rt-go: 2013-12-12

Do 12. Antalya

Martin macht wieder zeitig Rabatz, damit wir früh weg kommen. Wir haben nämlich einen größeren Ausflug nach Antalya geplant und das liegt etwa 120km entfernt. Mit den öffentlichen Bussen bedeutet das weit mehr als zwei Stunden Fahrzeit einfach.

Weil ein eisiger Wind weht, warten wir nicht auf den richtigen Fernbus, die fahren etwa im Stundenabstand zu unbestimmten und unbekannten Zeiten, sondern steigen beim ersten Bus der vorbei kommt ein. Er fährt nur bis zur nächsten größeren Stadt, Manavgat, etwa 40km entfernt. Dort steigen wir am Busbahnhof in den Linienbus nach Antalya, um die restlichen etwa 80km zu überwinden.

Vom außerhalb gelegenen großen Busbahnhof müssen wir dann noch etwa 6km in die Stadt fahren. Diese Fahrt kostet nichts, weil wir schon vor dem Fahrer im Bus sitzen und der vorn beim Einsteigen kassiert. Wir sind aber gezwungen, hinten aus zu steigen und tragen unser Schicksal mit Fassung.


Antalya hat zwar mehr als eine Million Einwohner, aber der Orstkern mit Altstadt und Hafen ist sehenswert. Wir machen unseren Rundgang, um die Sehenswürdigkeiten:  Hadrianstor, Atatürk-Denkmal, Mermerli-Strand neben der Hafeneinfahrt, geriffeltes Minarett, Stadtmauer über dem Hafen, Uhrenturm,  ehemalige Basilika mit dem abgebrochenen Minarett, Hidirlik-Turm und Atatürk-Boulevard zu sehen und die Ausblicke über das Meer und den Hafen zu genießen.

Antalya etc. (Promotion-Video deutsch)  




Eine Pansiyon für unerschütterliche Muslime.


Kültür gibt es überall.


Und Tee für alle Fälle.




 Panorabilder von Antalya


Die Straßenbahn aus der Partnerstadt Nürnberg.


Ein Treffpunkt, den sogar deutsche Touristen meistens finden.

Ein Bekannter von Martin ist um die Zeit leider noch nicht in seinem Geschäft. Aber sein Stellvertreter vertritt ihn würdig, bietet uns einen Tee an und unterhält sich auf Deutsch mit uns. In der Altstadt gönnen wir uns erst eine Suppe und später einen kleinen Döner. Weil so ein abartig kalter und starker Wind bläst, stürzen wir uns in Unkosten und leisten uns im alten Basar je eine Wollmütze für 8TL (2€90). Damit überstehen wir den Rest des Tages ohne Probleme und ohne kalte Ohren. Die Temperatur war zwar mit 7 statt 16 Grad nicht normal für die Jahreszeit, wäre aber gar kein Problem gewesen. Nur der Wind war ekelhaft.

Für die Rückreise fahren wir zunächst mit dem örtlichen Bus zum Busbahnhof. Leider haben wir einen Bus erwischt, der zwar zum “Otogar” (Busbahnhof) fährt, es stand ja am Bus, aber vorher klappert er eine große Anzahl von Ortsteilen ab und verplempert dabei leider eine Menge Zeit. Der Fernbus, den wir ursprünglich nehmen wollten, ist da natürlich längst weg.

Aber um 17h15 kommen wir dann endlich los. Für 16TL (5€80) bringt uns der Bus rund 120km von Antalya bis genau zu der Stelle an der Fernstraße (D400), wo unser Hotel liegt. Dabei gibt es sogar Bordservice. Erst mal einen Schluck Wasser, für die, die es möchten, später einen Tee oder Nescafé. Alles  gratis, bzw. im Fahrpreis enthalten.

Wir steigen natürlich genau dort aus, wo ein Tunnel vom Strand ins Resort führt. Leider müssen wir dann aber am Ende des dunklen Tunnels fest stellen, dass dort ein Tor verschlossen wurde. Also kehren wir um, überqueren die Straße über die Überführung, befinden uns dann aber außerhalb und müssen deshalb das Resort umrunden. Zum Glück ist dort eine seitliche Einfahrt nicht ganz verschlossen, so dass wir dort eindringen und den Speisesaal vom anderen Ende betreten können. Inzwischen ist es 19h40. Deshalb beeilen wir uns, dass wir unser Essen auf den Teller bekommen. Das ist absolut nicht verkehrt, weil das Personal um 19h50 zum gründlichen Durchlüften vorne und hinten die Außentüren öffnet, mit dem Abräumen der Speisen beginnt und um kurz vor 20h die Beleuchtung auf “Sparflamme” schaltet, damit ja niemand auf die abwegige Idee kommt, es sich gemütlich zu machen.

Weil Martin seine Bettdecke zu dünn ist, fragte er morgens beim Weggehen an der Rezeption, ob er eine zweite haben könne. “Selbstverständlich” war die prompte Antwort, “die Decke kommt sofort”. Als wir abends unser Zimmer betreten, ist von einer zweiten Decke nichts zu sehen. Also fährt Martin zur Rezeption, verlangt nach seiner zweiten Decke und wird vertröstet. Man will sich um das Problem kümmern, aber nichts passiert. Um 22h15 ruft Martin zum zweiten Mal bei der Rezeption an, um zu fragen, wo seine zweite Decke bleibt. Aber nichts passiert. Um 22h50 beschwert sich Martin erneut per Telefon, aber “Harran” an der Rezeption bedauert, dass er mit diesem Problem überfordert sei. Weil Martin ihm darauf hin nicht nur eine möglich Lösung des Problems erklärt (“Eine Decke aus einem nicht belegten Nachbarzimmer holen.”), sondern auch seinen Namen wissen will, wird er offenbar aktiv. Punkt 23h klopft er an die Zimmertür und überreicht eine zweite Decke. Es ist doch erstaunlich, wie einfach sich ein Problem, das gar keins ist, in nur zehn Minuten lösen lässt.

 zurück  Index 2013

Fr 13. · Hamam+Alanya 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

zur Homepage / Neustart:
rt-go-Homepage