rt-go: 2007-09-06

Problemlose Kettenführung (1)


 

Beim Lepus kann man die Kette entweder oben oder unten an der großen Umlenkrolle vorbei laufen lassen.

  • Lässt man sie unten vorbei laufen, bleibt der Lenker zwar heil, aber das Querrohr des Hinterbaus wird langsam aber stetig angesägt. Siehe linker Pfeil. Die “Schutzfolie” ist längst durch und im Stahl sind schon deutliche Rillen. Die Prüfung der Kette hat zwar ergeben, dass sie nach 2.400 km erst Halbzeit hat, aber vorteilhaft wirkt sich dieser Kontakt ja nun mal nicht aus.
     
  • Lässt man die Kette oben vorbei laufen, bleibt zwar der Hinterbau heil, aber der Lenker wird eventuell angesägt. Siehe rechter Pfeil. Je nach Längeneinstellung des Lepus endet das Schutzrohr hinter oder auch vor dem Lenker und je nach Lenkeinschlag trifft die Kette den Lenker oder auch nicht. Damit könnte man sich zur Not abfinden. Aber wenn die Kette oben lang läuft, wird sie durch nichts auf der Rolle gehalten und springt deshalb auch sehr oft ab.

So oder so ist das kein befriedigender Zustand
und schon gar keine Lösung des Problems.

 

Ein weiteres Problem

An unserem neuen (2. Lepus) war schon nach 300 km
 der Halter für das Schutzrohr abgerissen.
 Um überhaupt weiter fahren zu können,
 musste ich das Schutzrohr ganz entfernen.

Bis zur Ersatzlieferung hätte ich nun die Wahl gehabt,
die “Kettensäge” entweder oben oder unten laufen zu lassen.

Weil mir beide Alternativen gar nicht gefielen,
 untersuchte ich die Situation mal etwas genauer
 und kam zu dem Schluss,
 dass lediglich die Umlenkrolle
 etwa 4 cm nach oben gesetzt werden musste,
 um das Problem vorerst mal zu lösen.

 

Der Umbau

Nachdem ich mir bei meinem Händler um die Ecke schnell das fehlende Material (eine selbsthaltende 12er Mutter und 2 Karosseriescheiben) besorgt hatte, habe ich Maß genommen.

Einen 12er Bohrer hatte ich zwar leider nicht greifbar,
 aber ich hatte ja einen 2er und einen 10er.

Mit dem 2er habe ich vor gebohrt ...

... und dann natürlich mit dem 10er.

Nun musste ich das Loch nur noch
 mit dem Fräser auf 12 mm weiten.

Und schon sitzt die Umlenkrolle an der richtigen Position.

Hier sieht man die Mutter und die beiden großen Karosseriescheiben.
Obwohl die Umlenkrolle keinem großen Druck ausgesetzt ist,
 stellen die Karosseriescheiben sicher,
 dass das Blech keine größeren Biegekräfte aufnehmen muss.

Jetzt kann die Kette oben über die Umlenkrolle laufen
und sogar ohne Schutzrohr den Lenker nicht beschädigen.
Die leichte Spannung, mit der die Kette auf der Rolle liegt,
 sorgt dafür, dass sie nicht ab springt.

Der Blick von vorne zeigt noch mal deutlich,
 dass alles unangefochten seinen Platz hat.

Warum geht's denn nicht gleich so?

 

Anmerkungen

Die 12er Schraube ist total über dimensioniert und vermutlich nur deshalb da, weil gegenüber das gleiche Kaliber gebraucht wurde. Für die Umlenkrolle würde auch eine 8er Schraube völlig reichen.

Vorne die kleine Umlenkrolle beim Kettenspanner ist mit einer 6er Schraube befestigt und dort wird die Kette fast um 180° umgelenkt. Und das untere Rädchen des filigranen Kettenspanners ist sogar auf einer 5er Schraube montiert. Beide liegen allerdings im Leertrum. Also dort wo die Kette ohne große Spannung zurück läuft.

 

Fazit

Die problemlose Kettenführung beim Lepus bleibt zwar vorerst ein Wunsch. Aber ein Teilproblem ist gelöst. Und die Hoffnung, dass auch die anderen irgend wann noch gelöst werden, ist vielleicht nicht völlig unberechtigt.


 

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