rt-go: Fr 2012-11-02

Nordzypern

Ein Schnäppchen?

Von Haus aus bin ich kein ausgesprochener Schnäppchenjäger,
weil ich weiß, dass der Pferdefuß oft einen Haken hat.

Aber dann bekam ich wieder mal ein Angebot,
das mir sehr verlockend und, nach meiner Internetrecherche,
auch seriös erschien.

Hinzu kam, dass der potenzielle Mitfahrer,
solche Reisen schon öfter unternommen hat und
unter anderem auch ganz passabel Türkisch spricht.

Und weil wir beide noch nicht auf Zypern waren,
kamen wir schnell überein, die Gelegenheit zu nutzen.


Frankfurt – Antalya – Ercan

Weil gegen Nordzypern immer noch ein UN-Embargo besteht,
gibt es keine Direktflüge.
Aber eine Zwischenlandung in Antalya bedeutet ja keinen Umweg,
nur einen Aufenthalt.

Bei der Recherche im Internet fanden wir auch nichts, was gegen
den Airbus A320 oder die Fluggesellschaft Freebird gesprochen hätte.
Deshalb buchten wir die Reise.

Am Abflugtag mussten wir dann nur sehr zeitig aufbrechen,
um rechtzeitig zum Flughafen Frankfurt zu kommen.

Ich wartete z. B. um 07 Uhr mitten im Ort an der Bushaltestelle
und durfte noch den Mond bewundern,
der seine Schicht noch nicht ganz beendet hatte.

Der Bus kam pünktlich.

Die weitere Fahrt war problemlos und fast schon Routine:
Mit dem Bus zum Mainzer Hauptbahnhof
und mit der S-Bahn zum Flughafen.

Das schaffe ich inzwischen ohne Hilfe,
obwohl ich das (Des)-Informationssystem der Bahn abschreckend
und die Fahrscheinautomaten indiskutabel finde.

Das Informationssystem auf dem Flughafen gibt auch immer wieder Rätsel auf,
aber wenn man genug Zeit hat, sind sie lösbar.

Weil die “Billigflieger” natürlich ganz weit draußen abgefertigt werden,
darf ich erst mal das Shuttle ausprobieren.

Als ich dann endlich am Schalter ankomme,
steht natürlich schon eine solche Menge vor mir, 
dass ich zunächst vermute,
die würden gar nicht alle in den Flieger passen und ich wäre der Letzte.
Das stimmt natürlich nicht;
beim Anstehen merke ich, dass nach mir noch mal so viele kommen.

Ist doch schön, wenn so viele Menschen das Gleiche wollen.

Ein Blick in den Kiosk erheitert das Gemüt.

Das ändert aber nichts daran, dass jetzt erst mal wieder
ein Fußmarsch angesagt ist, nun allerdings schon ohne den Koffer.

Ganz weit im Westen steht dann auch unser Flieger.

Und nach der unvermeidlichen Zollabfertigung und Visitation, dürfen wir dann rein.

Von meinem Fensterplatz aus sehe ich, dass auch unsere Koffer eingeladen werden.
Das stimmt zuversichtlich.

Im Flieger dauert es, bis jeder seinen Platz gefunden
und das Bordgepäck verstaut hat. Ich bin da schnell fertig,
weil ich meine kleine Tasche bequem unter die Beine stellen kann.
Und in die Kofferkiste oben kommt allenfalls mein Strohhut.
Diesmal habe ich aber keinen dabei.

Um 11 Uhr 36 rollen wir zur Startbahn West ...

... und heben pünktlich ab.

Noch ein letzter Blick nach unten, bevor wir in die Wolken eintauchen.

Dann sind wir über den Wolken und sehen nur noch selten den Boden.

Das Display zeigt gelegentlich unsere Position.

Überraschung: Bei Freebird gibt es Futter und daran gibt es nichts aus zu setzen.

Bei unserem letzten Türkei-Flug mit SunExpress hätten wir zwar
drei Stunden lang Duty Free shoppen können, aber zu Essen gab es nix.

Kurz nach 12 Uhr sind wir unverkennbar über den Alpen.

Um 12h34 haben wir Zagreb hinter uns und den Balaton links liegen gelassen.

Etwa 13h30 erreichen wir das Mittelmeer, genauer die Ägäis.

Hier kann man eine Insel mit einem sehr hohen Berg sehen,
es könnte Samothraki sein.
Die eindeutige Identifizierung ist mir bisher aber nicht gelungen.

Kurz darauf dürfen wir die Wolkenberge wieder von oben bewundern.

Etwa 13h45 sind wir bei Kinik über der Türkei.

Und um 14h18 überfliegen wir Antalya, ...

... um nach einer Wende von See her zu landen.

Jetzt geht's runter.

Nur noch wenige Meter.

14h30, wir sind pünktlich gelandet.

Was dann folgt, hat man als 'Wechsel der Crew' angekündigt,
aber (vorsichtshalber) nicht so genau erklärt.
Im Detail bedeutet es:
Der Flieger wird betankt und bekommt eine neue Crew.
Inzwischen dürfen wir rund 50 Minuten bei ständig,
bis kurz vor den Siedepunkt,

steigender Temperatur auf unseren Plätzen ausharren.
Während dessen gibt es natürlich keinen Bordservice und
die Klimatisierung und Belüftung läuft auf Minimum.

Um 15h22 sind wir dann endlich an der Reihe und dürfen starten.

Wir heben ab ...

... überfliegen Antalya ...

... drehen eine Kurve ...

... und steigen über die Wolken.

Bis Zypern ist es nicht weit.

Wir überfliegen den Flughafen Ercan ...

... drehen ...

... und landen um 16h, d h. 17h Ortszeit.

Was uns gewaltig überrascht:
Um die Zeit ist es hier schon recht finster.
Die Abfertigung ist kein Problem,
kostet aber auch etwa eine halbe Stunde.

Draußen wartet die große Überraschung.
Alles ist bestens organisiert.
Die Passagiere werden je nach Ziel auf die entsprechenden Busse verteilt.

Dann folgt der etwa einstündige Transport zur Unterkunft.
Der zieht sich natürlich etwas, weil verschiedene Orte angefahren werden.

Schließlich haben auch wir die richtige Rezeption erreicht
und erhalten unseren Bungalow zugewiesen.
Praktisch: er liegt direkt am Restaurant.

Auch hier ist alles bestens.
Nachdem es in der Woche zuvor noch geregnet hatte,
haben wir schönes Wetter und können unser Abendessen draußen genießen.

Das Foto zeigt es nicht, aber das Büffet war reichlich bestückt.
Wir konnten den ersten Abend rundum zufrieden beschließen
und die laue Abendluft mit einem Efes genießen.

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Zypern 2.Tag 

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