rt-go: 2012-04-29

Fulda-Radweg

Hannoversch Münden ⇔ Kassel

~71 km   ~715 Hm

So zeigt es z.B. Google Maps

Die Route kann man als

fulda.gpx + fulda.kml

herunter laden

und bei betrachten.
 

 
Weil ich zufällig in der Nähe war
und am Sonntag weiter nichts zu tun hatte,
wollte ich mir mal den Fulda-Radweg
von Hannoversch Münden nach Kassel und zurück antun.
Den Weser-Radweg von Hann. Münden bis Bremen
kenne ich ja schon von unserer Weser-Radreise.

Den kostenlosen Parkplatz auf dem Tanzwerder hatte ich schnell wieder gefunden.

Auch dem Weserstein stattete ich einen “Pflichtbesuch” ab.

Und dann ging die Sucherei los.

Dass keine Wegweiser da wären kann man nicht behaupten,
sie helfen nur leider nicht wirklich.

Dass es erst mal über die Brücke geht, war klar.

Drüben stehen auch Wegweiser.
Dummerweise geht es zum “R1” nur nach rechts.
Obwohl es nach Kassel nach links geht.

Deshalb habe ich mich zuerst auf meinen Orientierungssinn
und dann auf die Auskunft eines Eingeborenen verlassen.

So bin ich dann zum richtigen Radweg gekommen.

Die Schilder zeigen allerdings nur den Verlauf des Radweges
und nicht wohin man darauf kommt.
Da muss dann wieder der eigene Orientierungssinn weiter helfen.

Und mit etwas Glück ist man dann auf dem richtigen Weg.

Bzw. in der richtigen Richtung unterwegs.

An dem Radweg gibt es absolut nichts aus zu setzen.

Die Fulda ist schiffbar.
Allerdings nur für kleinere Schiffe.

An den Zuflüssen geht's über ordentliche Brücken.

Der Radweg ist schön.

Und die Landschaft ist ein Genuss.

 

 

Gelegentlich geht's auch etwas an der Straße entlang.
Aber das stört überhaupt nicht.

 

 

Hühner von frei laufenden Bauern, oder so.

Die feiern morgens um 10 Uhr schon 40 Jahre Fuldatal.

 

 

 

 

 

Wilde Camper? – Wilde Angler? – Egal, Hauptsache wild!

 

 

 

 

 

 

Bei Wahnhausen endet leider der durchgehend vorbildliche Radweg.

 

Da folgt noch ein kurzes Stück Asphalt ...

... und eine schöne Brücke.

Aber dann ist Schotterpiste angesagt.

 

 

Noch ein Blick zurück auf das idyllische Plätzchen.

Der Waldweg ist noch gut befahrbar.

 

 

Hier ist Naturschutzgebiet.

 

 

 

 

Die Hessen hat gerade vom anderen Ufer abgelegt.

Eine abartige Piste.
Zum Glück ist sie nicht sehr lang.

 

Von ferne ist schon die Wilhelmshöhe zu sehen.

An der Stadtgrenze Kassel.

Aber noch 4,4 km bis zur Innenstadt.

Hier “draußen” ist es noch sehr schön.

Jetzt kommt auch die Hessen, die ich trotz der miserablen Schotterpiste überholt hatte.

Die Zivilisation naht.

Und die Rettung auch.

Der Schirm verrät, dass man hier das richtige Getränk bekommt.

Und was zu Essen gibt es auch.

Trotz Wegweisern ist die Orientierung nicht einfach.

Da verlasse ich mich lieber auf die beiden Türme,
die man von fast überall sehen kann.

Radwege sind mal da ...

... und mal weg.

Hier ist wieder einer.

Und hier wieder keiner.

Und hier ist gleich gar nichts mehr;
weder Radweg noch Wegweiser.

Ein Blick auf die Fulda.

 

 

Da sind mal (versehentlich) 100 m Radweg.
Der kommt aus dem Nichts und endet im Nichts.
Aber ein Anfang ist gemacht und was man hat, das hat man.

Einmal runter und dann wieder hoch.

Bei der Auswahl entscheide ich mich für den Weg durch's Grüne.

Fußgängerzone Untere Königsstraße.

Königsplatz.

Obere Königsstraße.

 

Endlich mal ein Stadtplan, der weiter hilft.

Friedrichsplatz.

