rt-go: 2008-05-17 / 2012-02-19

“Fahre mit bare Fuß”

(Pedal-Umbau 4)


Eigentlich sind “Yetis Schluppen” allererste Sahne.

Und jetzt, wo das Wetter endlich so war,
dass “fahre mit bare Fuß sollt sein meglich”,
wollt ich das natürlich auch ausprobieren.
Aber die Überraschung war groß.

Weil ich “Yetis Schluppen” im Winter entworfen habe, ist mir ein Fehler unterlaufen, der eigentlich nicht passieren durfte. Ich könnt mir dafür in den Hintern beißen. Ich habe doch tatsächlich übersehen und nicht bedacht, dass die dicken pelzgefütterten Winterstiefel natürlich viel größer sind als die nackten Füße.

Wenn das nur zu größeren Schluppen geführt hätte, wäre das kein wirkliches Problem gewesen. Dummerweise habe ich aber davon ausgehend die Pedale viel zu weit vorne montiert. Beim Fahren mit Schuhen macht das keine Probleme. Ohne Schuhe rutscht aber der Fuß viel weiter nach hinten und tritt dann unter dem Pedal durch.

Nun habe ich aber nicht etwa die vorhandenen geändert,
sondern gleich neue gebaut.
Schluppen hat man ja nie genug.
Und Yeti, wenn er vorbei kommt, braucht ja genau die.

Zur Vereinfachung, man lernt ja immer dazu, habe ich die Teile symmetrisch und identisch gemach. Erst bei der Befestigung an den Pedalresten ergibt sich der Unterschied zwischen rinks und lechts.

   Zur weiteren Vereinfachung und Ersparnis von Zeit und Material habe ich mich auf 5 Winkel beschränkt.

Die halten alles sehr stabil zusammen.

Falls nötig könnte ich immer noch welche ergänzen, halte das aber für eher unwahrscheinlich.

Hier sieht man sehr deutlich den Größenunterschied zwischen links alt und rechts neu. Nur die Breite ist gleich geblieben. Die neue Länge orientiert sich an der Länge des nackten Fußes.

Wenn die Schuhe überstehen,
wie man hier am Beispiel dieser hinten offenen Treter sieht,
stört das nicht und ändert nichts an der Funktion.

Und hier ist es endlich, das Beweisfoto mit bare Fuß.

Ergebnis

Barfuß fahren ist sehr bequem. Die Aluplatte ist stabil und tragfähig. Die Isomatte dämpft den Kontakt mit dem harten Untergrund angenehm ab und isoliert auch gegen unangenehme Temperaturen.

  

Ein anatomisch
geformtes Fußbett
von höchster Präzision
erhält man übrigens
(sogar völlig gratis),
wenn man eifrig
steile Berge hoch fährt.

 

Schade, dass man trotzdem noch Schuhe braucht.

Wenn man absteigt.

 

Nachtrag

(für Nachbauer)

Weil ich inzwischen schon einige “Yetis”
für diverse Schuhgrößen anfertigen durfte,
habe ich die Größenverhältnisse mal überprüft
und die Ergebnisse in einer Tabelle fest gehalten.

Fazit

Obwohl sich die Schuhgrößen ganz erheblich unterscheiden,
fällt der Unterschied bei der Hinterlänge wesentlich geringer aus.

Bei meiner Schuhgröße (45) im Vergleich mit der meiner Frau (40) macht das bei der Hinterlänge nur 19 mm Differenz.

Es ist deshalb nicht verwunderlich,
dass ich mit den Pedalen meiner Frau
keine ernsthaften Probleme habe.
Die Füße stehen halt etwas über.

Tipp

Wenn jemand “Yetis” braucht, die für mehrere Schuhgrößen passen, kann er die Gesamtlänge nach der größten Schuhgröße wählen, damit die Füße vorne nicht überhängen,
und die Hinterlänge nach der kleinsten Schuhgröße,
damit niemand unten durch treten kann.

In welchem Bereich dabei ein befriedigendes Ergebnis
zu erzielen ist, bedarf allerdings noch der Überprüfung.

Schablonen

Weil ich von potenziellen Nachbauern danach gefragt wurde, habe ich die benötigten Schablonen jetzt zum Ausdrucken erstellt. Weil diese aber nicht auf das DIN-A4-Format passen, habe ich sie jeweils halbiert. Man muss sie deshalb nach dem Drucken erst noch zusammen kleben. Aber, wer die Schluppen selbst anfertigt, wird damit wohl keine Probleme haben.

Yeti-Schablonen.doc
(Rechtsklick und Ziel speichern unter...)

Viel Spaß und Erfolg!


 

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Lepus mit Anhängekupplung ?! 

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