rt-go: 2010-04-29

E-Werk und Navi am Rad


 

Meine bisherigen Versuche mit dem Navi
am Rad bzw. in der Hemdtasche,
hatten zu der Erkenntnis geführt,
dass das Ding einfach zu viel Energie braucht und
deshalb unterwegs viel zu schnell schlapp macht.

Nun hatte ich gerade in der Fahrradzukunft #11 gelesen,
dass es ein Gerät namens E-Werk von Busch+Müller gibt,
das vom (Naben-) Dynamo versorgt wird
und seinerseits elektrische Geräte wie z. B. das Navi
mit definierter Spannung und Stromstärke versorgen kann.

Laut Testbericht sollte es
wasserdicht, sehr leicht und sehr gut,
aber nicht gerade billig sein.

Deshalb habe ich mich ganz besonders gefreut,
als ich auf der Spezi ein Exemplar (das letzte)
mit 20% Messerabatt erwerben konnte.

Jetzt fehlte mir nur noch ein Navi-Halter.
Er wird ebenfalls von Busch+Müller produziert
und wurde mir vom Händler meines Vertrauens
(die Radgeber in Mainz)
ganz flott zu geschickt.

Schön, wenn man alles beisammen hat.

Jetzt musste es “nur noch” montiert werden.

Das E-Werk macht überhaupt keine Probleme.
Die Befestigung kann mit Kabelbindern fast überall erfolgen
und am nötigen Zubehör fehlt es auch nicht.


Ansicht von unten.

Damit die vorgefertigten Kabel ohne Änderung passten,
habe ich das E-Werk an einer entsprechenden Stelle
ans Hauptrohr gebunden.
Kein Problem.
 

Beim Navi-Halter ist dann aber erst mal Fantasie gefragt.

Der Halter ist so gebaut,
dass man ihn ohne Werkzeug quer
an einem üblichen Lenker-Rohr mit 22 bis 32 mm
fest machen kann.

Schön.
Aber mein Lenker ist unter dem Sitz.
Und der Platz, wo das Navi hin soll,
ist am längs laufenden Hauptrohr,
das außerdem 50 mm dick ist.

Um beides ohne unnötigen Aufwand miteinander zu verbinden,
habe ich 9 cm von einem 25er PVC-Leerrohr ab gesägt.

In der Mitte sind etwa 3 cm stehen geblieben.
An beiden Seiten dagegen nur je ein schmaler Streifen.

Bei etwa 150°C aus der Heißluftpistole
lassen sich die Streifen ganz leicht
in die gewünschte Form bringen.

Übrigens:
Dass das PVC die 150°C
viel besser aus hält als die Finger,
merkt man ganz schnell.

Jedenfalls,
wenn man die Handschuhe vergessen hat.

Dann musste nur noch eine Schlauchschelle durch
und schon waren Längs- und Querrohr verbunden.

Gleich unten drunter hängt ganz unscheinbar das E-Werk.

Dass mein superbreites Navi nicht quer in den Halter passt,
ist keine Überraschung und gar nicht so schlimm.
Man kann es ja einfach hochkant einspannen.

Und man könnte natürlich den Kopf entsprechend drehen.

Weil das beim Fahren auf die Dauer
aber etwas unbequem ist,
habe ich dann doch lieber den Halter gedreht.

 

Und um alles aus zu probieren,
habe ich gleich mal eine kleine Ortsrunde gedreht
und die Route mit getrackt.

Die Route kann man als
Gau-Odernheim-Ortsrunde.gpx + gau-odernheim-ortsrunde.kml
herunter laden und bei

betrachten.

 

Fazit

Alles funktioniert.
Ob's auch auf Dauer gut ist,
wird sich zeigen.

Ich bin da sehr optimistisch.

Allerdings ist mir etwas auf gefallen:

Ich musste diesmal beim Basteln
keine Speiche hin richten.

Ob das mal gut geht?

 

Nachtrag  2010-05-08

Es ist natürlich nicht gut gegangen.

Leider hat der Navi-Halter
schon beim ersten richtigen Einsatz kläglich versagt.

Die filigrane Mechanik ist völlig überfordert
und hält nicht mal sich selbst.

Da hilft auf die Schnelle nur ein kleiner Spanngurt.

Und auf Dauer vielleicht eine hin gerichtete Speiche.

Später sollte das Navi beweisen,
dass ich es nicht nutzlos mit geschleppt hatte,
und mich in der fremden Stadt Karlsruhe
zum Parkplatz zurück führen.

Dummerweise hatte ich das Navi aber
trotz Stillstand
etwa 4 Stunden eingeschaltet gelassen.
Deshalb war der Akku jetzt natürlich leer gelutscht.

Aber dank Dynamo und “E-Werk” hat es trotzdem funktioniert.
Das beweist zumindest,
dass diese beiden Geräte ihren Zweck erfüllen.

In Zukunft werde ich das Navi
nicht unnötig eingeschaltet lassen
und für alle Fälle noch einen
zusätzlichen Akku als Puffer einsetzen.
Denn bei langsamer Fahrt
reicht der Strom zwar für den Betrieb,
aber nicht auch noch, um den internen Akku zu laden.
Und weil man in der Stadt nicht schnell fahren kann
und gelegentlich sogar halten und warten muss,
hat das Navi dann natürlich Aussetzer.

Ich bin sicher, dass die in Zukunft
durch den zusätzlichen Akku als Puffer
vermieden werden.
 

Weitere Nachträge werden folgen.

Einstweilen

Keep dry king!
 

 

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Navi am Rad 2 

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