rt-go: Fr 2011-05-06

Mosel-Runde 1

Bernkastel-Kues ⇔ Traben-Trarbach

~ 40 Km  ~ 133 Hm

 

Die Route kann man als
Wehlen_Traben-Trarbach-Runde.gpx
+
Wehlen_Traben-Trarbach-Runde.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.


 Wir wollten etwas die Mosel kennen lernen
und mit einer Übernachtung an zwei Tagen jeweils
eine Radtour an der Mosel entlang unternehmen.
Am ersten Tag sollte es nach Traben-Trarbach und zurück gehen
und am zweiten Tag nach Piesport und zurück.
Als zentralen Ort hatten wir Bernkastel-Kues gewählt
und dort ein Hotel gebucht.
Das Hotel Café Ernst liegt etwas außerhalb und
oberhalb der eigentlichen Stadt auf dem Berg.
Aber, weil wir ja sowieso mit dem Auto unterwegs waren,
hat uns das nicht gestört.

Das Zimmer ist sehr schön.

Die Autos haben Platz.

Da gibt es nichts zu Meckern.

Nach einer kleinen Stärkung geht's los.

In Kues einen Parkplatz zu suchen, macht wenig Sinn.
Aber im Ortsteil Wehlen auf der Uferstraße ist das gar kein Problem.

Und schon geht's an der Mosel lang ...

... abwärts auf der linken Fluss-Seite.

Ürzig, Kröv und Traben-Trarbach, das gilt auch für uns.
Cochem nicht, so weit wollen wir gar nicht.

Alle drauf, auf dem Bild.

Direkt an der Straße ist es nicht so schön zu fahren.
Aber ein Problem ist es nicht.

Die Wegweisung ist klar.

Und die Überquerung der Straße funktioniert ganz ohne Probleme.
Aber nur, weil hier keine Schikanen sind.

In Ürzig endet der schöne Radweg.
Da muss man halt wie üblich mit dem normalen Verkehr mit fahren.

Ein kurzes Stück am Wasser entlang.

Und schon gehts wieder an der B53 lang.

Erstaunlich, wo überall Reben angebaut werden.

Da hilft nur der “Wingertsporsche”.

Hoppla! - Doch, stimmt.
Das Bild ist nicht gespiegelt.
Da sind wohl englische Touristen unterwegs,
oder die Geisterfahrer machen einen Betriebsausflug.

Gut, dass wir mit Begleitung unterwegs sind.
So kommen wir auch mal zusammen aufs Bild.
Meinen üblichen Glatzenschoner hatte ich übrigens vergessen.
Na, das muss die Platte halt aus halten.

In Kinheim wird vor herab fallenden Somnambulen gewarnt.
Aber keine Bange, jetzt ist ja noch hell.

Hier wollte ich, für den Fall,
dass das Wort dem aktiven Wortschatz entglitten sein sollte,
“Somnambulen” eigentlich verlinken.
Aber bei Wikipedia führt Somnambule ganz wo anders hin.
Und bei Nachtwandler kommt man zu einer deutschen Hip-Hop-Band.
Immerhin findet man dort einen Hinweis auf Somnambulismus.


So eine Bäckerei kann schon einen besonderen Reiz aus üben.

Hier war wohl an der Straße zu wenig Platz.
Oder der Wingertsweg war sowieso schon da.
Auf jeden Fall geht's hier etwas empor.

Die mühsam erkämpften Höhenmeter
bringen aber von der Aussicht her
grad gar nix.

In Kröv.

Obwohl man ihn hier vermeintlich sehen kann,
ist der “Kröver Nacktarsch” ein Wein bzw. eine Weinlage
und nichts anderes.

Mitten im Ort fühlen sich die Enten am Ufer wohl
und lassen sich durch die Touristen gar nicht stören.

Der Ausblick ist sehr idyllisch.

Optimal getarnt und durch nichts zu erschüttern.
Das macht die tägliche Touristik-Schulung.

Und so sieht die Umgebung aus.

Der Gegenverkehr macht viel mehr Platz als nötig.
Jetzt frage ich mich:
Liegt das an unserem Trike-Tandem,
oder an meiner imposanten Erscheinung?

