rt-go: Mi 2012-11-07

Nordzypern

6.Tag

Karpaz, der Norden

An der Rezeption, wo wir unseren Ausflugsbus besteigen.

Heute wollen wir den dünn besiedelten Nordosten Zyperns besuchen.

Zunächst geht es an der Nordküste entlang.

Die scheinbar rege Bautätigkeit wurde jäh gestoppt,
als sich unter den vorwiegend englischen Bauherren herum gesprochen hatte,
dass ihr bezahlter Baugrund gar nicht sicher ihnen gehört.
Falls sich nach einer Regelung des Zypernproblems heraus stellen sollte,
dass ihr Haus auf griechischem Boden steht,
müssten sie den Baugrund eventuell nochmals neu erwerben,
bzw. die rechtmäßigen Besitzer ausbezahlen oder weichen.
Das macht ein Bauvorhaben natürlich unkalkulierbar.

Wir durchqueren das Land und wechseln auf die Südseite.

Dort erwartet uns ein kleiner Hafen und eine kurze Teepause.
Gut, den Hafen muss man nicht gesehen haben
und die Teepause hätten wir auch nicht unbedingt gebraucht,
aber, vielleicht musste ja jemand mal aufs Klo.

Kurz darauf kommen wir zu einer historischen Ölmühle.
Hier kann man sehen, wie das früher gemacht wurde.

Und auch, wie heute aus Oliven Öl gewonnen wird.

Der Verkaufsraum darf natürlich nicht fehlen.

Und, wo man mit Touristen rechnet, gibt's natürlich auch Toiletten.
Auch wenn man nicht sicher sein kann,
dass das probierte Öl so schnell Wirkung zeigt.

Hierher hat sich ein Laubfrosch verirrt.

Er macht hier zwar eine gute Figur,
weil er sich im Grünen aber wahrscheinlich doch wohler fühlt,
bringe ich ihn selbstverständlich dort hin.

Falls doch nicht, müsste er halt selbst zurück hüpfen.

Wir fahren weiter und kommen wieder auf die Nordseite,
die Insel ist ja hier nicht breit.

Dort sind wir angemeldet.

An dem Platz gibt es nichts aus zu setzen.

An dem Essen und Trinken auch nicht.
Es schmeckt jedenfalls viel besser als es aus sieht.

Ein schöner Platz.
Insbesondere, wenn auch die Gastronomie stimmt.

 

Auf dem Weg nach Nordosten kommen wir durch Dipkarpaz.
Hier leben griechische und türkische Zyprer zusammen.
Die einen links von der Hauptstraße, die anderen rechts.

Dabei leben die ~250 Griechen hier gar nicht schlecht.

Weil die Türkei sie von ihren Volksgenossen abgetrennt hat,
muss sie ihnen regelmäßig eine Entschädigung zahlen.
Weil sie vom Süden getrennt sind,
werden sie von dort natürlich unterstützt.
Weil sie sich mangels Ackerland ja nicht selbst ernähren können,
erhalten sie von der UNO regelmäßig Lieferungen von Lebensmitteln.
Und weil sie die gar nicht alle selbst verbrauchen können,
verkaufen sie die Überschüsse an die Türken.
So kann man natürlich auch leben, gut,
aber nicht unbedingt in Harmonie mit den Nachbarn.

Wir fahren weiter bis fast zur Nordostspitze der Insel.


GPS: 35.6593142,34.5744167

Hier befindet sich das Andreas-Kloster,
oder besser gesagt das, was davon noch übrig ist.

Der Bau ist in einem absolut maroden Zustand.

Von der wahrscheinlich einmal vorhandenen Pracht
ist nicht viel geblieben.

In den Ecken stapelt sich das Gerümpel.

Und der Pope sitzt stoisch in einer Ecke und bewacht die Ikonen.

Fast so trostlos wie das Kloster ist auch sein Gegenüber.

Die Stände bieten Waren an, die offensichtlich keiner will,
und die Zahl der möglichen Kunden hält ich auch
in sehr überschaubaren Dimensionen.

Dafür finden sich nach und nach immer mehr wilde Esel ein, die auf Futter hoffen.
 Dabei bedeutet “wild” aber nur,
dass die Esel hier sich selbst überlassen in der freien Natur leben.
Wenn sie Futter wollen, sind sie dagegen lammfromm.

Unweit des Klosters befindet sich eine “Heilige Quelle”,
deren Wasser natürlich Wunder bewirken kann.

Das Erstaunlichste daran ist, dass dies völlig unabhängig vom Glauben geschieht.

Wenn man z. B. die Füße in das heilige Wasser stellt,
verschwindet sofort der unangenehme Geruch.

Etwas weiter südwestlich kommen wir zum “Golden Beach”.


GPS: 35.6418639,34.5405216

Davon gibt's auch ein Panorama:

 

Eine Schülergruppe ist schon am Strand.

Jetzt kommen auch die Touristen, ...

... um ein erfrischendes Bad zu nehmen.

Dann geht's in die “Taverne”.
Das Angebot ist zwar leicht überschaubar und weniger gut,
dafür aber etwas teurer.
Aber allzu lange wollen wir hier ja sowieso nicht verweilen.

Die paar Esel, ...

... die sich hier herum treiben, ...

... hat man bald gesehen.

Und den, oder einen nahen Verwandten, kennen wir von zuhause.

Vom Rückweg und üblichen Verlauf des Abends
gibt es natürlich nichts Neues zu berichten.
Alles ist wie gewohnt und wie es sein soll.

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Zypern 7.Tag 

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