rt-go: Do 2012-05-17

Antep 3. Tag

Wir haben kurz aber gut geschlafen
und dürfen wieder das Frühstück im Uğurlu genießen.

Danach werden wir von Şahin und dem Kleinbus der Stadtverwaltung ab geholt.
Man will uns ein nagelneues Camp zeigen.

Die Leiterin des “Gizem Dogan Learning Life Center”
erwartet und begrüßt uns.

Hier sollen ab dem Sommer problematische Jugendliche einige Zeit verbringen.

Mit erlebnispädagogischen Maßnahmen soll u. a. ihr Selbstvertrauen gestärkt werden.

 

Bei den Parterre-Übungen ...

... machen wir noch gerne mit.

Den Kletterturm können wir,
weil wir ja keine Ausrüstung haben,
leider nur von unten betrachten.

Bei den Balance-Übungen ...

... machen wir aber gerne mit.

Dass wir uns im Hochseil-Parcours nicht aus toben durften,
hat uns dann schon etwas geschmerzt.
Aber wir hatten nun mal leider einen absolut fest stehenden Termin.

Die Stadtverwaltung, vertreten durch ihren “Maître de plaisir”,
hatte uns zum Essen ein geladen.

Dass man bei der Stadtverwaltung von Antep keine schlechten Lokale kennt,
hatten wir schon vermutet.

Deshalb hat es uns auch nicht überrascht, ...

... das alles prima geschmeckt hat.

Die dürfen uns im nächsten Jahr wieder ein laden.

Jedenfalls, wenn es hinterher wieder einen richtigen Kaffee gibt.

Nach einem kurzen technischen Zwischenstopp
sind wir schon wieder unterwegs zur nächsten Einrichtung.

Etwas außerhalb der Stadt, in der frischen Luft,
befindet sich eine geschlossene Anstalt,
in der verwahrloste Kinder und Jugendliche “eingebuchtet” werden.

Viele von ihnen sind auch abhängig und geschädigt.
Allerdings nicht durch Rauschgifte und harte Drogen,
sondern z. B. durch “Schnüffeln”.

Durch kalten Entzug,
einen streng geregelten Alltag und sinnvolle Beschäftigungen
sollen sie dort re- (oder auch erstmals) sozialisiert werden.

Neben sportlicher und körperlicher Betätigung,
wird auch die musische gefördert.

So entstehen z. B. Mosaiken ...

und u. a. auch zahlreiche ansehnliche Gemälde.

Eines hat in Ralf einen begeisterten Fan gefunden.
Und weil sein Urheber eigentlich schon entlassen
und nur freiwillig weiter in der Anstalt war,
um Neuzugängen bei der Eingewöhnung zu helfen,
durfte er ausnahmsweise sein Bild verkaufen.
Und, obwohl nicht der Künstler, sondern die Anstalt das Geld bekam,
hat der sich mächtig gefreut und war ganz stolz,
dass sein Bild einen Abnehmer gefunden hat.

Auf dem Rückweg können wir einen Schäfer und seine Schafe bewundern.

Und dann sind wir schon wieder in der Stadt,
weil uns der Oberbürgermeister persönlich begrüßen will.

Wir warten im Vorzimmer.

Dann folgt eine kurze Begrüßung ...

... und eine kurze Unterhaltung.

Noch ein Blick aus dem Fenster.

Und schon sitzen wir im nächsten Büro.

Zum Abschied noch ein Gruppenfoto,
damit man weiß, wer alles dabei war.

Unter der Burg entdecken wir einen neu errichteten Wegweiser-Mast,
der nun trotzdem unvollständig ist
und durch den Pfeil nach Ludwigshafen ergänzt werden muss.

Auf dem Rückweg sehen wir ganz neu gepflasterte Fußwege,
die Touristen zum Besuch der Altstadtviertel ein laden sollen.

Im Bey-Viertel sehen wir abrissreife und renovierungsbedürftige Gebäude.

Einige erscheinen erhaltenswert.

Und einige sind schon restauriert und gut genutzt.

Zum Beispiel als Café.

Das ist natürlich nicht die ausschließliche Nutzung,
sondern nur die, die uns besonders auf fällt.

Am Abend treffen wir uns kurz im Hotel, ...

... um dann gemeinsam los zu ziehen.

Und unser Ziel ist natürlich ...

... eines dieser Cafés.

Jedenfalls, ...

... wenn wir dort unseren Schlaftrunk bekommen, ...

... bevor wir in der Dunkelheit zu unseren Schlafplätzchen zurück kehren.

Na dann: “Gute Nacht!”

 zurück  Index 2012

Antep 4.Tag 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

zur Homepage / Neustart:
rt-go-Homepage