Obere Königsstraße.

Am Brüder-Grimm-Platz

Wilhelmshöher Allee.

Hier habe ich – nur zur Sicherheit – mal einen Eingeborenen befragt.
Er hat mir bestätigt, dass die Richtung stimmt,
und dass ich zur Wilhelmhöhe komme.
Jedenfalls, wenn ich noch eine Stunde in der gleichen Richtung weiter fahre.

Den Ortsteil habe ich schon erreicht.

Ein Straßenbahn-Bahnhof vor dem ICE-Fernbahnhof.
Ganz schön hässlich.

Der Eindruck täuscht.
Die Straße führt beständig bergauf;
wenn auch mit wechselnder Steigung.

Langsam kommt das Schloss näher.

Auch hier geht es stetig bergauf.

Ein Blick zurück macht's deutlich.

Das Schloss von unten.

Da geht's hoch, erst gerade aus, dann links hoch.

Wenn auch langsam und beschwerlich.

 

 

Ganz da unten liegt die Stadt.

Auf in den Schlosshof.

Gut, dass die den alten Kram aufbewahren,
aber sehen muss ich den nicht.

Vom Schlosshof geht es noch sehr, sehr weit nach oben.

Weil es nicht nur weit, sondern auch steil hoch geht,
steht für mich fest, dass ich da nicht ganz hoch muss.
Ich fahre ja zu meinem Vergnügen.

 

An einem der Teiche;
fast in der Mitte des obigen Planes.

 

 

 

Einer der Wege nach oben ...

... führt zu dieser künstlichen Ruine.

 

Hier ahnt man zumindest, dass es steil hoch geht.
Als ich gerade hoch gefahren bin,
hat ein Trupp japanischer Touristen angehalten
und staunend gesehen, dass ich da tatsächlich hoch strampele.

Ein Blick von oben.

Weil mir die Kraxelei gereicht hat,
habe ich hier kehrt gemacht.

 

 

Eine knappe Stunde später bin ich wieder beim Friedrichsplatz
bzw. in dem Eiscafé, in dem ich vor vielen Jahren schon mal war.

Damals hatte Joseph Beuys unzählige Stein-Schwellen auf dem Platz verteilt.
Aber das war wohl doch keine Kunst und konnte weg.

Jetzt ist der Platz jedenfalls wieder leer geräumt,
aber deshalb nicht unbedingt schöner.

Auf dem Rückweg sehe ich noch ein Restaurant,
das, jedenfalls dem Namen nach, da her kommt, wo ich als Nächstes hin will.
Wenn ich nicht gerade noch satt gewesen wäre,
hätte ich mir schon einen Vorgeschmack geholt.
Aber Ayran und Döner gibt es ja auch bei uns zu Hause.

Die Wegweiser auf dem Rückweg sind wieder nicht sehr hilfreich.

Aber die Eingeborenen helfen einem ja gern weiter.

Nun bin ich schon wieder eindeutig auf dem richtigen Weg zurück.

Landschaftlich schön.

Aber streckenweise etwas beschwerlich zu fahren.

Wenn man die Verantwortlichen mit dem bewerfen dürfte,
was die auf die Wege gelegt haben,
würden sie eventuell sogar mal ihr Hirn benutzen;
zumindest aber viel feineres Material verwenden.

Wieder im Naturschutzgebiet.

 

 

 

Endlich in Wahnhausen.

Ab jetzt folgt wieder der Weg, der den Namen Radweg verdient.

 

 

Zurück in Hann. Münden.
Hier ist die einzige, aber problemlose Schikane.

Als ich unter der Brücke durch war, habe ich sofort gemerkt,
dass ich da hoch und wieder drüber muss.

Noch ein letzter Blick auf die Fulda.
Das war's.

Fazit

Eine wunderbare Landschaft,
die einen für den teilweise miserablen Weg voll entschädigt.

Diesen Abschnitt des Fulda-Radweges
würde ich jederzeit wieder fahren.

Kassel ist eine Stadt, die ihre “highlights”,
falls sie welche haben sollte, gut verstecken kann.
Ich habe jedenfalls keine gefunden.

Aber das macht nichts.
Der Fulda-Radweg ist ja noch länger.
Und wenn man sich in Kassel eine Imbiss-Pause gegönnt hat,
kann man ja getrost und gestärkt weiter fahren.

Keep dry king!

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