rt-go: 2010-05-23

Mühlenradweg

Gau-Odernheim ⇒ Westhofen

~23 km  ~142 Hm  ≤5%

 

Meine Route kann man als
 muehlenradweg.gpx
+
muehlenradweg.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

  

  Nachtrag s.u.

 

Eine ausführliche und ehrliche Beschreibung der Route
(Lob, Lob, Lob!)
und eine Übersichtkarte findet man unter:
http://www.rheinhessen.de/radrouten-rheinhessen/muehlen-radweg

Weil es weder vom Endpunkt Gimbsheim,
noch von den anderen Orten unterwegs
einen empfehlenswerten Rückweg gibt,
hatte ich mir die Tour bisher verkniffen.

Und nun musste ich mich erst mal
zum Startpunkt in Framersheim begeben.

Der Weg ist bekannt und auch von anderen Radlern benutzt.

Obwohl da erst mal wieder
die “Rheinhessische Seenplatte” zu durchqueren ist.

Hier geht's auf die richtige Route.
Der offizielle Starpunkt liegt 200 Meter weiter.
Aber das muss man ja nicht so eng sehen.

In Framersheim geht's Richtung Gau-Heppenheim ...

... und erst mal im Ort hoch.

Dann folgt die ganz normale Straße.

Asphalt fährt sich ganz wunderbar,
wenn einen der Verkehr nicht stört.

Ein Wegweiser mit gravierenden Folgen.

Der offizielle Mühlenradweg folgt der Straße nach Gau-Heppenheim,
steigt von 160 m auf 220 m Höhe
und fällt dann bis Dautenheim mit 7%
auf das ursprüngliche Niveau.

Die nur durch ein kleines Zusatzschild gekennzeichnete Alternative
spart sich den Umweg über Gau-Heppenheim
und führt etwa auf konstanter Höhe direkt nach Dautenheim.

Nebenbei bemerkt geht's dort direkt an einer Mühle vorbei.

Ich habe mich an die offizielle Wegweisung gehalten,
bin folglich die Straße weiter gefahren ...

... und herzlich willkommen.

Das Begrüßungskomitee hatte ich mir allerdings
etwas munterer vor gestellt.

Irgend etwas muss hier los sein.

Na bitte.
Die Abfüllanlage ist schon geöffnet.

Und geschmückt wie die Pfingstochsen kann die Fete beginnen.

An einer klaren Wegweisung fehlt es nicht.

Und wieder geht's ...

... die Straße hoch.

Die Aussicht hat man halt nur von oben.

Der Gipfel ist in Sicht und hinterm Horizont geht's weiter.

Und zwar bergab ...

... mit 7% und reichlich Schwung.

Im Ort muss man dann trotzdem etwas langsamer machen.

An der entscheidenden Kreuzung ist kein Wegweiser zu sehen.
Der steht etwa 100 m weiter und zeigt verwirrender Weise
in die Richtung, aus der man gekommen wäre,
wenn man vor Gau-Heppenheim den alternativen Weg gewählt hätte.

Da hätte ich also her kommen können.

Und dann wäre der Wegweiser unmissverständlich gewesen.
Rechts käme man zu einer Mühle
und der Mühlenradweg geht links.

Nun ist auch das gut getarnte Schild
an der entscheidenden Kreuzung zu sehen.

Ein auffallend schöner Garten.

Eine alte Kelter.

Und ein wunderbarer Rastplatz.

Weiter geht's in Richtung Eppelsheim ...

... auf der normalen Straße.

Blick in die Landschaft und auf die A 61.

Jetzt geht's abseits der Straße weiter.

Klare Sache.

Noch ein Blick zurück.

Die Straße sah besser aus.

Aber noch geht es ganz passabel.

Wieder eine Furt.

Die Pfützen stehen aber nicht wie sonst üblich vom letzten Regen.
Die hier werden von der Weide verursacht,
von der es ständig herab regnet.

 

Zwischendurch ein Blick auf die A 61,
mit der man hier auf gleicher Höhe (224 m) ist.

Und wieder ein paar Pfützen.

Jetzt geht's wieder abwärts.

Das erleichtert das Fahren auf dem rauen Belag.

Ein schöner Autobahnparkplatz ...

... und ein grausliger Weg daran vorbei.

 

Eppelsheim in Sicht.

Hier ging es noch im Slalom durch.

Hier habe ich den Weg durch den Acker vor gezogen.

Endlich wieder Asphalt.

Ein Durchblick nach Eppelsheim.

 

 

Die Beschilderung ist deutlich.

Auf der Straße "is nix los".

Der Weg ist beschildert.
Man muss das Schild nur sehen.

Hier folgt ein schöner Weg ...

... durch eine schöne Landschaft.

 

Ein Blick von fern nach "Ha-Wei"
(Hangen-Weisheim).

Der Weg kann mir keine Angst machen.
Zumal der Radweg rechts ab geht.

Diese Flutbremse zeigt, dass hier gelegentlich
auch etwas mehr Wasser den Berg hinab fliest.

Jetzt geht es wieder hoch.

Der Blick zurück zeigt wie hoch.

Hier trennen sich die Wege.

Schöne Aussicht auf das AKW Biblis und den Odenwald.

Den habe ich unterwegs auch verspürt.
(den Höllenbrand)
Bei 30°C und fast Windstille war ich froh,
dass ich entgegen sonstiger Gewohnheit
eine Flasche Wasser mit genommen hatte.

