rt-go: Do 2010-06-24

Main-Radweg 3

Eine Radreise mit dem Trike-Tandem
von Bamberg den Main hinab
nach Wertheim

~286 km  ~1.077 Hm  ≤8% (≤14%)

 

 

Vorwort

Radtouren haben wir schon öfter unternommen.
Die meisten haben uns auch Spaß gemacht.
Allen gemeinsam war aber, dass wir irgendwo umkehren
und den gleichen oder fast gleichen Weg
wieder zurück fahren mussten.
Das hat dann nicht ganz so viel Spaß gemacht.

Rundfahrten sind leider nur selten möglich und
s.: Kocher-Jagst-Radweg (Die große Verarsche)
haben auch ihre Tücken.

Deshalb haben wir uns eine Alternative überlegt.

Wir könnten ja auch am Endpunkt eine Pause einlegen.
Die könnte ich dann nutzen,
um mit öffentlichen Verkehrsmitteln
zum Startpunkt zurück zu kehren und unser Auto
samt Anhänger zum Endpunkt zu holen.

Dann könnten wir von dort die Heimreise antreten.

Nachteile:
Eine lange Pause und Kosten für die Nutzung
der öffentlichen Verkehrsmittel.

Vorteile:
Wir können bei der Radtour
die doppelte Strecke in einer Richtung zurück legen
und bekommen doppelt so viel zu sehen.
Schön ist auch, dass wir die bequemere Fahrtrichtung,
also z. B. Fluss abwärts wählen können.

Außerdem hatten wir überlegt,
dass wir in unserem kleinen Radanhänger
genug Klamotten und was man sonst noch so braucht
für einige Tage mit nehmen könnten.
Damit wären dann auch mehrtägige Radreisen möglich.
Jedenfalls, wenn das Wetter dies zu lässt.

Weil der Main-Radweg als erster
vom ADFC mit 5 Sternen ausgezeichnet wurde,
fanden wir den genau richtig
für unser erstes Experiment am lebenden Objekt.

Wir wollten es aber nicht übertreiben und nicht
von den Quellen bis zur Mündung fahren.

Der Mittelteil von Bamberg bis Wertheim
mit etwa 280 km sollte uns genügen.

Bei der Dauer der Reise hatten wir
mit etwa fünf Tagen gerechnet,
 uns aber nicht fest gelegt.

Wir sind Genussradler.
Wir fahren so lange es Spaß macht
und hören auf, bevor es keinen Spaß mehr macht.

 

Die Anreise

Eine E-Mail-Anfrage beim Touristenservice von Bamberg
hat zu der Erkenntnis geführt, dass es dort in Bahnhofsnähe
keine Parkmöglichkeiten und schon gar keine kostenlosen gibt.
Aber es gibt P+R-Plätze für 1€ pro Tag und 1€ pro Busfahrt.
Und der P+R am Heinrichsdamm liegt sogar so günstig,
dass man von dort aus direkt
die Stadtrundfahrt mit dem Lindwurm beginnen kann.

Die ~270 km Anfahrt mit dem Auto
waren reichlich strapaziös,
weil es vor den zahllosen Baustellen
immer wieder zu Staus kam.

Da kann einem der Spaß vergehen.
Und statt vormittags kamen wir dann erst mittags an.

 

Bamberg

 

 

Den P+R-Parkplatz zu finden war kein Problem.
Aber dort mussten wir lesen, dass das Parken zwar nur 1 € kostet,
die Höchstparkdauer aber auf 24 Stunden begrenzt ist.
Alternativ hätte man eine Monatskarte für 22 € erwerben können.
Das war uns dann aber doch zu teuer.
Deshalb haben wir einen Euro geopfert,
unser Tandem startklar gemacht
und sind erst mal los geradelt.
Schließlich war Mittag
und wir wollten was essen
und was von der Stadt sehen.

Der Weg führte zwar nicht direkt,
aber sehr schön erst mal am Heinrichsdamm entlang.
Dort sahen wir dann, dass es im Wohngebiet
auch ganz normale Parkplätze am Straßenrand gibt.
So was hatten wir doch gesucht.

Durch den Theresienhain ...

... und an der Regnitz entlang ...

... kommt man in die Altstadt.

Obwohl das Pflaster nicht ideal fürs Radeln ist,
scheint das Rad hier ein beliebtes Verkehrsmittel zu sein.

Die “Obere Brücke”.

“Hofbräu” hört sich gut an, sieht einladend aus
und liegt im Schatten.

Mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen kommt man über den Tag.

 

Die “Obere Brücke” in Längsrichtung.

Der “Bamberger Reiter” ist berühmt.
Sagt man.
Na gut, das macht ja nix.

Der Rosengarten ist ein schöner Platz.

Blick von der oberen auf die untere Brücke und “Klein Venedig”.

Da hat einer aufgegeben.
Vorschnell!
Der vordere Schlauch hat immer noch Luft.

“Grüner Markt”.

Unser Lindwurm stört nicht beim Umladen von leckeren Früchten.

Am “Obstmarkt” gibt's kein Obst, das gibt's am “Grünen Markt”.
Hier sieht es eher aus, als ob es Zweiräder gäbe.
Tatsächlich gibt's hier aber z. B. Kaffee und Kuchen.

Und schon geht's durch den Park zurück.

Unser Auto ist für “fünf Tage kostenlos” um geparkt.

Jetzt geht's auf große Fahrt.
Da muss der kleine Anhänger mit.

Noch mal durch den Park, weil's dort so schön ist.

Über die “Untere Brücke”.

Zum Abschied noch ein Blick auf das idyllische “Klein Venedig”.

 

Fazit

Bamberg
ist schön und sehenswert.
Man könnte sich dort sicher einige Tage wohl fühlen.
Aber wir wollen ja eine Radreise machen
und gehen deshalb auf Strecke.

 

Übrigens

Fall jemand unser
“Herumgecruise”
exakt nachvollziehen möchte,
kann er unsere Route als
 Main-0-Bamberg.gpx
+
Bamberg.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

Trotzdem viel Spaß!

 

Die einzelnen Streckenabschnitte folgen
jeweils auf der entsprechenden Seite,
die ganze Reise am Schluss.

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Von Bamberg nach Eltmann 

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