rt-go: 2006-10-01

Neckartal-Radweg
Radfernweg

Neckargemünd <> Neckarsteinach
(eine kleine Stichprobe)

~20 Km  ~196 Hm

Die Route kann man als
Neckartal-Radweg.gpx + neckartal-radweg.kml
herunter laden

und bei ansehen.

Weil wir an diesem Wochenende wieder ein Mal Abstand von zu Hause nehmen wollten, haben wir uns Heidelberg als erstes Ziel und den Neckartal-Radweg als mögliche Radelpiste ausgesucht.

Auf der offiziellen Website steht:

(Quelle: TM BW - Radfernwege - Neckartal-Radweg)

Neckartal-Radweg   ca. 350 Km

Nahezu steigungsfrei und stetig bergab führt der Neckartal-Weg vom Neckarursprung bei Villingen-Schwenningen bis ins romantische Heidelberg. So ist dieser rund 350 km lange Radfernweg auch für Radelanfänger und Familien mit Kindern (siehe Bild ) bestens geeignet.   

Streckenabschnitt 5 -Von Eberbach nach Heidelberg - 35 km

         Diese stetig leicht abwärts führende Strecke ist ein Hochgenuss für Radeinsteiger und alle jüngeren Familienmitglieder.

So weit das Zitat. - Das klingt doch sehr positiv.

Aber wir hatten wieder ein Mal weder Zeit noch Lust den ganzen Neckartal-Radweg ab zu radeln. Wir wollten (schon wieder) einfach nur zu unserem Vergnügen ein Stückchen radeln.

 

Auftakt

Wenn man sich nicht vorher schlau macht, muss man halt auch mal “dumm drein schauen”. Wir hatten uns nicht schlau gemacht und fanden deshalb Heidelberg überraschend ziemlich abgesperrt und überfüllt vor. Der Grund ist einfach: Da war ein Altstadtfest unter dem Motto Mittelalter im Gange. Mit etwas Glück haben wir in einem Parkhaus dann doch noch einen Parkplatz gefunden und konnten uns so den unerwarteten Rummel ansehen.

Weil solche Menschenmassen aber eher abschreckend wirken, haben wir schon bald Heidelberg verlassen und sind einfach den Neckar aufwärts gefahren, um uns eine schöne Stelle zum Radeln zu suchen. Leider führt der Radweg aber etliche Kilometer nur direkt an der Straße entlang und konnte uns daher nicht verlocken aufs Rad um zu steigen.

 

Tour

In Neckargemünd bzw. Kleingemünd begann dann endlich ein Radweg, der tatsächlich direkt am Neckar und nicht direkt an der Straße entlang führte. Dort suchten wir uns also einen Parkplatz, packten unsere Räder aus und fuhren los.

Und zwar auf der rechten Flussseite flussaufwärts, weil uns dieser Weg schöner erschien. Er war auch als Radweg ausgewiesen und reichlich beschildert. So, dass man sich gar nicht verfahren konnte.

Unterwegs findet man viele idyllische Plätzchen, ...

... viele idyllisch gelegene Ortschaften ...

... und Gelegenheiten für eine Pause, ...

... damit man in Neckarsteinach wieder fit ist.
Denn jetzt geht's tatsächlich über eine Treppe. 

Wenigstens ein Rad kann in der Schiene laufen ...

... das macht das Rad zwar nicht leichter,
erfordert aber doch etwas weniger heftiges Gezerre.

Ein “normales” Rad fährt da ja fast von alleine hoch.

Geschafft!

Aber, die nächste Überraschung wartet schon kurz darauf an einer Schleuse. Dass man bei einer Schleuse einige Meter Höhenunterschied überwinden muss, ist ganz klar. Aber muss das denn ausgerechnet auf einer Treppe sein? Dazu kommt noch, dass dort keine Radschiene ist und dass es um die Ecke geht. Aber, nach so viel Training schafft man das natürlich ganz locker.

   Zur Belohnung findet man dann oben den Wegweiser, der einem bestätigt, dass man richtig ist.

Vom Wehr aus hat man einen schönen Blick auf Neckarsteinach.

Der nächste Wegweiser versichert einem, dass man nach links oder rechts fahren kann.   

 

Rechts geht es so weiter (kein Witz).
Aber man darf ja auch nach links.

Gut, für einen Moment überlegt man bei diesem Weg zwar,
ob man nicht doch die Treppe vorziehen sollte,
aber dann riskiert man's ja doch.

Und schließlich wird man mit einer rasanten Abfahrt
auf steiler Schotterpiste belohnt.

Ich gebe es zu, ich habe
auf den Rausch der Geschwindigkeit
verzichtet und lieber heftig gebremst,
obwohl mir da sicher 'was entgangen ist.

Das Schild bestätigt wieder,
dass dies der richtige Radweg ist.
Damit da keiner auf dumme Fragen kommt!

Was soll's? - 
Wenn man erst ein Mal an Schotterpisten gewöhnt ist,
kann einen die auch nicht mehr schrecken.
Hauptsache, man muss da nicht hoch.

Trotzdem muss man sich irgendwann eine Pause gönnen ...

... bevor es zur Abwechslung mal auf der normalen Straße weitergeht.

In Neckargemünd geht's über die Brücke wieder nach Kleingemünd.

Zum Schluss noch ein Mal Schotterpiste ...

... aber schön steil abwärts, ...

... bevor es dann richtig gemütlich zum Parkplatz zurück geht.

 

Fazit

Es gibt noch Abenteuer. 
Und,
ein “Hochgenuss” war es nicht.
Aber das lag ja vielleicht auch nur daran,
dass wir weder Radeinsteiger
noch jüngere Familienmitglieder sind.

Allerdings war das trotz aller Widrigkeiten eine Tour,
die sehr viel Spaß gemacht hat.
Bei schönem Wetter kann man eben über vieles lachen,
was einen bei Dreckwetter vielleicht
zur Verzweiflung treiben würde.

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