Radler ...

... sind am Pfingstsonntag ...

... und bei dem Wetter ...

... reichlich unterwegs.

Westhofen naht.

 

 

Der Mühlenradweg führt weiter.

Aber der Hinweis auf eine weitere Mühle,
die man auch nicht gesehen hat,
fehlt selbstverständlich nicht.

Ein "Touri-Schlepper".
Damit werden Gäste durch die Landschaft gefahren
und können sich unterwegs auf Winzerart
(durch essen und trinken)
am Leben erhalten.

Der Mühlenradweg lässt die nächste Mühle links liegen ...

... und führt zur Seebachquelle.

Sie speist das kürzeste (nur ~18 km lange) aber
wasserreichste Fließgewässer in Rheinhessen.

Direkt bei der Quelle kann man
prächtige Forellen sehen.

Ein schöner Platz, wo sich Jung und Alt erholen.

Am ganzen Seebach kann man Enten sehen
und etwas weiter sogar Goldfische.

Ein Radweg ...

... führt direkt am Seebach entlang ...

... durch verwinkelte Gässchen ...

... und idyllische Ecken.

Wenn man das gut getarnte Schild
links des Weges nicht übersieht, ...

... kann man durch ein sehr naturnahes Gelände fahren, ...

... hat dann aber Probleme bei der Ausfahrt.

Da geht es nicht einfach so weiter.

Aber wenn man das Vorderteil des Hasen hoch hebt, ...

... kann man ihn auf dem Hinterteil drehen.
Und schon kann's weitergehen.

Nun führt der Weg über eine Brücke, ...

... um die Ecke zur Hauptstraße hinab ...

... und auf dem Radweg aus dem Ort.

Sachen gibt's.
Da kommt doch tatsächlich einer mit einem Trike entgegen.

Hinterm Ortsausgang liegt das Gasthaus zur Linde.
Während ich noch überlege,
ob ich den Biergarten besuchen soll,
um die Dehydrierung zu bekämpfen,
habe ich plötzlich in allen Gängen nur noch Leerlauf.

Mein Hase Lepus hatte offenbar
das Zerfallsdatum erreicht.

Wie die Werkstatt später fest stellte
war die rechte Antriebswelle gebrochen.
Warum Hase für dieses Teil sprödes Alu
statt Stahl verwendet,
konnte mir niemand erklären.
 

Das war dann leider der zwangsläufige Endpunkt meiner Radtour.

Danach blieb mir nur, meine Frau an zu rufen,
um mich mit dem Auto abholen zu lassen.

Außerdem musste ich fest stellen,
dass der Biergarten geschlossen hat
und durfte deshalb während des Wartens
völlig trocken bleiben.

So habe ich das noch nie gemeint,
wenn ich mir wünsche
auf der Radtour trocken zu bleiben.

 

Fazit

Wenn ein Radweg Mühlenradweg genannt wird
und der Radler dann von Zeit zu Zeit
auf einen Wegweiser trifft,
der zeigt, wo man welche Mühle sehen könnte,
wenn man vom Weg ab weicht,
dann ist das irgendwie nicht so das Wahre.

Radwege, die irgendwo in der Pampa enden,
sind irgendwie auch nicht so das Wahre.
Denn am Ende will bzw. muss man ja auch wieder zurück.
Und da sieht es dann ganz schlecht aus.
Keine öffentlichen Verkehrsmittel und
keine ausgewiesenen Radwege
sind dann etwas zu wenig.

Also ich wüsste wirklich keinen einzigen Grund,
weshalb ich jemandem diesen Weg empfehlen sollte.

  

 

Nachtrag

Wenn man von Framersheim nach Gimbsheim
42 km geradelt ist
und dann in der Pampa steht und nicht weiß,
wie man wieder zurück kommen soll,
sieht man ziemlich dumm aus.

Deshalb habe ich nach einem brauchbaren Rückweg gesucht
und bin auch fündig geworden.

Der Weg ist zwar,
wie der Mühlenradweg auch,
nicht unbedingt ein Hochgenuss,
aber fahrbar.
Wenn auch mit reichlich Mühe:
 

Meine “Müh l en”-Runde

 

~60 km  ~328 Hm  ≤9%

Meinen Rundweg kann man als
muehlenradweg-runde.gpx
+
muehlenradweg-runde.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

 

Meine Ergänzung führt am Ende des Mühlenradweges
von Gimbsheim zunächst nach Guntersblum.

Dann geht es (~ab km 45) auf einer Strecke von ~5 km
rund 130 m hoch bis hinter Eimsheim.
Das nagt zwar etwas an den Reserven,
weil es sich wie Kaugummi zieht,
aber die Steigung erreicht nur maximal 9%.
Und man kann sich ja etwas Zeit lassen,
wenn man gerade kein Rennen fährt.

Der Rest ist dann leicht zu schaffen.

Und wenn mein Hase wieder laufen kann
und mich der Hafer sticht,
fahre ich den “Mühlenradweg”
dann doch noch mal.

Aber die ganze Runde!

 

Und wenn noch jemand die Runde fährt
und durch Gau-Odernheim kommt,
darf er gern mal bei mir klingeln.

Einen Schluck Wasser und etwas Luft
habe ich immer.

 


Keep dry king!
(aber nur von außen)

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