rt-go: 2010-09-03

Hardcore Triking

Petersberg 4

~ 5 km  ~ 100 Hm  ≤27%


 
Die Route kann man als
HardcoreTriking.gpx
+
HardcoreTriking.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

Mit “Hardcore Triking” meine ich z. B. nicht:
am Winterberg die Piste runter rasen
und sich freuen, wenn unten das Rad noch ganz ist
und man sich nicht auf die Klappe gelegt hat.

Mit “Hardcore Triking” meine ich z. B.:
sich einen miserablen Weg
mit extremen Steigungen hoch kämpfen
 und sich oben freuen,
wenn man es geschafft hat.

Ob man den Weg dann auch wieder runter fährt,
ist völlig nebensächlich.

 

Bei meiner letzten Petersbergtour (3)
war ich den “Herrgottspfad” herunter gefahren
und sehr im Zweifel,
ob ich den jemals hoch fahren würde.

Nun hat es mich “gejuckt” und ich habe mir gesagt:
“ich kann's ja einfach mal probieren
und umdrehen, wenn es keinen Spaß macht.”

 

Der Petersberg, der mittlere von den drei Buckeln,
ist nicht das primäre Ziel,
sondern der “Herrgottspfad”,
der auf den “Hippel” (links) hoch führt.

Von weitem sieht der Weg ganz harmlos aus.

Aber, je näher man kommt, ...

... desto deutlicher ...

... kann man die Probleme erahnen.

In der irrigen Annahme, da käme noch ein Querweg,
habe ich mir das grobe Pflaster auf dem unteren Weg erspart.

Dafür durfte ich mich dann durch die Wingertzeile hoch kurbeln
und den Anblick genießen.

Schöner Anblick.

Schmeckt auch schon gut.

Sehr gut sogar.

Hat geschmeckt.

Und schon bin ich wieder auf dem rechten Weg.

Der sieht nicht gerade einladend aus.

Aber hier geht es noch.
Der Privatweg, den man nur auf eigene Gefahr benutzen darf,
beginnt da ja erst.

Auf den Fotos sieht das alles sehr harmlos aus,
weil man die Tiefe der kreuz und quer laufenden Rinnen ...

... gar nicht richtig erkennen kann.

Und auch die Steigung erscheint ganz “bequem”.

Dass es hier so steil ist,
dass gelegentlich das Vorderrad ab hebt,
kann man nicht sehen.

Aber der Steigungsmesser zeigt es deutlich:
Die Blase klebt am Anschlag und das bedeutet: 27%.

Der Rest bis zum Petersberg ist auch alles andere als eben,
aber dann doch “fast geschenkt”.

Das sind ja nur noch drei mal kurz 20%.

Auch wenn der Weg hier etwas riskant ist ...

... gibt es da keine Überraschungen mehr.

246 m über NN auf dem Petersberg (49.7944960°,8.2042880°).

Die Aussicht ist eine echte Belohnung.

Blick über Gau-Odernheim und Alzey Richtung Donnersberg.

Blick auf Bechtolsheim und den Taunus.

Das liebliche AKW Biblis vor dem Odenwald.

Die Reste der ehemaligen Kapelle.
(Die der Jakob nie gesehen hat.)

Der Blick reicht weit.
In der Ferne (50km) kann man sogar,
wenn auch nicht auf diesem Bild,
die Skyline von Frankfurt erkennen.

Hier lasse ich es, um nicht ins Loch zu rutschen,
flott im Bogen runter rollen und bremse erst danach.

Auch ein Seitenblick ist ganz reizvoll.

Der Abgrund naht.

Wenn die Bremsen halten, ...

... schaukelt es einen ganz gemütlich zu Tal.

Fast schon wieder unten.

Und zum krönenden Abschluss jetzt der richtige Weg
mit dem genussreichen Pflaster.

 

Fazit

Wer es bezweifeln will,
mag es bezweifeln.
Aber, mir hat die Tour Spaß gemacht.

Ich weis jetzt,
dass mich so leicht kein Weg und keine Steigung
abschrecken kann.

Außer, wenn es sich endlos hin zieht
und der Spaß auf der Strecke bleibt.
Dann gilt:
“Man muss auch mal verzichten können.”

Aber sonst:

“Hardcore Triking”
macht Spaß.

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Petersberg 5 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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