rt-go: So 2012-03-25

München – na ja

Deutsches Museum + Schloss Nymphenburg

Mit der Tram fahren wir zum Knotenpunkt am Stachus.

Dort informieren wir uns gründlich.

Und dann fahren wir, ...

weil die Wegweisung miserabel ist, erst mal in die falsche Richtung.

Aber das ist kein Problem; darin haben wir doch schon Übung.
Und bei jeder Linie gibt es ja praktischer Weise nur maximal zwei Richtungen.

Also wechseln wir den Bahnsteig.

Und schon sind wir in der richtigen Richtung unterwegs.

Dummerweise ist unser Netzplan noch vom vorletzten Jahr
und im letzten wurden die Linien neu nummeriert.

Deshalb ist unsere angestrebte Zielstation gar nicht mehr dabei.

Aber weil wir inzwischen schon etwas Orientierungssinn entwickeln durften,
finden wir eine geeignete Haltestelle,
wo wir aussteigen können und nicht weit laufen müssen.

An der Isar sind wir schon mal.

Schön ist es auch hier.

Eine Kirche, deren Besuch wir uns ausnahmsweise mal verkneifen.

Noch ein Blick zurück zur Isar.

Und schon sind wir im weltberühmten Deutschen Museum,
in dem ich vor gut zwei Jahrzehnten schon mal war,
und von dem ich dachte, dass man mehrere Tage darin verbringen könne.

Aber das häufigste Schild, das wir zu sehen bekamen, trug die Aufschrift:
“Außer Betrieb”.
Und alle die Exponate, die man anfassen muss,
um etwas zu begreifen, funktionierten nicht mehr.

Man kann absolut nicht behaupten, dass da inzwischen nichts gemacht worden wäre.
Da gibt es hochmoderne Räume, die garantiert genug Geld gekostet haben.
Aber die Hälfte der Geräte funktioniert nicht
und diejenigen, die funktionieren, vermitteln Informationen,
die man sich billiger, umfassender und bequemer im Internet holen kann.
Und um alles zu toppen ist das Design so sinnvoll wie die Installation.

Aus pädagogischer Sicht schlichtweg ein Fiasko.
Sondermüll, aber vom Feinsten.

Die alten Exponate, wie das Seenotrettungsboot, ...

... die alten ...

... und neueren Fluggeräte, ...

... alte Boote, ...

... alte Schiffstechnik ...

... und auch das Modell der Raumstation
sind sehenswert.
Aber nichts davon ist zum Anfassen und Begreifen.

In einer aufgepeppten und scheinbar interessanten Abteilung
sucht man vergeblich nach schlüssigen Erklärungen der Exponate.
 Stattdessen laufen in jeder Nische ermüdende Filme,
von denen man keine zwei in Folge erträgt.

Die Kopie einer steinzeitlichen Höhlenmalerei ist so verdunkelt,
dass man mit bloßem Auge garantiert keine Einzelheiten erkennen kann.
Offenbar soll die Dunkelheit einen originalgetreuen Eindruck vermitteln,
verhindert aber nur, dass man sieht, was eigentlich sehenswert wäre.
Immerhin macht es das Foto im Nachhinein sichtbar.

Da ist die Aussicht von der Terrasse ein Trost und eine Erholung.
Offenbar sind viele dabei, etwas Vernünftigeres zu machen,
als die Zeit in diesen Räumen zu verplempern.

Immerhin hat man von hier oben mal einige Ausblicke über die Stadt ...

... und auf die Isar.

Gut, dass man hier auch an die Kinder denkt
und den Netzplan nicht zu groß macht und nicht zu hoch anbringt.

Jetzt kann uns nur noch der Augustiner-Keller retten.

Das schmeckt.

Das auch.
Und das Bier sowieso.

Offenbar wissen das auch andere.

Weil wir nach dem Reinfall im Deutschen Museum noch viel Zeit haben,
nutzen wir die zu einem kurzen Besuch im Schloss Nymphenburg.

Ein Blick Richtung Stadt.

Und einer Richtung Schloss.

Ohne Kommentar.

Im Wasser tummeln sich zahlreiche Karpfen.

 

Der Garten ist sehr groß,
aber zumindest zu dieser Jahreszeit nicht gerade schön.

Das Schloss vom Garten aus.

Das Blesshuhn schiebt.
Allerdings nicht Frust, sondern Grünzeug.

Zum Abschluss noch ein Weit-Blick vom Hotel in Richtung Zentrum.

Das Wetter war schön,
der Rest durchwachsen.

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München – na ja (26.) 

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