rt-go: Do 2011-03-10

Source de la Loire
Annecy

Der Morgen in unserem “Logis de France” beginnt mit Überraschungen.

In der Wanne, deren Boden viel runder ist,
als das Bild erkennen lässt, kann man nicht stehen.
Die Brause fällt bei der ersten Berührung herunter.
Da kommt schon vor dem Duschen richtig Freude auf.

Aber selbstverständlich lässt sich alles noch übertreffen.

Das Frühstücks-Buffet sieht ziemlich geplündert aus,
aber das ist kein Problem:
Die Madame sagt, dass sie gleich alles bringt.

Und dann hat sie alles gebracht:
zwei kleine Stücke von einem knatschigen Baguette vom Vortag
und zwei “Gummi-Teilchen” aus dem Supermarkt.
Das passt genau zu der lauwarmen Plörre aus der Thermoskanne.

Als ich nach Käse oder Schinken gefragt habe,
hat mich die Chefin darauf hin gewiesen,
dass es ja Konfitüre gäbe
und mir ausdrücklich versichert, dass das alles sei.

Für dieses “Frühstück” standen dann 7 € (pro Person) auf der Rechnung.

Es gibt eben
- in Frankreich sowieso -
Dinge,
die man niemandem erklären kann.


Auf der Landkarte hatten wir gesehen,
dass wir gar nicht weit von der Quelle der Loire entfernt waren.
Also beschlossen wir, die Gelegenheit zu nutzen.

Der Weg dort hin ...

... führte über einen Col nach dem anderen.

Und immer ...

... etwas weiter in die Höhe ....

... bis auf 1417 m.

Weil sogar die Michelin 1:150.000-Karte etwas ungenau ist
und eindeutige Hinweisschilder fehlen,
finden wir zunächst nur den Bach,
der die junge Loire sein musste.

Auf dem Weg nach oben finden wir dann aber doch noch zur Quelle.
Wenn man's erst mal gefunden hat, ist es eigentlich ganz einfach.

Und direkt davor,
wo man es eigentlich nicht mehr braucht,
steht sogar ein Schild.

Da muss sie sein ...

... und da ist sie auch.
Das ist also die Loire.

Und sofort bekommt sie gezeigt wo's lang geht,

Und obwohl sie sich hier ganz dünn verpieselt,
ist doch schon eine gravierende Entscheidung gefallen.

Von hier kann's nur noch zum Atlantik gehen.

Während es hier, jedenfalls hydrologisch betrachtet, zum Mittelmeer geht.

 

 

 
Weil man unterwegs auch mal Hunger oder Durst bekommen kann,
haben wir in einem größeren Ort im Zentrum geparkt
und ein Restaurant an gesteuert.
Obwohl wir zunächst eigentlich nur etwas trinken wollten
und wir ja wissen, dass das problematisch sein kann.

Bei der Annäherung kam aber dann doch der Wunsch auf, etwas zu essen.
Kaum hatten wir uns gesetzt, kam auch schon die Bedienung.
Unseren Wunsch nach Nahrung schmetterte sie aber promt
mit der Feststellung ab: “C'est terminé!”.
Um 13 Uhr 50 war also in diesem Restaurant kein Essen mehr erhältlich.
Etwas zum Trinken hätten wir zwar bekommen können,
aber das wollten wir dann auch nicht mehr und sind gegangen.

Im nächsten Lokal (inzwischen war es 14 Uhr)
war natürlich auch “terminé”.
Aber uns war sowieso wieder der Appetit vergangen.
Also haben wir nur etwas getrunken.

Es gibt eben
- in Frankreich sowieso -
Dinge,
die man niemandem erklären kann.


In Annecy wohnen wir direkt in der Altstadt.

Das ist natürlich ideal, um gleich noch zu Fuß die Altstadt zu erkunden.

 

 

 

 

Das Gefängnis am Abend ist wirkunsvoll beleuchtet.

Gleich links davon finden wir ein Lokal, dessen Angebot uns zu sagt.

Alles einwandfrei und zu einem angemessenen Preis.

So gehen schöne Tage zu Ende.

 zurück  Index 2011

Fr 2011-03-11 

Alles gesehen - nix kapiert - alles von vorn gucke!

zur Homepage / Neustart:
rt-go-Homepage