rt-go: 2006-09-24

NSG Kühkopf


Quelle: www.kuehkopf.de

Geschichte

Als in den Jahren 1828/29 die Rheinschleife bei Stockstadt durch einen fast 4 km langen Durchstich begradigt wurde, entstand aus der Halbinsel Kühkopf (von “Künigskopf”) eine Insel. Die stillgelegte Altrheinschlinge verlandete allmählich wegen der nur noch geringen Strömungsgeschwindigkeit, bis man dann im 20. Jahrhundert gerade noch rechtzeitig die ökologische Bedeutung der Altrheine erkannte. Durch gezieltes Ausbaggern wird heute für einen ausreichenden Wasserdurchlauf gesorgt, und Sperren verhindern ein Leerlaufen des alten Rheinbetts bei Niedrigwasser.

1952 wurde der Kühkopf zusammen mit der nördlich gelegenen Knoblochsaue als größtes hessisches Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist mit seinen 2.370 ha das größte Auen-Schutzgebiet Mitteleuropas. Unter Naturfreunden ist der Kühkopf nicht nur wegen der sumpfigen, urwaldartigen Dickichte und der Auwälder mit wilden Apfel- und Birnbäumen berühmt, sondern auch wegen seiner rund 50 Graureiherpaaren, die hier mit Wildgänsen, Kranichen und anderen Wasservögeln heimisch sind. Wer sich etwas Zeit nehmen möchte, kann auf den markierten Wegen umherstreifen (die extra ausgewiesenen Reservate dürfen nicht betreten werden). Infotafeln geben die Lage der Tierbeobachtungsstellen an.

So sieht es der Satellit von Google Earth.

Die Route kann man als
NSG-Kuehkopf.gpx + nsg-kuehkopf.kml
herunter laden

und bei ansehen.

Die Tour

Wir waren früher schon zu Fuß auf dem Kühkopf unterwegs und hatten dabei fest gestellt, dass die meisten der zahlreichen Wege nicht nur begehbar, sondern bei reduzierten Ansprüchen auch mit Rädern befahrbar sind.

Also haben wir bei schönstem Sonntagswetter die Räder ins Auto gepackt und sind nach Erfelden gefahren. Dort ist einer der drei Zugänge zum Naturschutzgebiet.

Von hier aus sind wir dem Zeichen “H” für “Haubentaucherweg” folgend eine 17 Km-Runde gefahren. Das ist der längste Wanderweg und führt um die gesamte Kühkopf-Insel.

Am Anfang ist es
ein breiter geschotterter
Feldweg,
...

 

...
der in einen breiten geschotterten
Waldweg übergeht.

 

 

Dann wird daraus
ein schmälerer geschotterter
Waldweg
...

 

...
der immer
schmäler wird.

 

Unterwegs
kann man
Wasservögel beobachten
und den Urwald genießen.

 
Dann
wird
der
Weg
so
schmal,
dass
selbst
Fußgänger
einen
Fuß
vor
den
anderen
setzen
müssen.
 

 Über dem Damm
ist man dann
am Rhein.
Dort ist bei dem Wetter natürlich viel Volk unterwegs.
Und die kleine Fähre bringt dauernd Radler über den Rhein.
Warum die nur alle
auf der falschen
Seite sind?

 

Der (Rad-) Weg direkt am Rhein entlang sieht zwar idyllisch aus ...

 

...
verdient aber
bei genauerer Betrachtung die Bezeichnung Radweg nicht.

Loser Schotter
müsste nicht sein.

 

Der Rundweg “H”
zweigt dann
aber ab
...

 

...
und führt
über Wiesen
in den Kühkopf
zurück.

 

Ein eifriger Naturfreund am Wegesrand versucht ein winziges Fröschchen zu fotografieren.

  

 

Die Bäume hängen
voller Misteln.

Der Weg ist beschwerlich,
aber befahrbar.

 

Zwischendurch gibt's ein Stück Betonpiste, die an eine Bahnfahrt auf uralten Gleisen erinnert.

 

Unvermutet
stoßen wir
auf einen
Hauptweg,
der asphaltiert
und stark
befahren ist.

 

Zufällig treffen wir auch noch auf den offiziellen rechtsrheinischen Rhein-Radweg R6,
der hier durch geht.

Die Bezeichnung
Radweg erscheint
hier allerdings auch
etwas deplatziert.

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Neckartal-Radweg

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