rt-go: Fr 2011-05-20

Antakya
 

1. Tag

Um nach Antakya zu kommen, mussten wir natürlich mit dem Bus hin fahren.
Ursprünglich war da mal von einer Fahrzeit von ein-ein-halb Stunden die Rede.
Aber seit meiner Recherche bei Google Maps war klar,
dass es mindesten drei-ein-halb Stunden sein würden.

Deshalb frühstückten wir etwas zeitiger
und waren um 8 Uhr 30 zur Abfahrt bereit.

Beobachtung an der nächsten Kreuzung:
zwei arbeiten, einer wartet auf Grün.

Wir sind bereit.

Hayrettin ist wieder gut drauf und hat die Sache im Griff.


Größere Kartenansicht

Um nach Westen zu fahren, müssen wir zuerst in nördlicher Richtung aus der Stadt.

Die Mautstelle an der Autobahnauffahrt ist zwar gut bewacht,
aber nicht besetzt.
Die Häuschen sind alle leer.

Dafür ist das Büro noch besser bewacht.
Der Spaß kostet uns 15 Minuten Aufenthalt.

Eine Müllkippe unterwegs.
Da ist noch etwas Entwicklung nötig.

Die Autobahn ist 6-spurig aber kaum befahren.

 

 

Die “getürkten Bordsteinschwalben” warten auf Freier.
Und wenn sie einer mitnimmt, wird er befreit.
Von allem was er hat.

Eine “Wagenburg”.

 

 

 

 

Erwischt!

Die Raststätte bei Osmaniye ...

... lädt uns nach zwei Stunden zur Pause ein.

 

Ayran ...

... schmecht gut ...

... und sieht verlockend aus.

Besonders süß scheint er aber nicht zu sein.

Die Pfadfinder sind auch unterwegs.

Hier zweigt die Autobahn in Richtung Süden ab.

 

Iskenderun naht.

Eine Großstadt mit ~180.000 Einwohnern, ...

... mit viel, ...

... sogar sehr viel ...

... Industrie und ...

... einem Hafen.

Wir müssen aber noch weiter.

Noch ein Blick zurück.

Hier endet die Autobahn bzw. die Mautstrecke.

 

Schon wieder erwischt.
Ich glaube, Selma raucht nur, damit sie fotografiert wird.
Aber das funktioniert auch nicht immer.
Ich habe mich jedenfalls beim Fotografieren
mehr zurückgehalten als sie beim Rauchen.

 

Ein letzter Blick aus der Ferne.

Dann gehts in die Berge.

Ende der Ausbaustrecke.

 

In Belen.

Etwa 50 Kilometer vor Antakya.

 

 

Hier ist ja richtig was los.

 

 

Auf der Passhöhe.

 

 

 

13 Uhr.
Nach vier und einer halben Stunden sind wir in Antakya.

Aber wer kennt den Weg zu Schwester Barbara?
Antakya hat ~200'000 Einwohner.
Das ist ja kein Dorf.

Hier sind wir falsch.
Aber am Kreisel kann man wenden.

Und schon gehts wieder flott zurück.

Da muss es sein.

Richtig.
Wir haben es geschafft.
Und 5 Stunden nach der Abfahrt
kann uns Schwester Barbara endlich begrüßen.

Google Map im neuen Fenster.

In “unserem” Hof.

Die Nachbarn haben Wäsche.

Vor meinem Einzelzimmer ist ein schöner Sitzplatz.

Und drinnen sind vier Betten zur Wahl, das müsste reichen.

Eins der drei Bäder.
Rustikal, funktioniert aber.

Treffen im Hof gegenüber.

Das “Oberstübchen” sieht hübsch aus.

Hier gibts unser Mittagessen.

Sehr gut.

Selma hat schon ihre Raucherecke gefunden.

Die Küche, in der wir alles finden, was wir brauchen.

Besprechung und Planung der Aktivitäten.

Schwester Barabara soll und will uns den Ort zeigen.

“Unsere” Gasse.

Am Treffpunkt.

Wir warten vergeblich auf Schwester Barbara.
Denn inzwischen muss sie sich, so hat jemand erzählt, um eine andere Reisegruppe kümmern.

Was soll's?
Wir warten nicht lange, wir sind ja schon groß.

Kadir macht den Vorschlag, zum Wasserfall zu fahren.

Mit dem Dolmuş ist das kein Problem und kostet nur 1,50 TL.

Unser Bus fährt allerdings eine etwas abenteuerliche Strecke.

Auf einer Piste, die wir mit dem Privatauto sicher nicht fahren wollten.

Von Dorf zu Dorf und von Haustür zu Haustür.
Ganz nach Wunsch der Fahrgäste.
Das ist Service.

