rt-go: 2006-09-11

Amsterdam

Obwohl eine fünfspurige Autobahn nach Amsterdam führt, ist das Auto in der Stadt ein absolut unnützer und teurer Luxus. Weil wir keinen Park+Radel-Parkplatz außerhalb gefunden hatten, sind wir notgedrungen in die Stadt rein gefahren und haben unser Auto im Parkhaus am Bahnhof für viel Geld geparkt. Dort haben wir die Räder ausgeladen und sind mit ihnen haarscharf an den Schranken vorbei aus dem Parkhaus raus gefahren.

Das Bild zeigt recht deutlich die Verkehrssituation. Für die Autos ist zu wenig Platz, aber für die Fahrräder auch. Deshalb gibt es hier dieses dreistöckige Parkhaus für Fahrräder, das aber auch noch ein paar Etagen mehr haben dürfte.

Weil wir kreuz und quer, so wie es sich zufällig ergeben hat, durch die Stadt gefahren sind, folgen auch hier die Bilder in bunter Folge.

 

Auf dem fest installierten Blumenmarkt werden täglich frische Schnittblumen, Blumenzwiebeln, Pflanzen und Gemüse verkauft.

 

Rad fahren in Amsterdam

Radler fahren in Amsterdam auf dem Radweg, auf dem Bürgersteig oder auf der Fahrbahn und in Einbahnstraßen auch gegen die Richtung. Oder kurz gesagt, wie es ihnen gerade einfällt. Also völlig chaotisch dort wo gerade Platz ist, aber vorsichtig, was nicht unbedingt langsam bedeutet.

  

Einmal stand ich in einer Autoschlange an dritter Stelle vor einer roten Ampel. Um nicht warten zu müssen, wollte ich mit einem eleganten Schwung nach rechts auf den Bürgersteig. Dort war reichlich Platz.

Das stark eingelenkte Vorderrad ging aber nicht wie erwartet den Bordstein hoch, sondern lenkte nur noch mehr ein und wickelte, wie man links sehen kann, das Lenkgestänge auf. Aluminium ist halt doch zu weich.

Um weiter fahren zu können, musste ich es erst so weit weg biegen, dass die Kurbel wieder vorbei ging.

 

Bei anderer Gelegenheit fuhr ich gegen die normale Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße. Das wäre eigentlich kein Problem gewesen. Aber die Straße verlief im Bogen, so dass ich nicht sehen konnte, dass mir ein Auto entgegen kam. Auch das wäre eigentlich kein Problem gewesen, wenn die Straße breit genug gewesen wäre. Das war sie aber nicht. Das Auto fuhr so weit rechts wie es ging und ließ mir einen halben Meter Platz. Also musste ich auf den Bürgersteig ausweichen. Der war zwar auch nur einen halben Meter breit, aber zusammen war das ein ganzer Meter.
Ich fuhr also mit dem rechten Hinterrad im spitzen Winkel gegen den Bordstein und - siehe da - das Rad ging wie selbstverständlich auf den Bürgersteig hoch. Wir konnten, wenn auch knapp und vorsichtig aneinander vorbei fahren. So geht's also auch.

 

An der Stelle war so viel Platz für die Räder, dass wir der Einladung des Straßencafés nicht widerstehen konnten.

 

Hausboote sind in Amsterdam fast genau so normale Behausungen wie Wohnhäuser auch.

 

Die berühmte weiße Zugbrücke.
 

Ein Flohmarkt.
 

 

 

 

 

Am Ende unserer Stadtrundfahrt kehrten wir nach 12 Kilometern zum Bahnhof zurück und fuhren (na klar!) mit dem Rad ganz knapp an der Schranke vorbei ins Parkhaus. Die Aufsicht rief zwar irgend etwas über Lautsprecher, aber wir verstehen ja kein Niederländisch.

 

Zum Abschied durften wir auf der Rückfahrt noch erleben, dass wirklich die Straße hoch geklappt wird, wenn Schiffe durch wollen.
 

Fazit

Stadtbesuche in Zukunft nur noch mit dem Rad!
Bequemer und schöner kann's gar nicht gehen.

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Münster

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