rt-go: 2010-01-04

1. Lokalrunde 2010

Gau-Odernheim ⇔ Alzey

~ 20 km  ~ 81 Hm  -9°C


 
Die Route kann man als
Gau-Odernheim-Alzey.gpx
+
gau-odernheim-alzey.kml
herunter laden
und außerdem bei

betrachten.

 

Weil ich derzeit ganz ohne Auto bin,
fiel mir die Entscheidung nicht schwer.
Ich fahre mit dem Rad einkaufen.
Das mache ich ja sonst auch.
Nur bei Schnee und Eis
hatte ich es zuvor noch nie probiert.

Aber,
mit etwa 10 Km/h und drei Rädern unterm Hintern
fährt es sich fast genau so wie sonst auch.
Nur die Sitzheizung fehlt mir etwas.
Bei -9°C.
Jedenfalls auf den ersten Metern.
Und, wenn der Fahrtwind gen Italien bläst.

Nun habe ich es sogar mal gewagt,
eine Tour zur Kreisstadt und zurück zu unternehmen.

Das Schöne am Frost ist,
dass die Pampe auf den Wegen fest ist
und nicht alles total voll saut.

Egal wo und wann,
immer sind Jogger unterwegs.

Hier ist sogar der Fotograf auf dem Bild.
Allerdings nur als Schatten.

“Einen schönen Menschen kann nichts entstellen.”,
sagt man bei uns.

Die dicke Jacke mit der dezenten Farbe
sorgt übrigens nicht nur dafür,
dass man nicht so leicht übersehen wird,
sondern auch dafür,
dass der Schweiß nicht kalt wird.

So kann man bequem im eigenen Saft garen.

Wo sonst viele Pferde den Matsch
für eine fröhliche Durchfahrt aufbereiten,
herrscht nun winterliche Ruhe.

Nur zwei einsame Pferde stehen draußen.

Zwischen Framersheim und Alzey.

 

 

Vereinzelt sind sogar Radler unterwegs.

Die Stadt naht.

Unter der A61.

Eine sinnvolle “Schikane”.
Autos werden zuverlässig an der Durchfahrt gehindert
und ich z.B. kann mit dem Trike (sogar mit Anhänger)
bequem durch fahren.

Es geht also doch.
Nur schade, dass nicht überall
das dafür nötige Hirn vorhanden ist.

Rennweg Ecke Gartenstraße.

Am Alzeyer Schloss.

Wenn die Straße schmal und der Gehweg breit ist,
benutze ich diesen natürlich.

Und selbstverständlich fahre ich auch in der Fußgängerzone.

Hier hängt noch die Weihnachtsdeko.

Aber, wen stört das, wenn keiner da ist?

Hier fahre ich gelegentlich mit Anhänger hoch
zum Einkauf im Rheinhessen-Center
und eigentlich würde mich interessieren,
wie es sich bei Schnee und Eis fährt.
Aber heute kann ich meine Neugier gerade noch bezwingen,
weil ich dort absolut gar nichts zu tun habe.
Man muss auch mal verzichten können.

Die rheinhessische Winterlandschaft reißt einen nicht vom Trike.
Aber es gibt Schlimmeres.

Ein Bekannter aus dem Ort kommt mir entgegen.
Er ist immer mit viel “Ballast” unterwegs.
Jede Menge Lampen und ein lautes Radio
verlangen einen großen Akku.
Die Auswahl an Klingeln und sonstigen Warngeräten
übertrifft die im Fahrradladen.
Und der überdimensionierte Rückspiegel
sollte eigentlich als Rasierspiegel dienen.
Aber,
jeder wie er mag.

 

 

 

 

 

Gelegentlich begegnet man auch Reitern.
Manche sind nervös und machen ihren Gaul verrückt.
Manche sind ganz gelassen.
So wie hier.
Ob denen das Temperament eingefroren war?

 

In Gau-Köngernheim, Ortsteil von Gau-Odernheim,
hängt dieses informative Schild und zeigt,
wo sich der Jakob
angeblich überall herum getrieben haben soll.
Ich habe da erhebliche Zweifel.
Bei der Strecke hätte er ja
Jahrhunderte lang unterwegs sein müssen.
So ganz ohne Trike.

Gau-Odernheim naht.

Eines der neuen “Wahrzeichen”, ein Kreisel.
Einer von vieren.
Derentwegen der Ort von Spaßvögeln schon
in Kreiselheim umbenannt werden sollte.

 

Fazit

Trotz -9°C hat mir die Tour Spaß gemacht.
Weil ich sonst nichts vor hatte,
hat mich auch die durch geschwitzte Wäsche nicht gestört.
Es kann gut sein,
dass ich noch mehr solche Touren unternehmen werde.
Aber trotzdem freue ich mich darauf,
wenn ich endlich wieder mit kurzen Hosen
radeln kann.


Keep dry king!

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Petersbergrunde 

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