rt-go: Di 2011-05-24

Heimreise und Fazit

4 Uhr 45.
Dämmerung über Gaziantep.
Ich bin zu allem bereit.
Zunächst und vor allem aber mal zum Frühstück,

5 Uhr 27.
Wir sind unterwegs zum Flugplatz und freuen uns,
dass wir Hayrettin, unseren netten Busfahrer, nochmal sehen.

 

Auf dem Flughafen von Gaziantep hält sich der Andrang,
zumal um diese Zeit, noch in erträglichen Grenzen.

Nach den unvermeidlichen Abfertigungsprozeduren
und Kontrollen dürfen wir einfach zum Flieger laufen.

Da steht eh nur einer.

Schön, dass ich wieder einen Fensterplatz habe.
Hinter der Tragfläche gibt's immer was zu sehen.

Punkt 7 geht's los.

Und schon sind wir in der Luft.

Von oben erkennt man, dass die Türkei ein bergiges Land ist.

 

 

7 Uhr 29.
Hohe Berge mit Schnee.

7 Uhr 50.
Über einem großen See namens “Menzelet Baraji”.

 

 

 

Im Anflug auf Ankara.

 

8 Uhr 03, wir überfliegen die Stadt.
GPS: 39.9879552N, 32.8383708E

8 Uhr 7.
Gleich setzen wir auf.

8 Uhr 12.
Wir sind unten.
Flughafen Ankara Esenboğa
   

Der Flughafen ist groß und liegt nordöstlich der Stadt etwas außerhalb.

Die Wege sind weit.
Wenn auch nicht so weit wie in Istanbul oder Frankfurt.

Nur die Preise sind vergleichbar.
Überall einfach unverschämt.

Die letzte Filzerei.

Unsere letzte Maschine steht bereit.

Kurz nach 11 Uhr Ortszeit rollen wir zum Start.
Und was habe ich?
Einen Fensterplatz.

Aber leider ist das Triebwerk unvermeidlich fast immer im Bild.

Noch sind wir tiefer als die Wolken.

Da müssen wir drüber.

Aus rund 11 km Höhe habe ich ein Schiff gesichtet.
So kleine Schiffe fahren hier.

Das große Essen wird ausgeteilt.

Ist überschaubar, schmeckt aber nicht schlecht.

Nach etwa 45 Minuten überfliegen wir die Küste des Schwarzen Meeres.

12 Uhr.
Auch wenn es blau erscheint,
liegt da unten eindeutig das Schwarze Meer und die Stadt Burgas.

Etwa 90 Minuten später.
Hier ist die Schleife bei Ybbs an der Donau zu sehen.

13 Uhr 34.
Linz an der Donau. 

14 Uhr 02.
Bei Geisling an der Donau. 

14 Uhr 06.
Bei Regensburg.

14 Uhr 18.
Bei Dietesheim am Main.
 

14 Uhr 19.
Bei Dörnigheim am Main.

14 Uhr 20.
Die Schleife bei Offenbach am Main.

14 Uhr 20.
Frankfurt in Sicht.

 

 

 

 

 

14 Uhr 23.
Nur noch wenige Meter hoch.

14 Uhr 24.
Wir sind gelandet.

Ein Jumbo kreuzt unseren Weg.

 

14 Uhr 38.
Im Frankfurter Flughafen.

Die letzte Zollkontrolle muss ich ausführlich schildern:
Der Zollbeamte sagt: “Guten Tag”.
Ich sage: “Guten Tag” und geh weiter.
Das war's.

Vom Flughafen aus bin ich wieder mit der Bahn gefahren.

Bei der DB-Info erfahre ich,
dass ich in Mainz umsteigen muss und auf Gleis 3 abfahren kann.
Karten gibt es am Schalter, wegen endloser Schlange irgendwann,
oder am Automat sofort.

Am Automat steht einer und will gerade frustriert weg gehen.
Weil er keine Karte hat, frage ich ihn:
“Fertig oder aufgegeben?”
Antwort: “Aufgegeben.”

Ich tippe mein Fahrziel “Alzey” ein und wähle dann “Einfach” und “Erwachsene”.
Dann lese ich den Preis: 10,50 € und greife nach dem Geldbeutel.
Aber noch bevor ich den 10-Euro-Schein rausgeholt habe,
springt die Anzeige wieder auf “Start”.

Also nehme ich in aller Ruhe meine 10 Euro und 50 Cent
aus der Börse und beginne ab Start.
Das habe ich doch schon gelernt.
Jetzt schaffe ich es, weil ich unheimlich schnell bin
und jeder Tastendruck ganz exakt sitzt.
Übung macht den Meister.

Spätestens beim dritten Versuch hätte ich das sogar blind geschafft.
So ein Automat ist unheimlich gut fürs Training.

Nun gehe ich zum Gleis 3 runter
und suche mir auf dem Abfahrtsplan meinen Zug.
Ich habe noch eine halbe Stunde Zeit.
Das reicht, obwohl man sehr weit laufen muss, ganz bequem,
um noch einmal die Toilette zu besuchen.

Dann stehe ich wieder bei der Info.
Erst allein. Aber dann kommt die auskunftsfreudige Dame zurück.
Ich erkläre ihr, dass ich es inzwischen geschafft habe,
einen Fahrschein zu lösen und im Plan meinen Zug vom Gleis 3 zu finden.
Nun wüsste ich aber doch gerne noch, wann und wo es in Mainz weiter geht
und wann ich in Alzey ankomme.
Darauf kommt sie auf eine ganz raffinierte Idee
und druckt mir mit einem Mausklick den Plan einfach aus.
Klasse!
Das ist Service.

16 Uhr 06.
Am Mainzer Hauptbahnhof.

17 Uhr 10.
 Am Alzeyer Hauptbahnhof.

17 Uhr 40.
Zuhause ist es auch ganz schön.

 

Fazit

Also, eine Erholungsreise war das nicht.
Aber, das sollte sie ja auch nicht sein.
Ich habe die Reise mitgemacht,
um die Gegend kennen zu lernen
und etwas über die Leute zu erfahren.

Das ist gelungen.
Ich habe sehr viel gesehen und erfahren.
U. a. unter welchen Umständen die Leute dort leben
und wie freundlich und offen sie sind.
Ich würde die Reise deshalb jederzeit
wieder machen (außer im Sommer).

Aber ich hab's ja beim ersten Mal kapiert
und noch einmal muss nicht sein.

Denjenigen, die noch nicht dort waren,
empfehle ich, die nächste Gelegenheit zu nutzen.

Und dass die Schüler einen regen Austausch begonnen haben,
finde ich ausgesprochen gut.

Na dann:

Gülle Gülle

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Nachtrag 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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