rt-go: Do 2012-11-08

Nordzypern

7.Tag

Famagusta (Gazimağusa)

Der Tag beginnt fast wie immer.
Nur ein paar leichte Wölkchen, die uns nicht stören.

Deshalb spricht nichts dagegen,
heute mal Famagusta in eigener Regie zu erkunden.
Auf dem direkten Weg wären das etwa 70km einfach.

Weil unser Linienbus aber über Nicosia (Lefkoşa) nach Mağusa fährt,
sind das etwa 80km einfach.
Auch kein Problem und sowieso bezahlbar:
Hin und zurück 12TL (≈5€20).

Der Bus ist schön und komfortabel.

Noch ein Kontrollblick, dann geht's los.

Ich sitze absichtlich wieder vorne, wo ich Bilder machen kann.
Und wenn das Seitenfenster offen ist,
(bei den Temperaturen selbstverständlich),
kann ich auch seitwärts fotografieren
oder die Kamera ganz aus dem Fenster halten.

Ein etwas “sozialistisch” anmutendes Friedensdenkmal.
Mir würde es allerdings viel besser gefallen,
wenn man auf das Denkmal verzichten
und statt dessen lieber Frieden machen würde.

Unser Weg führt uns wieder durch die Berge.

Warum wir hier keine Autobahn fahren, ist uns nicht bekannt,
stört uns aber auch nicht.
Hauptsache der Fahrer weiß wo's lang geht.

Sperrgebiet.

Ein außerhalb gelegenes Einkaufszentrum.
Fast wie bei uns.

Irgendwo unterwegs.

Hier ist die Autobahn gesperrt.

Alle müssen runter und durch die Pampa fahren.

Immer der Staubwolke nach.

Bis es sich staut.

Kein Wunder, da kann man ja nur mit Glück
und äußerster Vorsicht unbeschadet durch kommen.

Von weitem sehen wir, dass es da einen in die Pampa geworfen hat.
Das sieht leider gar nicht gut aus.

Jetzt geht's unverdrossen weiter.
Nur noch 22km bis Gazimağusa (Famagusta).

Außerhalb wird sehr viel gebaut.

Die Busstation.

Es ist unvermeidlich, irgendwo steht immer ein Denkmal.
Da fragt man sich unwillkürlich, ob hier wirklich so oft "mal gedacht" wird.

Wer da nichts findet ist selbst schuld; da ist doch für jeden Geschmack was dabei.

Wenn sowieso keine Kunden kommen, kann man sich auch die Zeit vertreiben.

Die St. Peter & Paul-Kirche (1360).
Eine der zahllosen Kirchen in gutem Zustand.

Einige Gebäude werden restauriert.

Andere sind als Ruine saniert.

Religiöse Bauwerke und Gastronomie vertragen sich bestens.
Für irgend etwas sind die alten Bauten immer zu gebrauchen.

Die “Nikolaus Kathedrale” im Zentrum der Stadt wurde 1312 fertig gestellt,
ist im gesamten Mittelmeerraum bekannt
und gilt als einer der schönsten Bauten der Gotik.
Heute heißt sie “Lala-Mustafa-Pascha-Moschee”
und ist die Hauptmoschee von Famagusta.
Der Maulbeerfeigenbaum links davor
soll genau so alt sein wie das Bauwerk, also 700 Jahre.

Auffallend ist, dass die Teppiche in Ost-West-Richtung verlaufen und die
Betenden deshalb nicht nach Mekka, sondern nach Süden ausgerichtet sind.
Aber das stört uns natürlich nicht.

Wir streben der Stadtmauer entgegen.

In den ehemaligen Lagern gibt es vor allem moderne Markenklamotten zu kaufen.
Wir haben sie mangels Interesse nicht begutachtet, können aber sagen,
dass zumindest die Labels draußen absolut echt aus sehen.

Der Park an der Stadtmauer ist schön,
bietet aber keine Ausblicke.

Diese Infotafel zeigt, was man alles sehen könnte:
vor allem Kirchen, Moscheen und Ruinen.
Wer soll das aus halten?!

Wie besteigen einen der Wehrtürme,
um uns einen Überblick zu verschaffen.

Ein Blick zurück in die Straße, in der wir vorsorglich
schon mal einige Speiselokale registriert haben.

Und ein 360°-Rundblick über Hafen und Stadt.

Die Ruine der St.-Georg-der-Latiner-Kirche (1302-1307).

Für den sog. Othello-Turm sollen wir entschieden zu viel Eintritt zahlen.
Weil wir von da oben aber auch nichts anderes
als von den anderen Türmen sehen könnten,
investieren wir das Geld lieber in lebenserhaltende Maßnahmen.

Konkret sind das zehn verschiedene Vorspeisen und ein Döner mit Pommes.

Das kostet nicht mehr als der Eintritt gekostet hätte.

Marode Bausubstanz muss man nicht lange suchen.

Trostlose Plätze findet man reichlich.

So schöne Gässchen sind ausgesprochen selten.

Früher war das wohl mal ein schönes Tor.

Das Cafer Pascha Hamam (Bad) hat auch schon bessere Zeiten erlebt.

Egal wo man hin schaut sieht man Ruinen.

Davon haben wir jetzt genug gesehen.

Wir gehen durch das alte Stadttor zu unserer Busstation.

Wir wundern uns, haben aber keine Ahnung,
warum hier so viele “Schwarzfahrer” unterwegs sind.

In Girne erfahren wir, dass es hier auch regnen kann.

Aber wir kommen trotzdem trocken zu unserem Abendessen
und machen uns über das weitere Wetter keine Gedanken,
denn unser Aufenthalt ist zu Ende.
Morgen dürfen wir wieder heim fliegen.

 zurück  Index 2012

Zypern 8.Tag 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

zur Homepage / Neustart:
rt-go-Homepage