Wenn ein alter Lanz Bulldog auf Hochglanz poliert
von der Südlichen Weinstraße (SÜW) an die Mosel fährt,
muss wohl irgend wo was los sein.

Wir fahren über die Brücke nach Wolf und dann
auf einem wunderbaren Radweg in Richtung Traben-Trarbach weiter.

Die “Mosella” fährt Strom aufwärts.

Trarbach.

Gegenüber liegt Traben, kann uns aber nicht über die Brücke locken.

Wir bleiben in Trarbach und finden schnell, was wir suchen:
eine “Radler-Tankstelle”.

Weil wir im Prospekt der Firma Kolb und an verschiedenen Fahrschein-Buden lesen,
dass um 17 Uhr ein Schiff nach Bernkastel fahren soll,
beschließen wir, noch etwas Zeit in Trarbach zu verbringen,
um dann um 17 Uhr mit dem Schiff zurück zu fahren.

Zum Glück verlassen wir uns aber nicht blindlings auf das,
was da dick im Prospekt steht.

Deshalb wollen wir schon um 16 Uhr 20 wissen,
ob alles klappt und wir unsere Räder auch mit nehmen können.
Aber alle Buden sind zu.

Von einem Bootsmann, den wir zufällig treffen, erfahren wir dann,
dass das nächste Schiff garantiert erst am nächsten Tag fährt.

Wir fahren deshalb natürlich wieder mit dem Rad zurück.
Das ist auch kein Problem, denn so war es ja ursprünglich vor gesehen.
Aber weil wir ja zu unserem Vergnügen fahren,
hätten wir dieses gern durch eine Bootsfahrt auf gepeppt.

Wir haben auch durchaus Verständnis dafür,
dass sich eine “Leerfahrt” für den Betreiber des Bootes nicht rechnet.

Wir fühlen uns aber schlicht weg verarscht.

Wir empfinden es als eine Unverschämtheit und Schweinerei,
wenn man uns erst durch massive Werbung an lockt
und dann einfach ignoriert.

Mit uns nicht.
Die Firma Kolb wird an uns sicher keinen Cent mehr verdienen.

Da bin ich wie ein Elefant.
Ich vergesse nichts.

 

Auf dem Rückweg.

Auch die machen mehr Platz als nötig.

Soll das etwa eine schöne Radtour sein?

Na klar!

Hier ist für alles gesorgt. - Aber wir brauchen gerade gar nichts.

Ein idyllischer Blick auf Kröv am anderen Ufer.

Wie die alle Platz machen.
Also irgend wie muss ich doch Eindruck machen.

Kleine Pause.

Eine seltene Verbauung.
Einfach, effektiv und unproblematisch.

Manchmal muss man eben kleine Steigungen hoch.

Diese Radler aus Bayern
(am Dialekt zweifelsfrei zu identifizieren)
haben die Probierstube gefunden
und vermutlich auch schon probiert.

Der Stimmung hat das aber unverkennbar nicht geschadet.

Hier in Rachtig muss das Bulldog-Treffen sein.

Offenbar im “Deutschherrenhof”.

Jetzt müssten die “Deutschherren” eigentlich nur noch Deutsch lernen,
damit Niemandem nachmittags das Essen von mittags hoch kommt.

Durch Campingplätze sind wir öfter durch gefahren.

Der hier hat uns klar gemacht, dass wir so nie Urlaub machen wollen.
Nie nicht!

 

Wehlen in Sicht.

Die Autos stehen noch auf ihrem Platz.

Jetzt müssen wir nur noch über die Brücke.

Die vorgesehene Auffahrt erscheint uns etwas weniger geeignet.

Deshalb drehen wir um und fahren von der anderen Seite
über die normale Straße zur Brücke hoch.
So hatten sich das die Errichter der Schikane sicher gedacht.

Noch ein Blick über die Mosel.

Und schon sind wir zurück und müssen nur noch ein laden.

Weil wir gleich an der Brücke ein Restaurant fanden,
war auch das Abendessen nicht weit.

 

Fazit

Eine schöne Radtour, und ein schöner Tag.
So kann es weiter gehen.

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Mosel-Runde 2 

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