Eine Raststätte unterwegs.

Gleich sind wir am Ziel, an den Wasserfällen von Harbiye.


Google Map im neuen Fenster.

Offenbar ist touristisch schon alles voll erschlossen.

Einer der Wasserfälle.
Und das ohne Touristen davor!

Reizende Gegend.

Wenn man die Touristen einfach ignoriert.

 

 

 

 

Wenn der Müll nicht wäre, wärs noch schöner.

 

Ayran ist ein erfrischendes Getränk.

Kaltes Efes aber auch.

Da ist einer abgestürzt.

Schön ist es hier.

Aber irgendwann müssen wir trotzdem zurück.
Diesmal nimmt unser Dolmuş den direkten Weg über die Hauptstraße.
Das ist zwar kurz und bequem, aber lang nicht so interessant.
Na gut, das Abenteuer hatten wir ja schon auf dem Hinweg.


/ Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort \

Während einige die Zeit beim Wasserfall verplempert haben,
wollten einige andere sie unbedingt sinnvoll nutzen
und haben sich todesmutig einem Kuaförü anvertraut.

Bülent war offenbar der mutigste und lieferte sich dem blanken Messer aus.

Bei uns werden nur den Schlachtschweinen die Borsten abgesengt.

Aber, was soll der arme Mann machen,
hier werden ja keine Schweine geschlachtet.

Auch Hans-Uwe strahlt nicht vor Begeisterung,

Nur Çengiz zeigt,
dass er eigentlich ein Çengiz Khan ist.

Wenn hier keiner fehlt,
müssten alle überlebt haben.

\ alle Bilder ©ck /

 

Zurück in der Stadt mit Blick auf unser Abend-Restaurant.

Wir schauen schon mal in den Hof des Restaurants,
wo wir abends essen wollen.

Für heut' haben wir noch lange nicht genug gesehen.


(©mh)
Rentner-Plausch in einer kleinen Gasse.

In einer Seitenstraße.

Im Durchgang zur Moschee wird “Backgammon” gespielt.
Wie es auf Türkisch heißt, weiß ich leider nicht.
Bei uns wird es auch “Trick Track“ oder “Puff” genannt,
weil es dort gern gespielt wird.

Hab' ich mir sagen lassen.


(©mh)
Ich habe nirgends eine total verschleierte Frau zu sehen bekommen.
Aber Martin hat bei anderer Gelegenheit an der gleichen Stelle sogar zwei erspäht.

Vor einer Moschee.

In der Moschee.

Ob mit langen oder kurzen Hosen,
ob mit langen Ärmeln oder nackten Armen,
ob mit Stohhut oder unverhüllter Glatze,
das alles interessiert überhaupt niemanden.
Nur mit Schuhen darf keiner rein.
Ist ja auch verständlich.
Ich will ja auch nicht,
dass mir einer den Straßendreck auf den Teppich trägt.

Und vorm Gebet werden die Füße gewaschen.
Nicht, dass da einer vom Aroma dahingerafft wird
und nachher liegen bleibt.

An der Hauptstraße auf dem Weg zum Basar.

Hier gehts zum Basar.

Viersitzer sind praktisch und sparsam.
Und die Familie bleibt beisammen.

Na dann, auf in den Basar!

Wir kommen und staunen.

Andere staunen auch.

 

Ein Innenhof zwischen den Basar-Gassen.

 

Beim Abendessen.

Das schmeckt.

 

Blick aus dem Lokal.

Nach dem Essen lassen sich einige zu einem Besuch des Hamam verleiten.


(©mh)
Martin hat fest gehalten, was da abends im Hamam so ab geht.
Uijujujujui!

Oder
Üyüyüyüyü!
(auf Türkisch).

Wir (eine kleine Gruppe) machen lieber noch einen Bummel ...

... zum Orontes.

Museum (links), Rathaus und Kulturpalast (rechts).

Wir werfen schon mal einen Blick in den Kulturpalast,
in dem wir morgen zum Konzert gehen dürfen.

So eine Auslage bringt einen auf Ideen.

Das Künefe ist gut ...

... und passt noch rein.

Ein leicht renovierungsbedürftiges Gebäude.

Ein teures Hotel.

Der Bäcker an der Ecke hat immer noch geöffnet.

Und das um 23 Uhr 20.

Wir sind jetzt richtig müde und gehen schlafen.
Na dann:
Gute Nacht!

Ich lege mich also in die “Falle”,
drehe mich zur Wand und
liege in der Falle.

Die vordere Hälfte des Bettes ist hoch geklappt
und ich habe meine liebe Mühe,
aus der Kiste wieder raus zu kommen.
Zum Glück steht nebenan noch ein anderes Bett
und das hält.

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Antakya 2.Tag 

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