rt-go: 2013-12-15

So 15. Heimreise + Fazit


 

Heimreise

Morgens können wir zwar nichts mehr unternehmen,
aber wir haben reichlich Zeit und werden um 10h30 abgeholt.

Unterwegs lernen wir noch fünf weitere Hotels von außen kennen, weil natürlich auch noch andere Urlauber eingesammelt werden.

Deshalb zieht sich die Fahrt etwas, aber um 13h sind wir auf dem Flughafen von Antalya.

Dort dürfen wir nicht nur Schlange stehen, sondern werden auch noch zwei mal gründlich gefilzt. Warum das doppelt erfolgt, ist uns nicht verständlich. Ich musste sogar den Schlepptop aus dem Koffer und aus seiner Tasche aus und dann natürlich auch wieder ein packen. Auf dem Hinflug musste ich das nicht. Das ist nicht nur lästig, sondern auch riskant. Denn bei der Umpackerei in fremder Umgebung kann natürlich leicht etwas verloren gehen oder später wegen weniger sorgfältiger Verpackung beschädigt werden. Zum Glück ist mir das aber erspart geblieben.

Der Blick nach draußen zeigt
eine Boeing 737 von Sunexpress.
Wir fliegen nebenan mit einer Airbus A320 von Freebird.

 

Im Flieger stellen wir mit wenig Begeisterung fest, dass wir eigentlich gar keinen Gurt bräuchten, weil wir sowieso durch den vorderen Sitz absolut bewegungslos fest geklemmt werden und so dreieinhalb Stunden vollkommen gesichert sind. Wir folgern daraus und merken uns: “Billigflieger sind sicher!”.

Auch auf dem Rückflug gibt es wieder Verpflegung. Die gleiche wie auf dem Hinflug. Natürlich wieder genau so schmackhaft und völlig ausreichend. Was mich immer wieder wundert, ist die erstaunliche Geschicklichkeit, die man zwangsläufig entwickelt, um das Essen und die Getränke in den Mund zu befördern, statt sie im Flieger zu verteilen und all das auch noch, ohne sich selbst oder die Nachbarn zu verletzen. Der Mensch muss wohl doch die Krone der Schöpfung sein.


Irgendwo über den Bergen.

Ich will und habe keinen Fensterplatz. Auf früheren Flügen habe ich bereits zahllose schöne Fotos gemacht. Heute ist kein Foto-Wetter. Da will ich mir nicht das Genick verrenken, um durch ein viel zu niedriges Fenster schlechte Bilder zu machen.


Irgendwo über einem nicht identifizierten See.

Aber der Deutsch-Türke, der neben mir am Fenster sitzt, bemerkt meine Kamera, die ich immer in der Hemdtasche trage, und macht mich wiederholt auf die “schöne” Aussicht aufmerksam.


An der Küste Europas über dem Marmarameer.

Deshalb halte ich die Kamera dann doch einige Male ans Fenster und drücke auf den Auslöser. Man will ja nicht unhöflich sein.


Abendrot in 11 km Höhe.


Irgendwo im Anflug auf Frankfurt.

Das Ergebnis ist bescheiden, aber was soll's;
wer's nicht sehen will kann ja weg gucken.

Wir sind wieder unten und, weil wir schon zu spät gestartet waren, natürlich auch verspätet gelandet. Das wirft unseren gründlich recherchierten Fahrplan total über den Haufen.

Am Flughafen müssen wir vom Terminal 2 zum Terminal 1 und besteigen den Shuttle-Bus. Als der zum Platzen volle Bus steht und steht, frage ich den Fahrer lautstark, worauf er wartet. Da fährt er endlich los.

Am Bahnsteig müssen wir uns nun einen anderen Zug suchen. Das ist kein Problem, aber wann und wie wir dann in Mainz-Süd weiter kommen, erfahren wir natürlich erst dort. Weil wir dann etwa 30 Minuten warten müssen, gönnen wir uns im “Subway” wenigstens einen richtigen Kaffee und staunen; er kostet nur 99Cent.

Während Martin noch bis Frankenthal weiter fährt, steige ich in Nierstein aus, gehe um die Ecke und besteige mein Auto. Der restliche Heimweg läuft wie geplant.


Fazit

Das Hotel

Auch wenn das nur auf Landesniveau gelten soll, hat das “Eftalya Aqua Resort” seine 5 Sterne nicht verdient.

Das WLAN, das überall funktionieren soll, funktioniert nur in der Lobby einigermaßen zuverlässig. Also muss man den Schlepptop dort hin schleppen und ohne Maus auf den Oberschenkeln bedienen, weil dort kein geeigneter Tisch zu finden ist.

Das Zimmer-Personal hat offensichtlich keine Ahnung von dem, was im Bad extra angeschrieben steht. Am zweiten Tag hat man uns nicht nur die Handtücher gewechselt, obwohl alle aufgehängt waren und nicht am Boden lagen, sondern noch einen Stapel dazu gelegt. Dafür mussten wir uns am dritten Tag in einer Toilette im Erdgeschoss Klopapier von der Rolle ziehen, weil sonst kein Nachschub erhältlich war. Am Freitag hatten wir dann keinen Vorleger mehr vor der Wanne und außer den beiden Badetüchern nur noch ein einziges kleines Handtuch.

Das Wasser aus der Leitung ist nicht trinkbar. Den Gästen wird aber nirgendwo Trinkwasser zu Verfügung gestellt, was man eigentlich als selbstverständlich erwartet. Statt dessen wird man genötigt, das Wasser in kleinen Flaschen für einen Wucherpreis zu kaufen, oder von außerhalb mit ins Hotel zu schleppen.

Kurz zusammen gefasst: Von der Küche mal abgesehen, ist der Service teilweise so miserabel, dass er die Urlaubsfreude erheblich trüben kann. Oder, noch kürzer: Das “Eftalya Aqua Resort” ist, wenn überhaupt, nur sehr bedingt zu empfehlen.
 

Die Reise

Alles in allem war die Reise ein Schnäppchen und fast so wie erwartet. Wir würden sie deshalb wieder machen. Allerdings nicht im Dezember, weil es bei einer außergewöhnlichen Wetterlage, wie wir sie leider hatten, schon etwas unangenehm werden kann. Und ob wir uns den zweifelhaften Service eines “5-Sterne-Resorts” nochmals an tun ist auch fraglich. Möglicherweise würden wir den “Nichtservice” einer komfortablen Ferienwohnung vor ziehen.

Wir werden sehen und ggf. berichten.

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Siefersheimer Bänkelchesrunde 

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