rt-go: 2010-04-18

Petersberg 2

(Rundkurs)

~7,3 km  114 Hm  ≤27%


 
Die Route kann man als
Petersberg-2.gpx
+
petersberg-2.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

 

Der Berg ruft.

Nach meinen Erfahrungen bei der “Erstbesteigung”
(s.: Petersbergrunde), hatte ich mir vorgenommen,
einen bequemeren Weg zu suchen.

Aber erstens kommt es anders ...

... und zweitens als man denkt.

Das Pflaster fährt sich besser als es erscheint
und bei bis zu 17% Steigung
kommt man ja eh nicht ins Rasen.

Auf meinem “Schleichweg” entdecke ich von ferne, ...

... dass da oben was los ist.

Da will ich hin.

Aber auf welchem Weg, wenn sonst keiner da ist?

Hier hat er schon 17% und oben werden es 27%.

Ich hab's geschafft.
Ich muss aber zu geben, dass ich ~3 Meter
das Trike gezogen habe.
Nachdem ich an der steilsten Stelle angehalten hatte,
um die 27% zu messen und mal kurz zu schnaufen,
konnte ich nicht mehr los fahren.
Die Hinterräder haben nur noch durch gedreht
und Gras und Dreck auf gewirbelt.

Also habe ich meinen Berghasen
auf festen Untergrund gezogen
und bin dann (immer noch bei 27%) weiter gefahren.

Hier geht's nur noch abwärts.

Da bleibt nur der Weg durch den Wingert.
Bei konstant 18% geht's ganz gemütlich hoch.
Da stört nur das gelegentliche Durchdrehen
der Räder auf dem Gras.

Ob “Runter” wirklich bequemer ist?

“Ende der Fahnenstange”?
Gerade aus geht jedenfalls nix.
(siehe Nachtrag Position 1)

Rechts geht gar nix.

Aber links ist ein Hang,
der irgendwo zum normalen Weg führen muss.
(siehe Nachtrag Position 2)

Beim Abstieg bin ich ganz besonders vorsichtig,
denn die Drähte laufen quer.
Von denen möchte ich nicht gebremst werden.
Da bremse ich lieber vorher selbst.

Jetzt nach rechts und dann im Wingert weiter.
(siehe Nachtrag Position 3)

Schiebung! Ich hab's gesehen.

Da geht der normale Weg hoch.

Und da ist der verlockende Trubel.
(siehe Nachtrag Position 4)

Ganz oben sind sogar Radler.

Schöne Aussicht.
Aber die kenne ich schon.
Und derentwegen bin ich auch nicht hoch gekommen.

Hier feiern Einheimische nach Winzerart
mit ihren Gästen aus Ungarn.

Winzerart bedeutet:
“Mit Essen und Trinken
hat sich schon manch einer
am Leben erhalten”

Also langsam wieder runter,
um mit zu feiern.

Der eine kommt, der andre geht.

In Rheinhessen sagt man:
Wenn einer isst,
iss mit ihm.
Wenn einer trinkt,
trink mit ihm.
Wenn einer arbeitet,
lass ihn arbeiten.

Na dann prost!

Weil ich ja auf der Suche nach neuen Wegen bin,
versuche ich es abwärts mal auf der Ostseite.

Ein kurzer Halt, um die drohende Austrocknung
des Naturschutzgebietes zu bremsen.

Kein schöner Weg.

Der ist landschaftlich viel reizvoller,
aber auch nur vorsichtig abwärts befahrbar.

Den Steinhaufen da oben kenne ich bereits.
Nur von der anderen Seite.

Abwärts geht es immer.

Auch wenn der Weg noch so schlecht ist.

Blick zurück.

Die sind auf dem falschen Weg.
Aber, nachdem ich sie aufgeklärt hatte,
haben sie sich bedankt und
ganz schnell freudig umgedreht.

Der Lieberg ...

... und die Tulpensucher.

Das ist nicht die Attraktion, ...

... sondern das.

Manch einer kniet da sogar andächtig nieder.

Die Wildtulpen am Lieberg.

Noch ein Blick zurück zum Petersberg ...

... und nach Gau-Odernheim ...

... und dann geht's weiter.

Endlich wieder Asphalt.

Die Zivilisation naht.

Hier ist sie ganz besonders nah.

 

Fazit

Der Versuch,
einen bequemeren Weg auf den Petersberg zu finden,
war zwar nicht von Erfolg gekrönt.

Die Triketour aber schon.

Und, mit der richtigen (kleinen) Entfaltung
verlieren Steigungen ihre Schrecken.
Jedenfalls,
wenn sie sich nicht endlos hin ziehen.

Da bliebe dann nur noch das Problem der Traktion,
dem man aber mit Geländereifen begegnen könnte.

Ich werde das jedoch nicht tun.
Denn ich fahre 
mit meinen Schwalbe Marathon Plus
 schon über 4.000 km ohne Panne.

Und so soll das auch bleiben.

 

Nachtrag

Nachdem ich mir gerade eine neue Kamera zugelegt hatte,
musste ich die natürlich auch gleich ausprobieren
und habe von zu Hause aus den Petersberg auf genommen.

Die Aufnahme wurde mit folgenden Daten gemacht:

Entfernung Luftlinie : 1.750 m
Brennweite (KB) : 624 mm
Belichtungszeit : 1/320 s
Blende : F/4,9
Empfindlichkeit : ISO 80

Die Positionen beziehen sich auf obige
entsprechend gekennzeichnete Bilder.

Obwohl durch die Verkleinerung auf 600x450 Pixel
etliche Details verloren gehen,
kann man doch noch erstaunlich viel erkennen
und die Positionen eindeutig zuordnen.



Keep dry king!

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