rt-go: 2007-07-26

Neckar-Radweg 2

Mannheim <> Heidelberg

~48 Km  ~132 Hm

Die Route kann man als
Mannheim-Heidelberg.gpx + mannheim-heidelberg.kml
herunter laden

und bei ansehen.
 

Wenn man von den zahlreichen Widrigkeiten mal ab sieht, war unsere erste Tour auf dem Neckartal-Radweg, jedenfalls was die Landschaften betrifft, eine sehr schöne Tour. Deshalb wollten wir jetzt mal ein weiteres Stück kennen lernen.

Wir fuhren also mit dem Auto nach Mannheim, suchten uns am Neckar einen kostenlosen Parkplatz, packten unsere Trikes aus und koppelten sie zusammen.

Dann fuhren wir am Neckar entlang in Richtung Heidelberg.

Im Stadtgebiet läuft der Radweg zwischen Fluss und Straßenbahn.

Außerhalb ist der Weg dann stellenweise nicht mehr ganz so gut ...

... und die Landschaft auch nicht immer idyllisch.

Hier wachsen exotische Pflanzen, aus denen
ein noch legales Suchtmittel gewonnen wird.
(Um weitere Nachfragen zu vermeiden: Es handelt sich um Tabak.)

Bei Seckenheim.

Ein toller Wegweiser. An einer Blechkiste am Wegesrand klebt ein blaues N für Neckarweg und damit man an der folgenden Abzweigung auch ja richtig fährt, zeigt der zusätzliche rote Pfeil nach Halblinks.

Und wo geht es jetzt halb links weiter???

Hier kann man erfahren,
was im Naturschutzgebiet alles geschützt wird.

Und hier, in Neckarhausen,
werden unübersehbar die Radfahrer geschützt.
Jedenfalls wenn sie nicht töricht und eigensinnig
auf der Straße an der Schikane vorbei fahren, ...

... die extra in doppelter Ausführung aufgestellt wurde,
damit die Radler nicht zu schnell um die Ecke brausen.

Dafür ist dann der Radweg neben der Bahnbrücke
von Neckarhausen nach Ladenburg vom Feinsten.

Blick von der Brücke auf Ladenburg.

Ladenburg ist ein schönes Städtchen und bietet uns
eine willkommene Gelegenheit zur Mittagspause.

Weil die offiziell propagierte Route von Heidelberg bis Ladenburg auf der rechten Flussseite entlang führt und von Ladenburg bis Mannheim auf der linken, haben auch wir hier die Flussseite gewechselt und fuhren nun eben auf der rechten (nördlichen) Seite nach Heidelberg weiter.

Am Ufer entlang ziehen sich riesige Wiesenflächen, die der Bevölkerung einer großen Stadt genügend Raum zur Erholung bieten könnten.

Nun geht der Weg abseits des Neckars durch die Pampa.
Hier mit Ritzelputzer auf Schotterpiste ...

... und hier auf breiter Asphaltstraße,
die aber so gut wie nicht befahren wird.

Dort wo die Autobahn den Neckar überquert, bietet sich ein schattiges Plätzchen. Sonst lädt aber nichts zum längeren Verweilen ein.

Unmittelbar vor Heidelberg trifft man auf ein riesiges Schwimmbad
und davor auf einen entsprechend riesigen Fahrradparkplatz.

Ja, das ist der richtige Weg.
Weil wir uns die Schlammschlacht nicht geben wollten,
haben wir den Treidelpfad,
vor dem ersten See links hoch, gewählt.

Noch ist es kein geschütztes Biotop, aber es topt schon ganz schön.

Auch eine große Baustelle hat mal ein Ende.

Hier darf man. Aber man muss nicht.
Hat da einer mit uns gerechnet?
Da ist ja ne Doppelschiene.
Schade, dass wir da gar nicht rüber wollen.

Der normale Weg ist verlockender.

Ein idyllisches Plätzchen, ...

... wenn man den Hintergrund außer Acht lässt...

... und für ein Fußbad allemal geeignet.
Die Kneipp-Kur muss jedoch ausfallen,
weil das Wasser viel zu warm ist.

Ein beliebtes und fast unvermeidliches Postkartenmotiv.

Auf der alten Brücke. Endlich mal nur Fußgänger und Radler.

Das Tor zur Altstadt.

Am Ziel.
Auf dem Marktplatz an der Heilig-Geist-Kirche.

Zurück durch die Steingasse.
(Sie könnte auch Japanergasse heißen.)
Aber nur bis zum Brückentor und dann
hinunter auf die Straße am Ufer.

Obwohl die offizielle Route ja rechts vom Neckar nach Ladenburg führt, wollen wird uns diese mühsame und schlecht beschilderte Strecke durch die Pampa ersparen und wählen nun den Weg links vom Neckar, obwohl der zumindest einige Kilometer an der Straße lang führt.

Auch hier wird gestrampelt, das Floß hat Pedalantrieb.

Zurück in Neckarhausen, sehen wir die Fähre, die zum Seitenwechsel empfohlen wird. Warum wissen wir auch nicht. Nur 500 Meter weiter
ist die Eisenbahnbrücke mit dem komfortablen Radweg.

 

Blick von Neckarhausen nach Ladenburg.

Blick auf Seckenheim.

An dieser Steigung darf ich mal alleine fahren.

Was macht denn die für Verrenkungen?
Ist das Wiegetritt im Sitzen oder will die den Lenker verbiegen?

Geht doch ganz locker, wenn man weiß wo der erste Gang ist.

Fazit

Vielleicht hatten wir vom Vortag noch etwas Muskelkater. Wir hatten völlig untrainiert und noch faul vom Urlaub 48 Km zurück gelegt. Vielleicht hat uns die Hitze zu schaffen gemacht. 29 Grad im Schatten sind schon ganz schön warm, insbesondere wenn man gar keinen Schatten hat, sondern strampelnd flach in der Sonne liegt. Auf jeden Fall lief die ganze Tour etwas zäh ab. Aber, sie hat uns trotzdem viel Spaß gemacht.

Der offiziellen Empfehlung widersprechen wir klar: wir würden immer die südliche Route, komplett links vom Neckar von Heidelberg bis Mannheim vor ziehen.

Der Zustand der Wege ist überwiegend gut bis sehr gut. Einige Stellen gehören aber unbedingt verbessert.

Die Beschilderung ist lückenhaft. Deshalb sollte man eine gute Karte (1:50.000) mit führen, die einen im Bedarfsfall wieder auf den rechten Weg zurück bringt.

GPS-Navigation wäre natürlich auch nicht zu verachten. Und wenn die Dinger halb so viel kosten und dafür doppelt so gut funktionieren hole ich mir auch eins. - Sofort.

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