rt-go: 2014-11-16

So 16. Ausflug nach Izmir

Große Überraschung: Zum Frühstück gibt's heute Omelett.
Allerdings jedes einzeln zubereitet.
Und wenn man dann endlich eins erstanden hat,
zeigt sich, dass es die Warterei nicht wert war.

Die knusprig gebackenen Pilze sind dagegen so gut,
dass sie alles andere wieder heraus reißen.

Weil der heutige Ausflug zum ~85 km entfernten Izmir gehen sollte,
waren sich alle einig und haben nachdrücklich und unbeirrbar
auf einer früheren Abfahrt bestanden.

Deshalb sind wir nicht erst um 11 Uhr,
sondern schon um 10 Uhr los gefahren.

In Izmir fahren wir zuerst mal mit dem 'Asansör' zur Aussicht
hoch und genießen den Ausblick über die Stadt und den Hafen.

 

Von hier gibt's natürlich ein Panorama:

Danach werden wir mit dem Bus zum gegenüber
liegenden Stadtteil gebracht und dort aus gesetzt.
Envers Infos erweisen sich wieder mal als “Dünnschiss”.

Erst laufen wir am Strand entlang,
wo Lokale sein sollen, aber keine sind.

Dann laufen wir an der Straße lang, wo Restaurants sein sollen,
aber nur Teestuben sind; die Hälfte ganz geschlossen.
Essen gibt es nirgends.

Das bekommen wir erst, als wir dann endlich an der Fähre sind.

Aber dann kommt Enver auch schon
20 Minuten vor der vereinbarten Zeit gelaufen,
um zu verkünden, dass die Fähre gleich ab fährt.

Den letzten Bissen habe ich noch in der Hand,
als ich auf die Fähre renne.

Ich habe ihn dann nach der Abfahrt gegessen.

Ich hätte ihn auch an die Möwen verfüttern können.
Aber Hunger stärkt den Egoismus.

Dieser Teil des Ausflugs war "für'n Arsch".
Den hätten wir uns wirklich sparen können.

Aber die Fähre bringt uns zurück.

Und zwar direkt zum Uhrenturm, wo wir von Anfang an hin wollten
und wo uns Enver eigentlich nicht haben wollte,
weil sich dort angeblich welche verlaufen könnten.

Aber, nun waren wir doch dort und Enver hat uns gnädig
“Ausgang auf eigene Verantwortung” gegeben.

Den haben natürlich alle genutzt, sind geradewegs
in den Basar gestürmt und haben dort einige Gassen erobert.

Man muss dort aber, zumal am Sonntag,
nicht unbedingt permanent umher laufen.

Man kann sich auch mal setzen und in aller Ruhe
einen Türkischen Kaffee genießen.
Das ist der, der schön macht,
weil der ganze Kaffeesatz noch drin ist.
Ich weiß nicht, ob man das auf dem Bild schon sieht,
weil ich erst die Hälfte getrunken habe.

Außerdem kann man sich natürlich zur mentalen Erbauung
die zahlreichen frommen Teppichbilder an sehen.
Gut, dass wir selbst in der Türkei
nie von Gott verlassen sind.

Und zwischendurch plärrt der Muezzin vom Minarett.

Verlaufen hat sich dort niemand.
Wahrscheinlich hätten die Meisten hinterher auf
einem Stadtplan zeigen können, wo sie genau waren.

Wenn es beim Quiz um die Frage ginge, wer blöder ist:
der Reiseführer oder die Touristen,
würde ich gewinnen, weil ich auf ersteren tippe.

Als zehn Minuten vor der vereinbarten Zeit
alle am Treffpunkt waren,
hat Enver schon wieder anzutreiben versucht,
weil der Bus angeblich dort nicht halten könne.
Dabei hätte es niemanden gestört oder überhaupt interessiert,
wenn er dort eine halbe Stunde gestanden hätte.

Die Rückfahrt erfolgt in der Dämmerung.
Wenn wir wie geplant eine Stunde später gefahren wären,
hätte uns die Dunkelheit schon beim Rundgang erwischt.

Gut, dass wir uns durch gesetzt hatten.
Das hätten wir viel öfter und sehr viel energischer machen müssen.
Selbst auf die Gefahr hin, dass Enver der Herzkasper ereilt.

Abends haben wir uns auf ARTE einen hoch gelobten Film angesehen:
"Melancholia" von 'Lars von Trier'.
D.h. mit viel Überwindung etwa die erste Hälfte.
Vermutlich hatten die Kritiker von dem konfusen Machwerk
auch nichts verstanden und ihn deshalb zur Kunst erklärt.

Na dann gute Nacht.

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17. · Bootstour 

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