rt-go: Mi 2012-05-16

Atatürk-Staudamm, Adiyaman, Nemrut

Heute Morgen hat der Muezzin pünktlich um vier geweckt,
bevor die Sonne am Himmel steht.
Na also, geht doch.

Wir genießen das Abschieds-Frühstück.

Und dann steige ich noch mal aufs Hoteldach.
Da kann man ja nicht nur in der kühlen Abendluft ein Bier trinken,
sondern auch am Morgen die Aussicht über die Stadt genießen.
Und damit es auch andere genießen können, gibt's ein Panorama.

Danach folgt noch ein Rundgang.

Bei uns sagt man einfach Sparlampe.

In diesem Lokal wird durch Beregnung des Daches für ein angenehmes Klima gesorgt.
Um 9 Uhr 30 kann man sich das aber noch sparen.

Der Schuhputzer muss glücklich sein.
Er lacht alle Passanten an.

Das “sprichwörtliche” Nadelöhr, durch das (nach Luther) eher ein Kamel durch geht ...
Genau das soll das kleine Türchen allerdings verhindern.
Ein Mensch kann durch gehen, wenn er sich bückt,
aber ein Kamel schafft das nicht.

Ohne Kommentar.

Hauptsache gemütlich und geschmackvoll ein gerichtet.

Auf dem Weg ...

... aus der Stadt.

Unser erstes Zwischenziel ist der Atatürk-Stausee.

Eine Stunde später sitzen wir an einem Aussichtspunkt mit Getränke-Sevice.

Mit Blick auf den Euphrat und den gewaltigen Staudamm.

Von hier gibt es ein Panorama:

Unterhalb des Atatürk-Staudammes

An die Dammkrone durften wir zunächst nicht.
Die ist gesperrt und militärisch abgesichert.

Aber nachdem Ibrahim einen Bekannten angerufen hat,
der bei der hier tätigen Elektrizitätsgesellschaft beschäftig ist,
konnte der “seiner Verwandtschaft aus Deutschland”
natürlich problemlos den Atatürk-Stausee zeigen.

Oben sieht man natürlich den Staudamm von oben,
was aber viel weniger imposant erscheint.

Und natürlich sieht man hier vor allem sehr viel Wasser.

Auch von hier gibt es ein Panorama:

Oberhalb des Atatürk-Staudammes

Den als Pfand hinterlassenen Personalausweis bekommen wir natürlich
beim Verlassen des Sperrgebietes wieder zurück.

Zwei schöne Häuser unterwegs.

Auch hier nutzt man Gewächshäuser.

Ein seltenes Bild.
Aber nicht etwa, weil Müslüm telefoniert.
Er wurde ja so oft angerufen, dass er das Handy gar nicht mehr aus der Hand gelegt hat.
Nein, ungewöhnlich ist, dass gleichzeitig auch noch Ibrahims Bruder anruft.

In Adiyaman.

 

 

 

Dieser Einladung konnten wir nicht widerstehen.

Auf die individuelle Auswahl haben wir aber verzichtet,
obwohl alles ganz appetitlich aus sieht.

Wir wollten alle die Spezialität des Hauses, ...

... deren Namen ich natürlich vergessen habe.

Aber ich weiß noch genau, wie es geschmeckt hat:
gut!

Blutspende im Park.

Rentnerplausch.

Eine dekorative Erfrischung.

Nicht alle Frauen tragen Mantel und Kopftuch.

 

Auch die “laufende Parkuhr” will gefüttert werden.

Wir verlassen die Stadt.

Etwas außerhalb von Adiyaman liegt eine Nekropole Namens Perrhe
aus dem ersten vorchristlichen Jahrhundert.

Weil sie fast direkt am Weg lag,
haben wir sie natürlich besucht.

 

 

 

 

Zufällig waren zu der Zeit gerade Schüler eines Kunst-Gymnasiums aus Adiyaman hier.

Aus Anlass des Nationalfeiertages ...

 ... findet der Unterricht draußen in der Natur statt.

Hier wird gezeichnet ...

... und hier gesungen.

Die Lehrer sind fast so kontaktfreudig ...

... wie die Schüler.

Auf der ganzen Fahrt haben wir zwei Ölpumpen und ein Polizeiauto gesehen,
aber daraus keinerlei Schlüsse gezogen.

Auf dem Weg nach Kahta.

Die Stadt, in der wir ursprünglich übernachten wollten.

Ralf hat Durst und Hunger.
Ob 24 Flaschen Wasser reichen, um 2 kg Erdbeeren runter zu spülen?

Wir fahren durch eine ...

... abwechslungsreiche Landschaft.

 

 

 

Diese Schildkröte hätten wir sicher nicht gesehen,
wenn sie nicht mitten auf der Straße unterwegs gewesen wäre.
Da mussten wir natürlich an halten und sie von der Straße weg ins Grüne setzen.

 

Allmählich kommen wir in die Berge.

Viel kann man bei Google Maps leider nicht sehen.

Noch 15 km bis zum Ziel.
Auffallend: ab hier ist der ganze Weg gepflastert.
Wir vermuten, dass das Pflaster nicht nur im Winter besser befahrbar ist,
sondern auch Frostaufbrüche verhindert.

 

Hier müssen wir (8 TL/P) zahlen, bevor es weiter geht.

Der erste Blick auf den Nemrut.

Auch Radler quälen sich da hoch.
Wir hatten allerdings den Eindruck, dass die das besser geschafft haben,
als unser altersschwacher Bus, der mehrfach zurück setzen und Anlauf nehmen musste.

Was die hier treiben blieb bisher ungeklärt.
Ist das die örtliche Wasserversorgung?

Der Weg ist weit und kurvenreich.

Jetzt sieht man schon den Parkplatz und weitere Radler.

Unser Bus hat es doch noch geschafft.

Jetzt müssen nur noch wir den Rest schaffen.

Einige ziehen den Weg über das Schneefeld vor.

Wir sind nicht allein hier oben.

Die hätten uns sicher für ein paar Lira hoch geschleppt.
Aber unser Mitleid mit den Tieren war größer als das mit den Besitzern.

Das muss nicht sein.

Da nehme ich doch lieber den Weg, auf dem die Socken trocken bleiben.

Geschafft.

 

 

 

Na ja.
Irgendwie beeindruckend und doch enttäuschend.

Die Objekte haben eine beachtliche Größe.

Aber die ganze Anlage hat doch viel Ähnlichkeit mit einem Schutthaufen.

Zum Glück weiß Wikipedia mehr über den
Nemrut.

Eines unserer Ziele war, weil das angepriesen wurde,
eigentlich hier oben den Sonnenuntergang zu erleben.
Der sollte etwas ganz Besonderes sein.
Nun ist der Sonnenuntergang witterungsbedingt aus gefallen
und wir kehren schon in der Dämmerung zurück.

Was bleibt?
Na, die weite Fahrt nach Antep.

Weil Ibrahim die gute Idee hatte,
dass wir von hier direkt nach Antep zurück fahren könnten,
anstatt für viel Geld in Kahta zu übernachten,
hatten wir um disponiert und um gebucht.
Nun mussten wir aber natürlich im Dunkeln zurück fahren.

Das Abendessen haben wir unterwegs zu uns genommen.
Das war kein Problem.
Aber die Fahrt hat sich doch etwas in die Länge gezogen,
bis wir dann endlich wieder im “Uğurlu” in Antep gelandet sind.

Na dann: “Gute Nacht!”

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Antep 3.Tag 

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