rt-go: Fr 2012-05-18

Antep 4. Tag

Beim letzten Frühstück in Antep probiere ich endlich mal die Linsensuppe.
Die hätte ich auch öfter essen können.
Aber im nächsten Jahr kann ich ja alles nach holen.

Weil der Nationalfeiertag naht, hängen schon überall Fahnen.

Einige wollen das neue Einkaufzentrum besuchen.

Sieht ganz beachtlich aus.

Wolfgang macht ein Schnäppchen und kauft sich günstig Hemden und eine Krawatte.

Ich will eine Musik-CD.
Weil gar kein Verkaufspersonal da ist,
dauert meine Suche etwas länger, ist aber von Erfolg gekrönt.
Doch dann geht die Sucherei erst richtig los.
Ich muss in der halben Etage umher streifen,
bis ich endlich jemanden gefunden habe.
Und das alles nur, damit der mir dann mein Geld ab nimmt.

Da muss ich erst mal eine Lira opfern,
um mich körperlich wieder hin oder her richten zu lassen.
Die Beinklammern haben übrigens nur eine einzige Funktion:
sie verhindern, dass jemand vorzeitig die Flucht ergreift.
 

In der obersten Etage kann man ins Freie ...

... und den Ausblick von der Terrasse genießen.

Davon gibt es auch ein Panorama:


 

In der Zwischenzeit ...

... haben die Schul-Fans Hans-Uwe, Ibrahim und Martin ...

... die nächste Schule besucht, um neue Kontakte zu knüpfen.

Und im Schulhof passiert dann, was passieren musste: ...

... die Schüler haben sich vor die Kamera gedrängt, weil natürlich jeder aufs Bild wollte.

OK, die Gesichter können wir uns ja schon mal merken.

Wolfgang sucht sich eine spiegelnde Glaswand,
damit er die neu erworbene Krawatte binden kann.

Na prima!
So können wir ihn doch mit nehmen.

Jetzt kommen auch die Schul-Besucher zurück.

Damit wir gemeinsam der nächsten Schule,
der ersten Partnerschule von LU,
einen Besuch abstatten können.

Der Direktor begrüßt uns herzlich, ...

... bittet uns in sein Büro ...

... und stellt uns die beiden Deutschlehrerinnen vor.

Eine (Ebru Evisen), so stellt sich schnell heraus,
war als Schülerin an der Integrierten Gesamtschule in Mannheim
und kennt von dort einen Cousin von Martin, der ihr Lehrer war.
Die Welt ist klein.

Draußen tragen Schüler anlässlich des Nationalfeiertages
selbst verfasste patriotische Gedichte vor ...

... und moderne Tänzerinnen warten auf ihren Einsatz.

Damit wir nicht ohne Kultur-Genuss davon ziehen müssen,
eilen die Musiker, die wir noch vom letzten Jahr kennen,
in den Nachbar-Hof.

Dort dürfen wir dann einen folkloristischen Tanz sehen.

Diese Schüler interessieren sich mehr für das Eis.

Und wir müssen weiter, weil wir noch einen Termin beim Stadtrat haben.

Der Bus, den uns die Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt hat, ...

... bringt uns zu einem Selbstbedienungs-Restaurant.

Wir suchen uns nach Gusto etwas aus ...

... und stellen fest, dass es nicht nur günstig ist, sondern auch gut schmeckt.

Dann geht es schnell zum Hotel,
u. a. weil Ibrahim sich noch aufbrezeln will.

Im Bad stelle ich überrascht fest, dass es dort ein Telefon gibt.
Vermutlich, damit man jemand rufen kann, der die Steckdose fest hält,
wenn man den Stecker heraus ziehen will.

Und schon geht's zur festlich geschmückten Stadtverwaltung.

Şahin nimmt uns in Empfang und bringt uns zum Sitzungssaal des Stadtrates.

Hans-Uwe macht ein Bild.

Auch die Presse ist da und macht Bilder.

Ibrahim ist auf alles gefasst,
nur nicht auf das was kommt.

Und dann verkündet Oberbürgermeister Asim Güzelbey,
dass am Montag zuvor die Städtepartnerschaft mit Ludwigshafen beschlossen wurde.

Das war's.
Und weil es das war, müssen wir auch nicht länger bleiben.

Das Abschiedsbild zeigt es: einige waren, z. B. im Vergleich zu mir,
überhaupt nicht angemessen gekleidet, sondern total “overdressed”.
Auch Wolfgang hätte die neue Krawatte nicht gebraucht.
Aber sie war günstig und er kann sie ja bei anderen,
besser passenden Gelegenheiten auf tragen.

Um uns zu erholen und etwas aus dem Tag zu machen, ...

... suchen wir uns ein schönes Lokal in einem Park.

Rauchende Backgammon-Spieler.

Eine Frau bietet Taschentücher zum Verkauf an.
Sicher eine ehrenhafte Alternative zum Betteln.

Die nette Bedienung war einige Jahre in der Schweiz und spricht
(deshalb oder trotzdem) ein akzentfreies Deutsch.

Sie erweist sich allerdings als noch viel netter,
als sie uns das Eis bringt, nach dem es uns jetzt gelüstet.

Zum Abschied findet sich nochmals Ibrahims Verwandtschaft im Hotel ein.

Schnell wird noch ein Bild gemacht.

Ich nutze die Gelegenheit und kaufe vor der Tür noch ein paar Kringel,
die sich bestens als Reiseverpflegung eignen.
Bei dem langen Heimflug könnten das die Rettungsringe werden.

Dann geht es auf die Heimreise.

Ein Bediensteter aus dem Hotel hilft uns beim Gepäck.

Und der Kleinbus der Stadtverwaltung bringt uns zum Flughafen.

Dort ist nur mäßiger Betrieb.

Natürlich wollen einem einige “überladene” Türken
den ein oder anderen Koffer ans Bein binden.
Aber ansonsten geht's locker voran.

Im Obergeschoss ist man völlig ungestört.

Aber auch unten ist kein Gedränge.

Noch ein ungewohnter Blick von oben.

Beim Boarding blitzt und donnert es heftig.
Aber das Foto täuscht; der Blitz war einige Kilometer entfernt.

Ich habe zwar wieder meinen Wunschplatz hinter der Tragfläche am Fenster bekommen,
aber bei dem Wetter nutzt das natürlich nicht viel.

Der Unterhaltungswert der Anzeige tendiert stark gegen Null.

Da greifen einige lieber zum Lesestoff.

Ibrahim guckt mal wo die anderen sitzen.

Wegen des Gewitters starten wir leicht verspätet.
Draußen ist nicht viel zu sehen.

Beim Überflug werfe ich noch einen letzten Blick auf Gaziantep.

Dann wende ich mich einem interessanteren “Ausblick” zu
und stelle fest, dass sich die Preise in erträglichem Rahmen halten.

Da spricht natürlich nichts dagegen, der netten Bedienung meinen Wunsch an zu tragen.

Und weil man ja nicht wissen kann, ob und wann der Wagen wieder vorbei kommt,
habe ich auf Vorrat gesetzt.

Weil Martin für seine langen Stelzen mehr Platz braucht,
hat er mit Ibrahim den Platz getauscht.

Ralf hält ein Schläfchen.

Nach ruhigen drei-ein-halb Stunden geht's in den Landeanflug.

Und dann sind wir wieder in Stuttgart, ...

... warten auf unsere Koffer ...

... und lassen uns schließlich mit unserem Shuttle-Bus
wieder nach LU zurück bringen.

Das war's.

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Fazit 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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