rt-go: 2006-06-05

Erste Erfahrungen mit dem Lepus

Im täglichen Gebrauch   konnte ich schon nach kurzer Zeit einige Erfahrungen sammeln.
 
     Als “Referenz” verwende ich dabei das Fahrrad meiner Frau, das “Culture black” von riese und müller in Darmstadt, ein Sahnestückchen, das sich wie Butter in der Pfanne fährt (Mh!!!). Es hat übrigens die gleiche 8-Gang-Naben-Schaltung von Shimano wie das Lepus.

Außerdem habe ich als Vergleichsstücke natürlich auch noch die alten “Gurken”, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, weil sie halt niemand weg werfen will. Aus verständlichem Grund will sie aber auch keiner mehr fahren. Die kriegt man noch nicht mal geklaut.

Wenn ich nun nach meinen bisherigen “Vergleichsfahrten” ein erstes Resümee ziehe, komme ich zu folgendem Schluss:

Das Culture ist ein super bequemes Faulenzer-Rad, mit dem man vermutlich nie dem Rausch der Geschwindigkeit verfallen wird, weil es halt sehr kurz übersetzt ist. Damit schafft man zwar fast jede Steigung, aber in der Ebene bekommt man halt kein großes Tempo. Aber, wer eh nur gemütlich fahren will, kann kaum ein besseres Rad finden.

Das Lepus, obwohl es die gleiche Schaltung hat, ist im Vergleich dazu fast ein “Renner”. Wenn man da in der Ebene rein tritt, geht richtig die Post ab.

Das hat natürlich mehrere leicht verständliche Gründe:

Zum Einen ist es ab Werk so übersetzt, dass man schneller voran kommt. Zum Anderen ist der Luftwiderstand im Liegen geringer. Und außerdem kann man mit dem Sitz im Kreuz tierisch in die Pedale treten, wenn man das will.

Aber wehe, es kommt eine Steigung, da ist dann ganz schnell die “Luft” raus. OK, ich quäl mich dann vielleicht noch eine Weile den Berg rauf, bis ich zu der Erkenntnis komme, dass das ja nicht unbedingt sein muss. Dieser Berg ist dann halt Tabu. Ich bin ja keine Gämse und will auch keine werden.

Davon abgesehen kann man sich aber kein bequemeres Rad vorstellen. Die liegende Haltung ermöglicht selbst Bandscheibenpatienten ein schmerzfreies Fahren. Außerdem sorgt der andere Sitz in Verbindung mit der Haltung dafür, dass einem auch nach längerer Fahrt der Hintern nicht weh tut.

Lediglich ein Muskelkater lässt sich am Anfang sicher nicht vermeiden, weil beim Strampeln in dieser Lage Muskeln beansprucht werden, von deren Existenz man vorher gar nichts wusste.

Ungewohnt ist auch, dass man sogar bei einer Bergabfahrt die Füße gegen die Pedale stemmen muss, weil sie sonst abrutschen.

Die angebotene Lösung für dieses Problem, Schuhe, die an den Pedalen einrasten, kommen für mich nicht in Frage. Ich fahre immer mit den Schuhen, die ich gerade trage. Und im Sommer sind das dann selbstverständlich oft auch Latschen.

Aber die Lösung des Problems ist schon in der Mache und wird hier sicher noch veröffentlicht.

Nachtrag

Siehe: Pedal-Umbau


 

 zurück  Index Rad

 Das Lepus ist kein Mountainbike

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

zur Homepage / Neustart:
rt-go-Homepage