rt-go: 2013-12-11

Mi 11. Avsallar Markt

Heute haben wir nichts Großes vor und lassen es deshalb gemütlich an gehen. Nach dem Frühstück laufen wir zur Hauptstraße, wo gerade ein Bus an hält. Den benutzen wir natürlich, um nach Avsallar zu fahren. Dort ist heute Wochenmarkt und den wollen wir besuchen.  

Zu unserer Überraschung gibt es dort unzählige Stände, die alle das Gleiche, nämlich Obst, Gemüse und Gewürze an bieten. Wir sind sicher, dass der Aufwand nicht lohnt, weil unmöglich so viel Obst und Gemüse verkauft werden kann.

Nachdem wir all das Gemüse ausgiebig bestaunt haben, bummeln wir durch die Fußgängerzone.

Dort überlasse ich meine Schuhe einem professionellen Putzer. Für 5TL (2€) bringt er sie auf Hochglanz und versichert mir, dass ich ein Jahr Garantie habe. Die Unterhaltung findet übrigens wie hier üblich auf Deutsch statt. Nachdem wir noch einige Besorgungen erledigt haben, gönnen wir uns eine Pause und einen Tee.

Ein weiterer Rundgang über den Gemüsemarkt zeigt uns, dass wir nichts verpasst oder übersehen haben.

Nach einem bescheidenen Süppchen mit frischem Weißbrot und Hirtensalat als Beigabe begeben wir uns zur Hauptstraße, latschen noch 500m weiter bis zu einer Unterführung und warten dann dort etwa zehn Minuten im heftigen und eiskalten Wind bis uns ein Bus zu unserem Hotel mit nimmt.

Dort unterqueren wir wieder die Hauptstraße und kehren durch den Speisesaal ins Hotel zurück. Bei der Gelegenheit will ich mir einen Kaffee gönnen, obwohl der Automat ja nur einen wenig schmackhaften Nescafé produziert. Kaum habe ich die Tasse in der Hand, kommen auch schon zwei “Ober” und sagen mir, der Kaffee sei “extra”. Als sie dafür 2€ kassieren wollen, sage ich ihnen, dass sie nicht dicht seien, stelle die Tasse ab und verlasse den Speisesaal.

Nach einer kleinen Mittagspause wollen wir etwas die Umgebung erkunden. Der Wächter an der Einfahrt des Resorts erzählt uns auf Befragen, dass nicht weit ein Basar und eine Cafeteria zu finden sei. Ein Beschäftigter, der gerade weg fährt, nimmt uns ein Stück des Weges mit. Unser Ausflug erweist sich allerdings als Reinfall, denn der besagte “Basar”, eigentlich nichts anderes als ein Einkaufszentrum, ist komplett geschlossen. Nur eine einsame “Patisserie” nebenan hat geöffnet. Dort ist die Theke fast leer und wir bekommen gerade mal einen Tee und ein Kaffeestückchen, um uns für den Rückweg zu stärken.

Unterwegs dürfen wir die dunklen und stinkenden Abgaswolken einer offenen Müllverbrennung durchqueren. Diese für uns absolut unverständliche Art der Müllentsorgung ist hier offenbar überall und alltäglich üblich.

Beim Abendessen trinken wir wie gewöhnlich ein Glas Rotwein dazu, das wir selbstverständlich (mit 3€) extra bezahlen. Als ich mir auch noch einen Nescafé laufen lasse, kommt gleich darauf der Chef und erklärt uns, dass der Kaffee “extra” zu bezahlen sei. Das sehen wir natürlich nicht ein; insbesondere, weil die normalen Getränke ja wohl zum Essen dazu gehören und nirgendwo ein entsprechender Hinweis zu finden ist. Deshalb verzichtet der Chef ausnahmsweise auf die Bezahlung, weist aber darauf hin, dass der Kaffee künftig “extra” sei.

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Do 12. · Antalya

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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