhält,
um zu verschnaufen.
Dann kann man auch schon mal von Weitem das Ziel anpeilen, ...

... und einen Blick auf die Landschaft wefen.

Es zieht sich noch etwas.

Gelegenheit, noch etwas die Natur ...

... und die Kultur zu bewundern.

Ein Blick zurück auf Gau-Odernheim.

Jetzt nahen noch dreimal 20% und eine “böse” Kurve.

Leider habe ich es noch nie geschafft,
die abartige Schräglage des Weges im Bild fest zu halten.
Da fehlt einfach die dritte Dimension.
Inzwischen ist der Weg so abhängig,
dass auch ich nur noch am oberen rechten Rand entlang fahre.
Andernfalls riskiert man, unkontrollierbar seitwärts weg zu rutschen
und dann unvermeidlich zu stürzen.

Das letzte Stück.
Auch hier hängt der Weg etwas zur Seite.
Hauptproblem ist aber wieder die Traktion.

Mein “Berghase” ist oben.

Gleich daneben ist ein beliebter Grillplatz
in den spärlichen Resten einer früheren Kapelle.

Blick nach Nordwesten Richtung Bingen.

Blick nach Norden Richtung Taunus.

Blick nach Nordosten Richtung Frankfurt.

Blick nach Südosten Richtung Biblis.

Blick nach Westen.
Da gehts jetzt wieder runter.
Und wenn man genau hin sieht,
erkennt man die seitliche Neigung des Weges.

Weil ich den Herrgottspfad nicht runter rutschen
und noch einige neue Wege erkunden will,
biege ich über die Wiese in Richtung Nordosten ab.

Der Weg ist naturnah und bei Trockenheit befahrbar.

Wieder mal ein Blick zur Seite.

Auch auf der anderen Seite sieht es schön aus.

Noch ist es recht eben.

Aber dann gehts in Richtung Osten bergab.

Nach der Abzweigung nach Süden wird es steil.

Der Blick zurück zeigt, wie steil es da bergab oder bergauf geht.
Als ich den Weg zuletzt runter gefahren bin,
hatte ich vermutet, dass man ihn nicht hoch fahren könne.
Jetzt wollte ich es wissen 
und bin das erste, steilste Stück wieder hoch gefahren.
Nun, man kann sich ja mal irren, es geht tatsächlich.
Ich tippe auf rund 30% und werde es bei Gelegenheit überprüfen.

Sieht besser aus als es schmeckt.
Aber, nur Geduld, das wird.

Auf meinem weiteren Weg muss ich wieder etwas hoch.

Aber hier will ich nicht hoch,
weil ich den Weg schon kenne.

Rechts geht die “Diretissima” hoch.
Die hebe ich mir für eine andere Gelegenheit auf.

Ich bin nur schon mal ein kleines Stück hoch gefahren,
um einen Eindruck von der Befahrbarkeit zu bekommen:
Ist problematisch, sollte aber bei Trockenheit zu schaffen sein.

Irgendwann werde ich es genauer wissen.

Mein Weg führt jetzt abwärts.

Nicht genüsslich, aber fahrbar.
Wenn man hart im Nehmen ist.

Das Ziel wird wieder sichtbar.

Rechts ist der Buckel, über den der Herrgottspfad nach oben führt.

Ein hängen gebliebenes Schild.
Aber bitte, ich lass es natürlich hängen.

Blick in Richtung Westen.
Im Vordergrund liegt Gau-Odernheim.
Dahinter der Wartberg bei Alzey
und links, bei den Bäumen, der Wartbergturm.
Ganz hinten der Donnersberg mit dem Fernsehturm.

Kleine Einlage für Genussradler.
Da kommt richtig Freude auf.

Nun gehts endgültig bergab.

Noch eine Teststrecke,
bei der alle gelockerten Schrauben die letzte Chance erhalten,
endlich ganz runter zu fallen.

Ich kann aber auch nebenher fahren.
Mein Berghase ist ja auch ein Feldhase.

“Kunst am Baum”.
In einem Garten hängen diverse Räder an den Bäumen.

Dieses muss ein Rettungsrad gewesen sein.
das Fässchen hängt noch dran.

An der Selz.

Die neue Staußwirtschaft hat noch geschlossen.
Aber um 15 Uhr ist es auch definitiv noch zu früh,
um den Tag mit Wein zu beenden.

Fazit

Obwohl die Wege, die ich gefahren bin,
ja alles andere als empfehlenswert sind,
hat mir die Tour unglaublich viel Spaß gemacht.

Das Wetter war einfach optimal
und ich hatte kein festes Ziel,
sondern bin einfach nur spontan
drauflos gefahren.
Genau so wie es mir gerade gefallen hat.
Und,
so sehen bei mir nun mal Genusstouren aus.

Und wenn das jemand nicht versteht,
dann darf er gern mal mit fahren.

Obwohl!?

Ich weiß ja nicht,
was ich mir damit auflade.

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Mosel-Runde 3 

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