rt-go: Sa 2011-05-21

Antakya

2. Tag

Heut' dürfen wir ausschlafen und frühstücken spät.

Selma hat ihren Lieblingsplatz eingenommen
und keine Kippe in der Hand.

Boh äh!

Der Andachtsraum im Keller ist eher schwach besucht.

Im Hof ist mehr Betrieb.
Da gibt's um 9 Uhr “News” via Internet.

Was hat denn die Rheinpfalz geschrieben?

Barbara informiert uns über das Programm.

Alles klar?

Wir gehen zur Synagoge.

Ibrahim probiert die einzige bereit liegende Kippa auf.
Bei uns nennt man das Ding übrigens auch Schabbes-Deckel,
weil es am Schabbes (Sabbat) gebraucht wird.

Heut' ist zwar Samstag und wir sind in der Synagoge,
aber wir brauchen sowas natürlich nicht.
Wir sind ja nur Touristen.

Barbara übersetzt uns die Erklärungen des Rabbi.

Wenn weniger als zehn Juden versammelt sind,
darf die Tora nicht geöffnet werden, sagt der Rabbi.
Wir sind zwar nur Touristen, aber mehr als zehn.
Das kann man dann auslegen wie man will.

Dann öffnet man uns mindestens genau so gern die Sammelbüchse.

Und schon können wir wieder gehen.

 

 

Schnell werfen wir noch einen Blick in die Moschee,
vor der wir uns immer treffen.

Dann fahren wir mit dem Bus “zum Hafen”.

Auch am Stadtrand gibt es Märkte.

 

Hier ist noch viel zu tun.

 

Aber es wird auch was getan.

 

Manchmal kann man den Eindruck haben,
die ganze Türkei wäre eine einzige Baustelle.

 

 

Die “Durchgangs”-Straße ist durch-“gängig”.
Nur durch fahren können wir nicht.
 
Aber das ist kein Problem.
Dann kommt der Fahrer eben mal kurz aus dem Café
und fährt seinen Benz ein paar Meter weiter.
Geht doch.

Das armenische Dorf, zu dem wir wollen,
liegt offenbar nicht an der Autobahn.

 

Steil, aber im ersten Gang schafft es der Bus.
Wir müssen nicht aussteigen und schieben.

Die Kirche in dem kleinen armenischen Dorf.

Fotografieren darf man hier nicht.

Aber örtliche Produkte kaufen: Marmeladen und Liköre.
“Saufen zur Finanzierung des Priesters”,
sagt Martin.

 

 

 

Ist jemand da, der noch nichts gekauft hat?

Bei der Weiterfahrt begegnet uns ein einsamer Reiter.

Das Pferd beherrscht den Passgang.

 

 

Wir sind am nächsten Ziel im Dorf Hidirbey.
 

Am angeblich 3.000 Jahre alten Moses-Baum
mit bis zu 7,50 m Durchmesser, 20 m Umfang und 17 m Höhe.

Keine Ahnung, warum sich hier so viele fotografieren lassen.
Aber offenbar muss das so sein.

Da passt was rein, bis die Hose voll ist.

 

 

Auf dem Rückweg treffen wir den Reiter wieder.
Das Pferd geht jetzt im Schritt.

 

Auch Esel werden hier geritten.
Und weil die das mit sich machen lassen,
nennt man sie Esel.

Der hätte fast den Bus gerammt.
Als er den Bus gehört hat, ist er nach links gelaufen und wollte sich umdrehen.
Verständlich, wenn man nach hinten nichts sehen kann
und die Führerin nicht führt.

 

 

 

Strand-“Gut”.

Hier hat der Busfahrer gehupt, damit er schneller vorbei konnte
und das Eselgespann ist sofort zur Seite gefahren.
Dafür hatte ich kein Verständnis.
Aber ich bilde mir auch nicht ein, dass ich immer alles verstehen könnte.

