rt-go: Fr 2012-07-07

Görlitz -> Klein Priebus

Der Tag beginnt wieder mit einem guten Frühstück.

Dann folgen einige Kilometer auf schlechten Wegen und noch schlechteren Straßen.

Da sind wir froh, dass wir an der Kunstmühle Ludwigsdorf
eine Kaffeepause einlegen können.

Weil der Chef weiß, dass Reisende auch gern mal zusammen auf dem Bild sind,
übernimmt er von sich aus den Job.

Tandems sieht man selten.
Das war jedenfalls das einzige, das uns begegnet ist.
Aber unter uns:
Unser Lindwurm ist uns lieber.

Auf diesem schönen Weg wollte meine Frau auch mal “Kapitän” sein.
Aber nach nur einem Kilometer ist sie schon bedient.
“Da muss man ja lenken und aufpassen.
Mach Du das mal, ich guck lieber Landschaft.”

Ein großer Freizeitpark kündigt sich an.

Seltsame Dinge erregen Aufmerksamkeit.

“Grüngeringelter Abenteuerfreizeitpark”: Kulturinsel Einsiedel
Auch der Name weckt Interesse.

Und wer hätte hier im Wald ein Kamel erwartet?

Alles ist irgendwie überraschend und wirkt geheimnisvoll.

Wenn wir das alles vorher gewusst hätten,
hätten wir sicher einen Tag extra eingeplant.
Schade.
Aber wenn wir irgendwann wieder in die Gegend kommen, dann wissen wir es.

Der folgende Radweg ist optimal.

Und die Landschaft ist offensichtlich fotogen.

Ein sehr informatives Schild, wie man es eher selten findet.
Und ein besonders intelligenter Hinweis, wie man ihn leider oft sieht:
“Zentrum 1 km”.

Gut, dass wir dann kurz danach sowieso in das Zentrum gekommen sind.
 Es ist das schöne Zentrum von Rothenburg/Oberlausitz.

Um kurz nach 12 finden wir zielsicher das, ...

... was uns jetzt ...

... die Rettung verspricht.

Etwas weiter kommen wir am Flugplatz Rothenburg / Görlitz vorbei.

Ein wunderbarer Weg bringt uns zu einer wunderbaren Stelle an der Neiße.

Die Neiße-Schleife bei Ungunst (Nomen est Omen)
kann man auch als Panorama betrachten.

Die günstige Stelle, wo ich die Panorama-Aufnahmen gemacht habe,
hat sich nachher leider als ungünstig erwiesen.
 Ein 6 mm langer Reisnagel hat sich von der Seite in meinen Vorderreifen gebohrt
und mir nach mehr als 6'000 km meinen “Unplattbaren” geplättet.

Weil ich mich voll auf die Werbung verlassen habe
und ja auch auf mehr als 6'000 km noch nie einen Platten hatte,
hatte ich selbstverständlich weder einen Ersatzschlauch noch Flickzeug dabei.
Und weil man mit einem platten Reifen nicht lenken kann,
musste ich halt umspannen.
Kein Problem.
Beim gezogenen Trike lief der Plattfuß noch 7 km mit,
ohne Ärger zu machen.

Um 16 Uhr in Klein Priebus freuten wir uns,
als wir ein Schild mit der Aufschrift Reifenservice sahen.
Aber ein Einwohner verkündete gleich:
“Da geht nix mehr, der ist schon weggefahren.”

Also fuhren wir ein Stück weiter und klingelten an dem Schild Zimmervermietung.
Weil der angekündigte Regen schon unübersehbar im Anmarsch war,
wollten wir zu allererst mal eine Unterkunft finden
und dann die anderen Probleme, Plattfuß und Verpflegung, in Angriff nehmen.

Der Vermieter hatte zwar die Klingel nicht gehört, uns aber gesehen.
Deshalb kam er mit seinem Auto und Anhänger,
mit dem er gerade weg fahren wollte,
zurück und kümmerte sich erst mal um uns.

Unseren Lindwurm konnten wir in einer Scheune unterstellen.
Das platte Vorderrad nahm er mit, um einen neuen Schlauch zu besorgen.

Dann quartierte er uns in einem Haus in der Nähe ein.

Dort konnten wir es uns gemütlich machen und auf seine Rückkehr warten.
Er fuhr inzwischen in Richtung Görlitz, um dort Möbel abzuholen,
und auf dem Weg einen neuen Schlauch zu besorgen.
Als es dann aber heftig zu regnen begann, war klar,
dass er den Möbeltransport vergessen konnte.
Deshalb kehrte er um.
Um aber unser Reifenproblem zu lösen, rief er von unterwegs in Bad Muskau an
und fuhr dort zu einer Fahrradwerkstatt.
Dort hatte man zwar keinen passenden Ersatzschlauch,
konnte aber den Schlauch flicken.

Als wir wie verabredet gegen 19 Uhr zum Neisse-Treff kamen, ...

... war der Regen schon vorbei,
das Rad war wieder fahrbereit,
und wir konnten ein einfaches, aber gutes Abendessen zu uns nehmen.

So schön habe ich mir Pannen schon immer vorgestellt.

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