rt-go: 2007-04-28

SPEZI 2007

28.04.2007

Internationale Spezialradmesse in Germersheim

Von der Spezi hatte ich gelegentlich schon gehört, aber weil ich erst seit knapp einem Jahr zu den Faulenzern gehöre, die im Liegen radeln, war ich noch nie da. Nun wollte ich mir das mal gönnen.

Selbstverständlich habe ich mich vorher gründlich informiert und erfuhr so, dass der Weg mit gelben Schildern und blauer Schrift beschildert sei. Na dann kann ja nichts schief gehen.

In Germersheim habe ich dann schon am ersten Kreisel ein Plakat mit Werbung für die SPEZI gesehen, aber keinen Pfeil gefunden, der mir verraten hätte, wo ich aus dem Kreisel raus fahren sollte.

Ich habe dann halt die Ausfahrt genommen, die mir am besten gefiel. (Im Nachhinein konnte ich fest stellen, dass es sogar die richtige war.) Weil auch an der nächsten Gabelung kein Wegweiser zur Spezi zu finden war, habe ich angehalten und in einer Apotheke gefragt. Die nette Dame hat mich dann gerne aufgeklärt und in den Stadtteil Sondernheim geschickt. Dort kam es mir dann aber etwas sonderbar vor. Zum Glück fand ich gleich einen Informationspunkt mit Stadtplan. Dort konnte ich sofort sehen, dass ich natürlich falsch war, aber auch, wie ich zur Spezi kommen könnte. Denn den Straßenplan direkt um die Spezi hatte ich mir natürlich von der Webseite kopiert und ausgedruckt. So fand ich dann doch sehr schnell hin und, weil es erst kurz vor Zehn war, auch noch einen ziemlich leeren Parkplatz. Glück gehabt. Aber noch bevor ich meine “Sieben Sachen” sortiert hatte und aussteigen konnte, war ich schon von etlichen anderen Fahrzeugen umgeben. Ich merke mir deshalb für die Zukunft: “VOR Zehn gibt's noch Parkplätze. Danach eher weniger”

Weil so viele Leute aus stiegen und sich auf den Weg machten, brauchte ich gar nicht zu fragen, alle wollten ganz selbstverständlich zur Spezi.

Schon vor der Halle gab es interessante Konstruktionen zu sehen,
die aber nicht unbedingt zum Verkauf standen.

Aber Informationen, Anregungen und Ideen sind ohnehin viel wichtiger und für mich jedenfalls der Hauptgrund auf eine Messe zu fahren.

Hier steht schon eine lange Schlange vor dem Eingang
und eine gebrauchte Leitra zum Verkauf.

Ein Sonnendach über einem Trike erregt natürlich meine Aufmerksamkeit, stellt aber keine Konkurrenz zum Modell Vatertag dar. Da fehlt ja der Biertisch.

Die Schlange vor dem Eingang ist lang.
Eine Dame von der Information versucht, die Leute zur Halle 3 zu schicken, weil dort die Kasse frei wäre. Aber das reizt niemanden, weil's langsam aber stetig im Trippelschritt voran geht
und letztlich gar nicht lange dauert.

Drinnen gibt's einige Neuigkeiten zu sehen,
über deren Sinn oder Unsinn man trefflich streiten könnte.
Weil ich kein Berichterstatter bin,
habe ich selbstverständlich nur das fotografiert,
was mich gerade interessiert hat.
(Man möge mir diesen Eigensinn nachsehen.)

Eine überaus rasant wirkende Verkleidung.

Hier sieht man, dass sie auf einem Sinner Comfort aufbaut.
Da möchte man ja fast die Verkleidung nehmen
und den Unterbau weg werfen.

Als Vollverkleidung sieht sie dann schon nicht mehr ganz so schick aus, obwohl sie so vielleicht Sinn(er) macht.

Das ist halt die ewige Diskrepanz
zwischen praktisch und schick.
Aber bei Dreckwetter guckt vielleicht gar keiner hin.

Das Tolle an dieser Konstruktion ist allerdings, dass aus dem Cabrio sehr schnell die Vollverkleidung wird und umgekehrt. Es ist ein und dasselbe Fahrzeug
in zwei verschiedenen Zuständen.

Im Gegensatz zu einer Leitra oder einem Go-one
fühlt man sich in einem rollenden Hauszelt
sicher nicht so beengt.
Als erfahrener Camper möchte ich allerdings
gar nicht erst daran denken, was passiert,
wenn Wind auf kommt.
Aber vielleicht ist das ja auch das neue Modell
“Sail A Way”!?

Selbstverständlich findet man auf der Messe auch viel Zubehör.
Dieser Hänger ist aber sehr schmal und hoch gebaut
und könnte daher nach meinen Erfahrungen zum Kippen neigen.

Thomas Seide hat vor der Halle sehr stolz und mit Begeisterung sein neues “MAD MAX EVO 1” präsentiert und für Probefahrten ausgeliehen.

Wegen des großen Andrangs habe ich mir die Probefahrt erspart.
Ich habe aber gesehen wie man es fährt und auch wie man es um wirft.
Auch das geht selbstverständlich, spricht aber nicht gegen das tolle Rad und schon gar nicht gegen seine Vollfederung.

Dieses seltsame Shuttle pendelte zwischen Halle 1 und 3.
Der arme Fahrer hatte eifrig zu strampeln und setzt sicher keinen Speck an. Der Hintermann hätte ihm helfen gekonnt,
wenn er gewollt hätte.

Der 6-Kettwiesel-Lindwurm hat selbstverständlich viele
so wie mich angezogen und zur Mitfahrt eingeladen.

Beim Rückwärts-über-Kopf-Fotografieren fehlt meiner Kamera leider der Kreiselstabilisator. Dem Spaß hat das aber nicht geschadet.

Zur Spezi kommen offenbar auch Radreisende.

Das Thema Wetterschutz beschäftigt viele
und lässt auch Bastlern viel Raum zur Entfaltung.

Dieser Bauchlieger hat zwar etwas Neugier geweckt,
konnte aber mit seiner wackligen und weniger eleganten Darbietung
sicher keine Anhänger für seine Art der Fortbewegung gewinnen.
Jedenfalls wollte keiner das Gerät ausprobieren.

Eine viel bestaunte Variante einer Wetterverkleidung.

Nicht ganz so geräumig wie das “Sail A Way” (s. o.).

Offenbar bringt es aber einige zum Nachdenken.

Ein Dreirad-Liege-Tandem wie dieses, braucht viel Platz
und ist deshalb vermutlich nicht überall problemlos zu fahren.
Bei der ersten Schikane ist da wohl Ende der Radtour.
Aber ob's auch der Wendepunkt ist?

Dieses Modell ist kürzer.
Dafür muss aber einer “upwrong” radeln.
Problem bei (fast) allen Tandems,
die haben nur eine Schaltung.
Deshalb will ich eins aus zwei Lepus-Trikes.

Dieses Tandem hat zwar zwei getrennte Antriebe,
ist aber trotzdem nicht mein Fall:
zu lang, zu starr und zu kippelig.
Aber jeder was er mag.
Und damit man das findet gibt es die Messe.

Mein Fazit

Mir hat die Spezi Spaß gemacht
und weil ich ja jetzt den Weg kenne,
fahr ich zur nächsten wieder hin.

Und “Mitbringsel” habe ich natürlich auch:
ein laute Klingel für das Rad meiner Frau
und einen praktischen Becher.

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