rt-go: 2006-09-09

Noordwijk und Umgebung (NL)

Es ergab sich, dass wir in der Woche vom Samstag, 09.09.2006 bis zum Sonntag, 17.09.2006 ein paar Tage Urlaub machen konnten und bei dieser Gelegenheit u. a. in den Niederlanden an die Nordsee fahren wollten, um je nach Wetter zu baden oder mit den Rädern umher zu fahren oder zu machen, was eben möglich war. Und ...

... alles war möglich. Das Wetter war durchgehend “zum Eier legen” mit wolkenlosem Himmel und Temperaturen bis 30 Grad. 

Deshalb haben wir jede Gelegenheit genutzt, die Umgebung mit den Rädern zu erfahren und sind noch am Samstag Nachmittag ein Stück weit in die Umgebung geradelt. Dabei durften wir erstmals erfahren, was man in Holland unter einem “Fietspad” (Radweg) versteht.

Alle hiesigen Verantwortlichen sollten unbedingt mal hin fahren, damit sie vielleicht doch noch begreifen, wie ein Radweg funktionieren kann. Der Fußweg geht übrigens separat nebenher, damit es nicht zu Kollisionen kommt. Denn in Holland sind selbstverständlich auch Rennradfahrer, manchmal sogar mit enormem Tempo, auf den Radwegen unterwegs. Und wenn einem ein Pulk von rund 20 Fahrern in Zweierreihe mit 30 bis 40 Km/h entgegen kommt, kann man nur vorsorglich die Rettung im Grünen suchen, oder hoffen, dass sie diszipliniert fahren. Tun sie auch. Im Gegensatz zu einer Klasse deutscher Schulmädchen, die schnatternd und ohne auf den Weg zu achten auf ihren Rädern herum eiern und aus der Reihe aus brechen.

Da hilft dann nur noch ein kurzer Trompetenstoß, um die verträumten Damen in die Realität zurück zu rufen. Kommentar meiner Frau: “Gut, dass du gehupt hast, die hätten mich fast platt gefahren.”

Manchmal passiert es auch, dass einzelne Rennfahrer, die verbissen gegen die Uhr und ihre Mitmenschen kämpfen, trotz Gegenverkehr und ohne vorher Signal zu geben einfach zwischen durch rasen. Denen möchte man dann nicht unbedingt gute Fahrt, sondern eher ein Mäulchen voll Sand wünschen. Den meisten Radlern, denen wir begegnet sind, können wir allerdings das Prädikat “sehr umsichtig und rücksichtsvoll” ausstellen. Meistens hat uns das Fahren sehr viel Spaß gemacht.

Natürlich könnte man direkt in der Stadt (hier Zandvoort) an den Strand gehen und hätte dann sogar die Fischbude direkt am Wasser.

Wir haben es allerdings vorgezogen,
mit dem Rad ein paar Kilometer weg zu fahren,
um dem Trubel zu entgehen und die Landschaft zu genießen.

Entlang der Dünenradwege findet man immer wieder
Abstellplätze für die Räder ...

... und Zugänge durch die Dünen zum Meer.

Hier ist es sogar einer mit separatem Reitweg.

Denn selbstverständlich findet man am Strand auch Reiter,
die die Einsamkeit suchen,
damit sie endlich mal ungestört telefonieren können.

Andere ruhen sich einfach nur aus ...

... oder gehen tatsächlich baden.

Hier ist noch ein belebter Strand zu sehen ...

... und hier ein einsamer.

Ein bewachter Abstellplatz mit Getränkebude.

Noch ein Blick über die Dünenlandschaft ...

... und zum Schluss das unverzichtbare Postkartenmotiv.

Holland, wir kommen wieder!

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Amsterdam

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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