rt-go: 2006-06-17

Auf dem Lahnradweg

  1. Balduinstein - Diez
  2. Kirschhofen - Aumenau

Vorbemerkung

Wir wollten nicht den ganzen Lahnradweg von der Quelle bis zur Mündung ausprobieren. Dazu hatten wir weder Zeit noch Lust.

Damit man besser sieht, wo wir überall nicht lang gefahren sind, folgt hier eine Landkarte, die ich mir bei “Lahn 2002” entliehen habe. ;-)
Dort kann man u. a. auch die Beschreibung einer Radtour an der ganzen Lahn entlang finden.

Wir wollten nur so zum Vergnügen gemütlich etwas an der Lahn entlang radeln. Und das möglichst an den schönsten Stellen. ( Die anderen kann man sich ja sparen. ;-)

Wir fuhren deshalb am “Happy Kadaver Day” zunächst mal nach Diez. Die Suche nach einem akzeptablen Zimmer zum angemessenen Preis blieb jedoch erfolglos. Deshalb fuhren wir etwas weiter die Lahn hinab und kamen auf Empfehlung einer netten Vermieterin, die uns leider auch nichts Passendes anbieten konnte, nach Balduinstein. Dort fanden wir, was wir suchten.

Von hier starteten wir auf Empfehlung einer Eingeborenen unseren ersten kurzen Ausflug an der Lahn in Richtung Diez.

 

1.  Balduinstein - Diez

Rund 6,5 Km einfach, immer ganz nah an der Lahn entlang.

Zuerst ein idyllischer Waldweg,

dann asphaltierte Wege. Alle völlig problemlos und bequem.

Diez von der Lahn aus.

Weil wir keine Lust hatten, “Strecke” zu machen und dann mit der Bahn zurück zu fahren, kehrten wir hier um und fuhren den gleichen Weg mit dem Rad wieder selbst zurück.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Auto nach Weilburg, um von dort aus den Teil der Lahn bis Aumenau zu erfahren. Weilburg ist ein schönes Städtchen. Weil es aber hoch über der Lahn auf dem Berg liegt, beschlossen wir, uns lieber außerhalb einen ruhigen Parkplatz an der Lahn zu suchen, um von dort unseren Ausflug zu starten. Wir fanden ihn im nächsten kleinen Örtchen.

 

2.  Kirschhofen - Aumenau

 

Der Weg ist überwiegend gut. Stellenweise ist er aber durch Löcher und Auffaltungen über Wurzeln schon nicht mehr als ungefährlich zu bezeichnen. Ebenso führen gelegentliche Einengungen bei Gegenverkehr zu gefährlichen Begegnungen.

Auf den letzten drei Kilometern, zwischen Fürfurt und Aumenau, so dachten sich die Erbauer des Radweges vermutlich, sei es an der Zeit mal das Ritzel zu putzen.

Liegeradlern (insbesondere Tiefliegern) wird, je nach dem wie tief sie liegen, eventuell auch noch etwas anderes geputzt oder auch gekitzelt.

Der erotische Spaßfaktor konnte bei dieser Tour, weil halt gerade kein Tiefliegerad verfügbar war, leider nicht ermittelt werden. ;-)

 

Weil wir uns schon vorher schlau gemacht hatten, konnte uns in Aumenau dieses Schild nicht wirklich überraschen. Erstaunlich fanden wir es aber trotzdem.

Und dieses geschäftstüchtige Angebot ist doch wirklich eine reizvolle Alternative.

Weil wir ja wieder auf fremde Verkehrsmittel verzichten wollten und den gleichen Weg selbst zurück radelten, konnten wir das Angebot nicht testen. Vielleicht beim nächsten Mal.

 

Anmerkungen

In irgend einem Forum habe ich gelesen, in Hessen seien die Radwege ganz prima und in Rheinland-Pfalz wüssten die Verantwortlichen gerade mal, dass es Fahrräder gäbe. - Schöner Spruch. - Aber, nach unserem “Kurztest” (die erste Strecke liegt in Rheinland-Pfalz, die zweite in Hessen) finde ich bestätigt, was ich schon vorher vermutet hatte:

Die Verantwortlichen könnten hier wie dort noch eine Menge dazu lernen. Aber, wie ich meine, nicht nur wie Radwege aussehen sollten, sondern wie FREIZEITWEGE sein sollten.

Mit “Freizeitwege” meine ich: Wege, auf denen Menschen ihre Freizeit verbringen können, und zwar so, wie es ihnen gefällt: Zu Fuß, mit Inlinern, mit dem Skateboard, mit dem Zweirad, mit dem Dreirad, mit Kinderwagen und wenn's sein muss mit dem Gehfrei. Und das bitte so, dass sie sich auch ohne gegenseitige Gefährdung begegnen können.

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Tortour auf dem Rhein-Radweg

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