rt-go: 2008-08-27

Radeln in der Stadt
(Koblenz)

Weil ich heute nach Koblenz in den Stadtteil Metternich musste,
aber sonst nichts weiter zu tun hatte,
habe ich natürlich mein Trike mit genommen
und die Gelegenheit für eine Radtour genutzt.

In der Rübenacher Straße geht es auf einem Fuß- und Radweg los.

Kaum ist die Stadt erreicht, ...

... endet der Radweg.
Aber zur Not tut's auch der Bürgersteig.
Das ist allemal besser, als den Verkehr
auf der vielbefahrenen Straße zu behindern.

Hier gibt's immer noch keinen Radweg.
Aber bei zwei Fahrspuren habe ich eine ganz für mich.
Ein völlig neues Erlebnis.

Dann folgt in der Trierer Straße doch ein Radweg.
Jedenfalls behauptet das der blaue Lolly.

Hier wird zur Erneuerung der Radweg weg gefräst.
Und deshalb dürfen da keine Radler fahren.

Ich habe dann selbstverständlich die gesperrte Spur genutzt.
So hatte ich reichlich Platz und musste niemanden behindern.
 

Hier beginnt dann wieder ein Radweg,
den ich natürlich gern nutze.

Er führt über die Moselbrücke.

Blick auf die Mosel.

Jetzt geht's aber richtig zur Sache.
Der Radweg endet direkt hinter dem rechten Auto in der Kurve.
Wer rechts ab biegen will,
darf sich vorsichtig in den Verkehr einfädeln,
auch wenn er gar nicht sehen kann,
was da von hinten um die Kurve gerauscht kommt.
Wer dagegen wie ich weiter will,
darf die rechte Spur sogar überqueren
und sich in die linke einfädeln,
um durch den Kreisel zu fahren.

Google Maps zeigt sehr schön die Verhältnisse.
Die Straße führt von oben von der Brücke kommend
u. a. geradeaus über den Kreisel.
Der Radweg führt jedoch von der Brücke runter
und dann geht's zwangsläufig durch den Kreisel.

Das ist wahrlich nichts für sensible Gemüter.

Ich konnte allerdings zufrieden fest stellen,
dass ich immer gesehen und beachtet wurde.

Rücksichtsloses Verhalten ist mir nirgends begegnet.

Ein normaler Übergang mit Radlerspur.

In der Innenstadt.

Hier geht die Fußgängerzone lang.

Fußgängerzonen sind meist völlig unproblematisch.

Und so freie Plätze natürlich auch.

Etwas Altstadt gehört dazu, auch wenn das Kopfsteinpflaster
das Lächeln leicht entgleisen lässt.

Ein Museum am Florinsmarkt.
Da ist viel Platz auf dem Platz.
Die Touristenströme müssen wohl gerade wo anders sein.

Schmale Gassen ...

... und noch schmälere Gässchen ...

... führen zum Moselufer und ans Deutsche Eck.

Bei Google Maps sieht das irgendwie eindrucksvoll aus.

In der Realität aber eher weniger.

Die Touristen laufen oder stehen herum
und machen einen eher ratlosen Eindruck.

Wie gut, dass ich mein Rad dabei habe.

Was soll man da auch betrachten oder gar bewundern?

Das unterschiedliche Wasser von Mosel und Rhein?

Den ollen Kaiser Wilhelm, wie er da in Bronze herum steht?

Oder die Souvenirs?

Hier strampelt einer auf dem Schiff.
Ich strampele lieber auf meinem Trike.

Der Radweg geht über die Promenade weiter.

Ein (seltener) Wegweiser zeigt, dass ich mal wieder
auf dem Rheinradweg R2 unterwegs bin.

Hier geht der Radweg eigentlich unten lang.
Ich bleibe lieber oben, weil unten dauernd Jogger lang laufen
und oben im Park viel mehr Platz ist.

Ein Blick auf die Feste Ehrenbreitstein die man im Dunst kaum sieht.
Oben ist übrigens die Jugendherberge.

Ein Hotelschiff auf Kreuzfahrt.
Und das Sonnendeck ist so leer,
dass man dort bequem eine Radtour machen könnte.

Das Bild täuscht.
So einsam ist man auf der Promenade eigentlich nie.

Hier folgt der Weg zwangsläufig einem toten Altwasserarm,
Rheinlache genannt, um später im Bogen zum Rhein zurück zu führen.

Der Radweg, links, wird jetzt noch etwas naturnäher.

Zwei Holländer mit viel Gepäck auf Tour.

Sie haben den Weg gefunden.
Der Aufkleber ist hilfreicher als der offizielle
aber nichtssagende Wegweiser oben.

Die Enten lassen sich bei der Fütterung nicht stören.
Da müssen Radler schon mal über die Wiese ausweichen.

Die Promenade ohne Verkehr.

Mit wenig Verkehr.

Und mit reichlich Verkehr.

Eigentlich wollte ich zum gemütlichen Abschluss
noch etwas in der Fußgängerzone cruisen.
Aber darauf musste ich dann doch verzichten.

Macht nix. Ich kann ja gelegentlich wieder kommen.

Zur mentalen Erbauung
noch ein Schnappschuss aus dem Stadtgebiet.

Obwohl hier der Fuß- und Radweg in beide Richtungen
eigentlich schon zu schmal ist,
hat jemand die Pfosten mitten auf den Weg gesetzt.

Klasse!
Das ist tröstlich:
Ein Leben ohne Hirn scheint doch möglich zu sein.

 

Fazit

Trotz zahlreicher Radwege in der Stadt
ist das Radeln in Koblenz nicht ganz ohne.
Da gibt es etliche Stellen,
bei denen man nur warnen und abraten kann.

So einen “Hartnäcker” wie mich
kann das allerdings nicht wirklich abschrecken.

Die Fußgängerzonen sind zwar etwas begrenzt,
aber natürlich problemlos.
Und die ausgedehnten Uferwege
sind immer ein Genuss.

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