 

Auf der Promenade, kurz vor dem Ziel.
Der umgelegte Stuhl und der Ast sichern übrigens den Verkehr,
damit da keiner in das Loch fährt.
Improvisation ist alles.
Ich kenne das aus Russland und der Ukraine,
da wird das auch so gemacht.

Ist ja viel sinnvoller als bei uns,
wo die Bauarbeiter immer die falschen Schilder aufstellen
und damit nur Chaos stiften.

Wir sind am Ziel.

 

Wer hätte gedacht, dass wir an den Strand kommen?!

Da hätten wir ja Badehosen oder wenigstens ein Handtuch mitbringen können.

Aber wir waren hier ja sowieso nur zum Essen hergekommen.

Die Vorspeisen waren so zahlreich, dass die Teller gestapelt werden mussten.

Vorher.

Nachher.

Aber alles noch Vorspeise.

Das ist das Hauptgericht.

 

Meer, duck dich, ich komme.

 

 

 

 

Es geht weiter.

 

 

 

Einige der nachfoldenden Fotos habe ich nummeriert
und den Aufnahmeort in dieser Karte markiert.
Die lässt sich in einem separaten Fenster zur Anzeige bringen,
damit man die Ansicht schnell wechseln kann.
Bei Google Maps ist sie aber auch (ohne die Markierungen) zu betrachten:

[ 1 ]

[ 2 ]
Am Eingang der Schlucht.

[ 3 ]
Bülent und Cengiz in einem Grab.
Aber rein legen wollte sich keiner.

[ 4 ]

[ 5 ]

 

 

Fladenproduktion am Touristenpfad.

Ein “Wunschbaum”.

Wachsen Bohnen am Baum?

Die Wasserleitung aus römischer Zeit wird heute noch genutzt.

 

[ 6 ]

[ 6 ]
Da hat sich doch einer in die Türken-Clique geschlichen.

 

[ 7 ]
Da unten sind die Frösche.

[ 7 ]
Im römischen Kanal.

[ 7 ]
Hier wird es sehr beschwerlich und weil niemand weiß,
weshalb wir hier noch weiter kraxeln sollten,
kehren wir um.

[ 6 ]
Der Brückenbogen ohne Touristen.
Man muss nur lange genug warten, dann bekommt man das Bild.

[ 8 ]
Reste einer Nekropole aus römischer Zeit.

[ 8 ]

[ 8 ]

[ 8 ]

[ 8 ]
Alle Särge sind geleert und sogar die Deckel sind fort.
Was die Touristen alles mitnehmen.

[ 8 ]

[ 8 ]

[ 8 ]

[ 9 ]

[ 1 ]
Blick auf das Dorf Cevlik und den kleinen Hafen.

Touristenschlepper in Aktion.

Im Hafen, der eigentlich unser “Ziel” sein sollte.
Gut, dass es da in der Nähe noch was anderes zu sehen gab.

Wir sind auf dem Rückweg.

 

 

 

17 Uhr 36.
Wir sind zurück.

 

Hier ist immer noch Markt.

 

Der Abend naht und zielstrebig gehts der Kultur entgegen.

 

 

The “Antakya Chorus of Civilizations”

Wir sind Gäste bei einer geschlossenen (warum eigentlich) Gesellschaft und
dürfen erstklassig vorgetragene Lieder aus verschiedenen Kulturen hören.

Schwester Barabara beim Singen erwischt.

Nach dem Konzert.
Ein kurzes Gespräch mit deutschsprachigen Mitgliedern des Chores.

Ein schönes Ereignis, aber der Abend geht noch weiter.

Reiseradler bei Nacht.

Die Gastronomie ruft.

Und wir haben es gehört.

Beim Verlassen des Lokals sehen wir im Erdgeschoss,
dass noch andere den Ruf gehört hatten.

Zum Abschluss um 23 Uhr noch ein Schlaftrunk im Hof.

Na dann:
Gute Nacht!

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Antakya 3.Tag 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

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